Bezirksgruppe Braunschweig e.V.


Faunistische Arbeitsgemeinschaft Südost-Niedersachsen (FAS)

 

In der FAS tragen sowohl Mitglieder aus den avifaunistischen Arbeitsgruppen als auch viele Einzelbeobachter ornithologische Beobachtungen zusammen. Bereits seit über 60 Jahren wird in dieser zur Bezirksgruppe Braunschweig des NABU gehörenden überregionalen Arbeitsgemeinschaft eine kontinuierliche, avifaunistische Datensammlung für das sogenannte "Braunschweiger Hügelland" betrieben. Die ungefähren Grenzen dieser historischen Gebietsbeschreibung sind in etwa die Allerniederung (N), Sachsen-Anhalt (O), der Nördliche Harzrand (S) und der Linie Langelsheim-Innerste-Peine (W). Weit über 300.000 Datensätze geben inzwischen einen Überblick über die ungefähre Bestandsentwicklung der meisten Vogelarten.

Sofern zu Beginn eines Jahres der Bundesverband des NABU zu einer bundesweiten Art-Erfassungen aufruft oder die Niedersächsische Ornithologische Vereinigung (NOV) in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Vogelschutzwarte im Niedersächsischen Landesamt für Wasser-, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) um Beteiligung an niedersachsenweit organisierten Erfassungen bittet, wird innerhalb der Arbeitsgemeinschaft jeweils aktuell über die Möglichkeiten und den Umfang einer regionalen Mitarbeit beraten. Über den internen eMail-Verteiler, der vornehmlich zum Informationsaustausch über aktuelle ornithologische Beobachtungen bzw. Artvorkommen genutzt wird, erhält man zudem Hinweise auf Literatur-Neuerscheinungen oder andere Veröffentlichungen von avifaunistischer Relevanz, ebenso wie Veranstaltungstipps. Aber auch ein Austausch über aktuelle avifaunistische Themen u. ä. istmöglich.

Ornithologisch Interessierte, die Ihre Beobachtungen zur Verfügung stellen wollen oder sogar an einer organisierten Mitwirkung interessiert sind, werden um Kontaktaufnahme gebeten. Alle sicher bestimmten Beobachtungsdaten werden gern in die Datensammlung mit aufgenommen. Notiert werden sollte: Datum, Art, Anzahl (männl./weibl.), wo beobachtet/gehört, möglichst mit Uhrzeit. Festgestellte Besonderheiten sollten jedoch zwecks genauer Dokumentation umgehend mitgeteilt werden! Die einschränkenden Meldekriterien für häufigere Arten sind in der Geschäftsstelle erhältlich. Dort sind neben diversem Info-Material übrigens auch Bestimmungsbücher, Vogelstimmen-CD´s, verschiedenste Fachbücher, Ferngläser und Spektive erhältlich.

 

Ansprechpartner der FAS:
Carlo Fuchs
eMail NABU.Braunschweig@t-online.de ,
Tel.
NABU Geschäftsstelle: 0531-79 86 49.

 

 

Unser umfangreiches Veranstaltungsprogramm mit vielen ornithologischen Exkursionen finden Sie HIER

Unsere Mitglieder erhalten unser Veranstaltungsprogramm
jeweils umgehend nach Erscheinen in gedruckter Form zugesandt.

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Ausführliche Vorstellung der FAS mit historischem Abriß

Historisch betrachtet liegt der Ursprung unserer avifaunistische Datensammlung im Herbst des Jahres 1947, als die „Vogelschutzstation Braunschweig“ unter Dr. Rudolf Berndt als Außenstelle der „Staatlich anerkannten Vogelschutzwarte Niedersachsen“ eingerichtet wurde. Um diese bildete sich alsbald eine „Braunschweiger Ornithologische Arbeitsgemeinschaft“, aus der sich 1952 – nach Wiedergründung der Bezirksgruppe Braunschweig im Deutschen Bund für Vogelschutz (DBV) – die „Arbeitsgruppe Avifaunistik“ und 1991 – nach der Umbenennung des Verbands in Naturschutzbund Deutschland (NABU) – schließlich die heutige „Faunistische Arbeitsgemeinschaft Südost-Niedersachsen (FAS)“ der NABU-Bezirksgruppe Braunschweig bildete.

