Ein kurzer Rückblick auf die Mitgliederversammlung

Zu Anfang der Versammlung gedachten die Anwesenden ihres Anfang des Jahres im Alter von fast 100 Jahren verstorbenen langjährigen Vorsitzenden Prof. Dr. Friedmund Melchert.  Er leitete den Verein in der Zeit von 1993 bis 2009 – einer von vielen Klageverfahren aber auch Flächensicherungen geprägten Zeit. Einige der Anwesenenden waren bereits damals Weggefährten von ihm und erinnerten sich gut an ihn. Vier von Ihnen konnten auf der Bühne für 30- , 40- bzw. sogar 50 jährige Mitgliedschaft geehrt werden. Denen, die nicht zur Versammlung kommen und somit geehrt werden konnten, wurde bei ihrem nächsten Besuch in der Geschäftsstelle ein kleines Geschenk in Form von Apfelsaft versprochen.

 

Im Rahmen des Statusberichts seitens des 1. Vors. Herrn Gerberding wurde zunächst ein Resumee für das Jahr 2025 gezogen. Viele Vorhaben aber eben auch nicht alle konnten umgesetzt werden.

 

Im Rahmen einer transparenten Zielverfolgung sind einige der Punkte aufgrund zwischenzeitlich neuer Erkenntnisse fallengelassen worden. Dazu gehört z.B. das Projekt Naturgarten Wendhausen mit einem Teich und einem Wasserlauf das aber auf Grund der abgelegenen Lage zu wenig  öffentlichkeitswirksam gewesen wäre.

 

Andere Projekte, wie der Luderplatz sowie der Start der NAJU Gruppe sind aus organisatorischen Gründen in das Jahr 2026 verschoben worden.

 

Herr Gerberding berichtet weiter von viele themenspezifischen Gruppen und Arbeitsgemeinschaften, die eigene Ideen – z.B. das Thema Gartenauszeichnungen - bereits verfolgten. Es könne bei der Vielfalt der Aufgaben nicht das NABU Ziel sein, zur Konkurrenz dieser Gruppen zu werden. Vielmehr müssten diese Gruppen ggf. unterstützt werden und der NABU vorrangig die Aufgaben bearbeiten, für die er Alleinstellungsmerkmale aufweisen würde.

 

Hier sei z.B. die Rolle als TÖB (Träger öffentlicher Belange) zu nennen. Die Naturschutzverbände werden auf Grund dieser Rolle um Stellungnahmen zu Bauvorhaben gebeten.

 

In den aktuellen Zeiten verstärke sich in der Politik leider immer mehr Irrationalität, z.B. im Wissen einer Marktsättigung oder Ressourcenbeschränkungen weiter auf Wachstum zu setzen – und dieses auf Kosten von Natur-und Artenschutz zu befeuern. Als Beispiele nannte er den rigorosen Ausbau von Windkraft, den geplanten Bauturbo, im Rahmen dessen Abstandsregeln zu Naturschutzgebieten fallengelassen werden sollen und die Attacken gegen das europäische Wiederherstellungsgesetz.  Das Ganze ohne Berücksichtigung dessen, was sich aktuell für unsere Gesellschaft mit KI, mit autonomen Fahren, mit Digitalisierung  abzeichne.

Die Schlussfolgerung ist, dass es mehr denn je darauf ankommt, diese Irrationalität aufzuzeigen und den Respekt für unseren Planeten und die darauf lebenden Arten einzufordern. Ein großes Unterfangen, für dass es die gemeinsamen Kräfte aller Verbände, Gruppen, AGs zu bündeln gelte.

 

Mit diesem Ausblick ging eine fast zu lange Veranstaltung zu Ende.

 

Bericht HHG