Licht hat für uns Menschen zunächst eine positive Seite. Wir erfreuen uns daran, fühlen uns lebendig, sicher und geschützt.
Wissenschaftlicher Fakt ist aber auch, dass zu viel Licht, zur Unzeit oder zu lange nicht nur Stress sondern auch schwerwiegende Erkrankungen auslösen kann. Und das gilt für fast alle Lebewesen auf diesem Planeten, besonders aber diejenigen, die ihr aktives Leben in die Dunkelheit verlagert haben. Wir alle haben uns seit Millionen von Jahren an den Rhythmus von Tag und Nacht angepasst.
Im Folgenden ist dargestellt, für welche Gruppen von Lebewesen die Aufhebung des natürlichen Hell-Dunkel-Rhythmus Auswirkungen hat.
Sie werden in ihrer Nachtruhe gestört. Das führt zu Schlafstörungen, Schlafmangel und Erschöpfungszuständen. Es wird weniger Melatonin gebildet. Das begünstigt Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Probleme und Bluthochdruck.
Tiere, die in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend aktiv sind, werden ebenfalls gestört. Wissenschaftliche Studien zeigen eine geringere Reproduktionsrate.
Mehr als 60% aller Lebewesen sind nachtaktiv.
Sie werden in ihren nächtlichen Aktivitäten gestört (Bestäubung, Fortpflanzung, Futtersuche).
Sie werden durch das viele Licht geblendet, verdrängt, abgelenkt, irritiert.
Es kommt zu Verhaltensänderungen, Verschiebungen von Räuber-Beute-Beziehungen und Dezimierung von Lebensräumen und/oder Beständen.
Für unzählige Insekten wird Licht sogar zur tödlichen Falle.
Bei sehr vielen Pflanzen kommt es zur Störung der Produktion von Duft und Nektar. Oder die jahreszeitliche Vegetationsentwicklung verschiebt sich. Bäume treiben z.B. Blüten früher aus und werfen im Herbst ihr Laub zu spät ab – vor allem diejenigen, die direkt an oder unter hellen Lichtquellen (Straßenlaternen) stehen. Das wiederum führt schnell zu Frostschäden.
Bevor wir auf mögliche Maßnahmen gegen Lichtverschmutzung zu sprechen kommen, mövhten wir hier auf Websites mit weiterführenden Informationen hinweisen:
Mögliche Maßnahmen im privaten Umfeld
Mögliche Maßnahmen im öffentlichen Raum