Die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eingereichten Beobachtungsdaten werden seit 1948 in der verkürzt als "Hügellandkartei" bezeichneten „Ornithologischen Beobachtungskartei für das Braunschweiger Hügelland“ gesammelt und archiviert. Was früher handschriftlich von verschiedenen ehrenamtlichen Mitarbeitern/innen pro Jahr systematisch nach Arten sortiert möglichst chronologisch auf DIN A4-große Karteikarten übertragen und in Ringordnern abgeheftet wurde, wird seit 1987 elektronisch weitergeführt. Sowohl zur Datensicherung als auch, um die gesammelten Daten für die Möglichkeiten einer vielfältigen elektronischen Auswertung verfügbar zu machen, sind für einen Teil der Arten zwischenzeitlich die in den Ordnern angesammelten Datenblätter von der handschriftlichen in die elektronische Datensammlung übertragen worden. Hierüber sowie über Auswertungen eines Teils dieser Daten findet man in der von uns herausgegebenen Schriftenreihe „MILVUS – Braunschweiger Beiträge zu Faunistik und Naturschutz“ bereits mehrere umfangreiche Veröffentlichungen.

In der FAS tragen sowohl Mitglieder aus unseren avifaunistischen Arbeitsgruppen (Limikolen, Greifvögel und Eulen, Arbeitsgemeinschaft Europareservat Riddagshausen / Weddeler Teichgebiet, Nachtigallen) als auch sonstige Einzelmelder ihre ornithologischen Beobachtungen zusammen. Dabei arbeiten wir traditionell vereinsübergreifend, ebenso wie uns auch eine Vielzahl vereinsloser Melder/innen ihre Daten zuleiten und natürlich im Sinne der Sache auch genauso akzeptiert sind. Auf diese Weise sind allein bis 2010 geschätzt rund 600.000 Datensätze zusammengekommen – und diese einmalige Datensammlung wird natürlich kontinuierlich fortgeführt, da sie einen hervorragenden Überblick über die ungefähre Bestandsentwicklung der meisten Vogelarten gibt!
Die ungefähren Grenzen dieses Gebietes, auf welches sich die ornithologische Datensammlung beschränkt, sind dabei wie folgt umrissen: die Allerniederung (N), Sachsen-Anhalt (O), der Nördliche Harzrand (S) und die Linie Langelsheim-Innerste-Peine (W).

Da wir als Naturschutzverband bei Planungsvorhaben in der freien Landschaft vorab gehört werden müssen, sind für unsere Stellungnahmen natürlich auch aktuelle Daten von großer Wichtigkeit. Aus diesem Grunde bitten wir unsere Mitarbeiter/innen auch um eine möglichst vierteljährliche Einreichung ihrer Beobachtungsdaten. Wer diesbezüglich die Möglichkeit zur elektronischen Datenabgabe hat, erhält von uns hierfür kostenlos eine spezielle Software zur schnellen und unkomplizierten Eingabe seiner Beobachtungen. Auf diese Weise erhält jede/r Beobachter/in die Möglichkeit, sich selbst einen hervorragenden Übersicht über seine gesamten eigenen Daten zu erstellen und diese jederzeit auch nach verschiedensten Kriterien (Arten, Datum, Orten o. a.) sortieren zu können. Als positiver Nebeneffekt müssen die Daten in der Geschäftsstelle nicht mehr wie früher in ihrer Gesamtheit von einzelnen – ebenfalls ehrenamtlich Tätigen – abgeschrieben bzw. in die EDV eingegeben werden.

Sofern zu Beginn eines Jahres der Bundesverband des NABU zu einer bundesweiten Art-Erfassungen aufruft oder die Niedersächsische Ornithologische Vereinigung (NOV) in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Vogelschutzwarte im Niedersächsischen Landesamt für Wasser-, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) um Beteiligung an niedersachsenweit organisierten Erfassungen bittet, wird innerhalb der Arbeitsgemeinschaft jeweils aktuell über die Möglichkeiten und den Umfang einer regionalen Mitarbeit beraten. Ebenso, wie wir hier traditionell der kompetente Ansprechpartner für Südost-Niedersachsen sind, wurde unter unserem Dach auch die regionale Beteiligung an den durchzuführenden Kartierungen für den unter der Schirmherrschaft des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten (DDA) bundesweit erarbeiteten Atlas Deutscher Brutvogelarten (ADEBAR) organisiert.

Über unseren internen eMail-Verteiler, der vornehmlich zum Informationsaustausch über aktuelle ornithologische Beobachtungen bzw. Artvorkommen genutzt wird, erhält man zudem Hinweise auf Literatur-Neuerscheinungen oder andere Veröffentlichungen von avifaunistischer Relevanz, ebenso Veranstaltungstipps. Aber auch ein Austausch über aktuelle avifaunistische Themen u. ä. ist möglich.

Ornithologisch Interessierte, die Ihre Beobachtungen zur Verfügung stellen wollen oder sogar an einer organisierten Mitwirkung interessiert sind, werden um Kontaktaufnahme über die Geschäftsstelle gebeten. So werden gern alle sicher bestimmten Beobachtungsdaten in unsere Datensammlung mit aufgenommen. Notiert werden sollte: Art, Datum, Anzahl (männl./weibl.), wo beobachtet / gehört, möglichst mit Uhrzeit. Für die häufigeren Arten haben wir einschränkende Meldekriterien erstellt, um nicht in der unauswertbaren Masse hunderter Einzelmeldungen von Buchfinken, Kohlmeisen u. a. m. unterzugehen. Festgestellte Besonderheiten hingegen sollten wiederum zwecks genauerer Dokumentation möglichst umgehend mitgeteilt werden! So führen wir innerhalb unserer Mitarbeiter/innen auch einen internen eMail-Verteiler, über welchen z. B. solche aber auch andere aktuelle Beobachtungsmeldungen ausgetauscht werden – alles natürlich auf freiwilliger Basis und je nach Lust und (Schreib-)Laune, eben ein aktueller Informationsaustausch unter Gleichgesinnten. Jahreserstbeobachtungen eintreffender Zugvogelarten werden hier ebenso in die Runde gegeben wie die bei dem Besuch eines bestimmten Gebietes notierte Artenliste bzw. Zählungen oder irgendwelche als interessant angesehenen Artfeststellungen bei einem Spaziergang oder einer Fahrradtour.

Carlo Fuchs

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Verbot von Rückschnittmaßnahmen
vom 01. März bis 30. September (>> BNatSchG; § 39) mehr lesen

Rauchen, Grillen und Entzünden von Feuer sind in Wald, Moor und Heide
vom
01. März bis 31. Oktober wegen akuter Brandgefahr verboten (>> NWaldLG; § 35).

Leinenpflicht für Hunde im Wald und in der freien Natur
– also inner- wie außerorts auf und an allen Wiesen und Feldern sowie in Wäldern –
vom 01. April bis 15. Juli (Brut- und Setzzeit), in Naturschutzgebieten sogar ganzjährig (>> NWaldLG; § 33)

 

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20. September 2016
Amsel-Sterben im Raum Baunschweig ?
Erneuter Ausbruch des Usutu-Virus – Bitte erkrankte Amseln melden !

In Deutschland gibt es derzeit offenbar wieder ein Vogelsterben, das durch das tropische Usutu-Virus ausgelöst wird. Vor allem Amseln sind betroffen. Der NABU bittet deshalb die Bevölkerung erneut um Mithilfe, Beobachtungen erkrankter oder verendeter Vögel über ein Online-Formular zu melden. Dieses findet man unter www.nabu.de/usutu-melden .
Dort findet man auch eine Anleitung zum Verschicken toter Tiere. Beides hilft dabei, die Ausbreitung und Folgen dieser neuen Vogelkrankheit zu analysieren.

Tote Vögel oder Proben toter Tiere können zur Untersuchung bei den lokalen Veterinärämtern zur Untersuchung abgegeben oder auch an das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) nach Hamburg gesendt werden!

Todesfälle unter Vögeln treten jeweils während der Mückensaison bis in den November auf. Das Virus wurde bei uns erstmals 2010 in Stechmücken festgestellt. Es löste 2011 und 2012 ein Massensterben unter heimischen Vögeln aus, darunter vor allem Amseln.
"Amsel (Männchen) mit Usutu-Virus" © Frank Derer (NABU)

Seit Ende Juli häufen sich beim NABU nun wieder Meldungen kranker und kurze Zeit später verstorbener Amseln. Befallene Vögel wirken offenkundig krank und apathisch, flüchten nicht mehr und sterben meist innerhalb weniger Tage.

Die meisten Meldungen stammen wieder aus den wärmebegünstigten Gebieten Deutschlands, einige nun allerdings auch aus damals nicht betroffenen Regionen sowie aus Frankreich, Belgien und den Niederlanden.

 

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18. Mai 2015
Stellungnahme des NABU zur Entdeckung von Biberspuren an der Schunter

Nur aufgrund umfangreicher Artenschutzmaßnahmen ist es gelungen, dass der in Deutschland schon fast ausgerottete Biber sich in seinen letzten Rückzugsgebieten inzwischen wieder so stark erholt hat, dass die Art sich seit einigen Jahren sogar wieder in Ausbreitung befindet. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass es im – wenn auch sehr großen aber trotzdem nahen – Landkreis Gifhorn inzwischen schon über 20 Biber gibt, so war eine weitere Arealausweitung, wahrscheinlich durch abwandernde Jungtiere, letztlich zu erwarten. Darüber hinaus erfahren aber auch die in Braunschweig bis jetzt durchgeführten Gewässerrenaturierungen durch das Auftreten der Art eine zusätzliche positive Bestätigung für die bisher mit viel Engagement geleistete umfangreiche Arbeit.

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07. März 2014
Faunistischer Informationsabend
Zu Beginn unseres Faunistischen Informationsabends wird der international renommierte Gänsespezialist Dr. Helmut Kruckenberg, der seit 1992 wissenschaftlich die Ökologie und das Zugverhalten verschiedener Gänsearten erforscht, einen interessanten Bildervortrag über die "Ökologie und Schutz der Zwerggans und ihrer arktischen Verwandten" sowie über das aktuelle Zwerggans-Projekt des NABU Niedersachsen halten und über die großen Herausforderungen berichten, die diese zwischen den arktischen Brutgebieten und dem dicht besiedelten Westeuropa zu bestehen haben. So steht die Zwerggans aufgrund klimatischer Veränderungen in Skandinavien und der jagdlichen Verfolgung in ihren Wintergebieten heute kurz vor dem Aussterben...

Detaillierte Infos erfolgen über den eMail-Verteiler unserer Faunistischen Arbeitsgemeinschaft Südost-Niedersachsen (FAS).

"Zwerggänse" © Dr. Helmut Kruckenberg (NABU)

Nach dem Vortrag folgen die Besprechung aktueller Themen, wie z. B. die Koordination unserer Beteiligung an der landesweiten Brutbestandsaufnahme des Haubentauchers, die Berichte aus den ornithologischen Arbeitsgruppen, eine kurze Zusammenstellung aktueller Beobachtungen und ggf. ein allgemeiner Austausch hierüber sowie über weitere aktuelle Themen.

Außerdem werden aktuelle Literatur-Neuerscheinungen vor Ort erhältlich sein, ebenso wie verschiedene Bücher und anderes Material zum "Vogel des Jahres 2014", dem Grünspecht.

 

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15. März 2013
Informationsabend der Faunistischen Arbeitsgemeinschaft Südost-Niedersachsen des NABU.
Der Abend beginnt mit einem Powerpoint-Vortrag von Bernd Hermenau zur „Biologie und Ökologie der Bekassine – Vogel des Jahres 2013“.
Faunistischer Informationsabend des NABU – beginnend mit einem interessanten, aktuellen Vortrag über „Die Bekassine und ihre Bestandserfassung“ sowie etwas später auch noch mit einem weiteren digitalen Bildervortrag über „Ornithologische Reiseeindrücke aus Skandinavien“ (Bernd Hermenau). Detaillierte Infos zum Programm erfolgen über unseren ornithologischen eMail-Verteiler der FAS. Zwischen den Vorträgen sowie im Anschluß Besprechung aktueller Themen (Erfassungen,Stand des Wiederaufbaus unseres Beobachtungsturms in Riddagshausen u. a.), Erfahrungsaustausch und Berichte aus den avifaunistischen Arbeitsgruppen.

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30. März 2012
Informationsabend der Faunistischen Arbeitsgemeinschaft Südost-Niedersachsen des NABU.
Der Abend beginnt mit einem 1-stündigen Film-Vortrag durch Heinz-Waldemar Senge „Spezialisten im Nadelwald – Tannenhäher und Sperlingskauz“.
Der Film ist das Ergebnis von mehreren Jahren intensiver Beobachtungen unter nicht immer einfachen Bedingungen im Duinger Wald (Leinebergland), Harz und Solling. So ist die Beobachtung des Tannenhähers vom Nestbau bis zum Ausfliegen der Jungvögel, wenn überhaupt, dann nur ganz wenigen Vogelkundlern gelungen. Außer dem Sperlingskauz werden zudem auch noch Sperber, Fichtenkreuzschnabel und Goldhähnchen beim Brutgeschäft gezeigt. Und noch manch andere Arten sind zu sehen oder zu hören....

Im Anschluß Besprechung aktueller Themen, Erfahrungsaustausch und Berichte aus den Arbeitsgruppen. Außerdem finden auch in diesem Jahr für ausgewählte Arten wieder landes- bzw. bundesweit erfolgende Brutbestandserfassungen statt, an denen wir uns beteiligen. Bundesweit hat der NABU-Bundesverband gemeinsam mit dem DDA (Dachverband Deutscher Avifaunisten) zur Brutbestandserfassung der Dohle aufgerufen, landesweit hat die NOV (Niedersächsische Ornithologische Vereinigung) im zweiten Jahr hintereinander zur Kartierung des Rotmilans aufgefordert (im Raum Braunschweig wird diese Art von den Spezialisten unserer AG Greifvögel u. Eulen im Rahmen unseres Monitorings bearbeitet; Brutverdacht-Hinweise werden aber trotzdem gern entgegen genommen). Nähere Informationen erhält man über den eMail-Verteiler unserer Faunistischen Arbeitsgemeinschaft Südost-Niedersachsen.

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25. März 2011
Faunistischer Informationsabend des NABU
beginnend mit einem interessanten Vortrag von Herrn Dr. Jochen WittenbergLangzeituntersuchungen zur Ökologie der Rabenkrähe – Ergebnisse aus 50 Jahren Feldforschung einschließlich 40 Jahren Markierung mittels Flügelmarken“ (50-60 Min.).
Danach erfolgt eine Besprechung aktueller Themen, ggf. ein Erfahrungsaustausch und die Berichte aus den Arbeitsgruppen.
Auch in diesem Jahr finden für ausgewählte Arten wieder landesweit erfolgende Brutbestandserfassungen statt, an denen wir uns beteiligen werden; hierbei handelt es sich um Graureiher (bitte Brutkolonien melden!) und Rotmilan (im Raum Braunschweig wird diese Art von den Spezialisten unserer AG Greifvögel u. Eulen im Rahmen unseres Monitorings bearbeitet; Brutverdacht-Hinweise werden aber trotzdem gern entgegen genommen). Nähere Informationen erhält man über den eMail-Verteiler unserer Faunistischen Arbeitsgemeinschaft Südost-Niedersachsen.

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Wenn Sie unsere ehenamtliche Naturschutzarbeit mit einer Spende unterstützen möchten...

Spendenkonto:
NABU BezGrp. Braunschweig ,
Postbank Hannover,
BIC
: PBNKDEFF
, IBAN: DE75 2501 0030 0081 0113 04

Spenden an den NABU sind natürlich steuerlich absetzbar. Bis 100,- Euro genügt dem Finanzamt der Kontoauszug als Spendenbeleg.

 

Sie können den NABU auch durch Ihre Mitgliedschaft unterstützen!
Der Jahresbeitrag beträgt nur 48,- Euro
, eine Familienmitgliedschaft sogar nur 55,- Euro und für Jugendliche, Erwerbslose und Rentner bieten wir im NABU einen reduziert Beitrag von nur 24,- Euro an. Neben dem ideellen Wert der Unterstützung einer guten Sachen erhalten Sie als Mitglied vierteljährlich das umfangreiche NABU-Journal des Bundesverbandes sowie halbjährlich unser umfangreiches regionales Veranstaltungsprogramm, ggf. auch von uns herausgegebene Mitteilungsbroschüren.
Alle, die unsere Naturschutzarbeit durch ihre Mitgliedschaft im NABU unterstützen, erhalten bei uns als Dankeschön 15 % Rabatt auf alle Nisthöhlen, Vogelfutter und Futterspender sowie Kalender! Darüber hinaus bekommen Sie freien Eintritt sowie z. T. Ermäßigungen in NABU-Besucherzentren.....
Gern senden wir Ihnen auch kostenlos verschiedenes Info-Material über den NABU zu.
Hier erhalten Sie zum Download (PDF) ein
Beitrittsformular .


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NABU Foto-Kalender "Faszination Natur 2017", 42 x 32 cm.
Der Kalender ist für
12,90 Euro (NABU-Mitglieder: 11,- €) in unserer Geschäftsstelle erhältlich.
Für alle, die es aus Platzmangel gern noch etwas kleiner hätten, ist der Kalender zudem auch wieder im Format 23,5 x 33,5 cm erhältlich (Abholpreis: 10,50 Euro, NABU-Mitglieder 9,- Euro).

Die Kalender können in unserer Geschäftsstelle auch bestellt werden: bei Zusendung kommen zum jeweiligen Preis Versandgebühren für Gr. S in Höhe von 4,90 Euro hinzu.

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Bargeldzusendungen möglichst als Einschreiben zusenden; alternativ ist auch eine Vorauszahlung per Überweisung möglich (hierfür Sonderkontoverbindung anfragen)
. Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund negativer Erfahrungen von uns kein Kalender-Versand mehr gegen Rechnung erfolgt.

Wie immer werden exzellente Fotos namhafter Naturfotografen auf den Monatsblättern gezeigt.

2016


Nach dem gefragten Foto-Kalender "Bilche 2015" gibt es mit "Bilche 2016" eine Fortsetzung , wieder in 42 x 32 cm.
Außerdem gibt es für 2016 erstmal auch einen Foto-Kalender "
Feldhamster 2016"!
Diese vom NABU Braunschweig herausgegebene Kalender wurden von der bekannten braunschweiger
Tier- und Naturfotografin Kerstin Hinze erstellt und sind jeweils für
17,70 Euro (NABU-Mitglieder: 15,- €) in unserer Geschäftsstelle erhältlich.

... und kann dort auch bestellt werden: bei Zusendung kommen zum Preis Versandgebühren für Gr. S in Höhe von 4,90 Euro hinzu.

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Bargeldzusendungen möglichst als Einschreiben zusenden; alternativ ist auch eine Vorauszahlung per Überweisung möglich (hierfür Sonderkontoverbindung anfragen)
. Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund negativer Erfahrungen von uns kein Kalender-Versand mehr gegen Rechnung erfolgt.

 

 

 

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Das Jahrhundertprojekt
„ADEBAR - Atlas Deutscher Brutvogelarten“

Nun ist es endlich soweit: die für Deutschland lange überfällige Erstellung eines Brutvogelatlas ist endlich in Angriff genommen! Mussten die deutschen Ornithologen bisher neidvoll ins europäische Ausland schauen, so soll dieser traurige Zustand bald ein Ende haben. Unter Federführung des DDA, des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten, startete jetzt die erste einheitliche, deutschlandweite Brutvogelerfassung. Dabei wird der Atlas Deutscher Brutvogelarten, kurz ADEBAR, in erster Linie ein ehrenamtlich bewältigtes Projekt sein, durchgeführt von den Ornithologenverbänden in den Bundesländer. In Niedersachsen ist das die Niedersächsische Ornithologische Vereinigung (NOV), die dies wie immer in enger Kooperation mit der Staatlichen Vogelschutzwarte organisiert. Diese im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) angesiedelte Behörde koordiniert die Durchführung des Projektes für Niedersachsen.

So wird in Niedersachsen ein Heer von mehr als 400 Hobby-Vogelkundlern unterwegs sein, um die Zählarbeit vorzunehmen. Für Deutschlands bisher größte Vogel-Volkszählung wurde das ganze Land in 3000 Rasterflächen aufgeteilt, davon liegen allein 420 in Niedersachsen. In diesen etwa elf mal elf Kilometer großen Gebieten zählen und schätzen die Ornithologen den Vogelbestand - nach strengen Kartierungsvorschriften. Je Rasterfläche werden sie dafür zwei Jahre lang jeweils während der Brutsaison durchs Gelände streifen, dann werden die Daten zusammengetragen. Nach der Kartiersaison 2008 soll diese Erfassungsarbeit abgeschlossen und bis 2010 der bundesdeutsche Atlas gedruckt sein.

Auch wir beteiligen uns an den ADEBAR-Kartierungen (Kartierungszeitraum: 2006 - 2009)

Natürlich beteiligt sich auch der NABU Braunschweig an diesem ehrgeizigen Projekt. So haben wir im Namen unserer Faunistischen Arbeitgemeinschaft Südost-Niedersachsen für die Region Braunschweig die 4 TK25 (Topografische Karte, Maßstab 1 : 25.000), früher Meßtischblatt genannt, übernommen, deren Vergabe von Carlo Fuchs als regionalem Koordinator der Niedersächsischern Ornithologischen Vereinigung (NOV) und Leiter der Datensammlung des NABU Braunschweig organisiert wird. Die insgesamt 16 Rasterflächen (Meßtischblatt-Quadranten) dieser 4 TK25 haben jeweils eine Größe von 126 qkm! Darüber hinaus hat mir die NOV zur Saison 2007 zudem auch noch die Koordination für 2 weitere, östlich angrenzende TK25-Flächen übertragen, für die bisher keine ADEBAR-Mitarbeiter/innen gefunden worden waren. Hier ist es kurzfristig gelungen, zumindest noch 3 Quadranten an den Mann bzw. an die Frau zu bringen, aber möglicherweise finden sich ja noch weitere Freiwillige. Die zu vergebenden Teilflächen reichen von der Region südlich Wolfsburg bis zum Elm. Glücklicherweise ist unsere Bezirksgruppe aufgrund unserer langjährigen, nun schon seit einem Jahrhundert bestehenden ornithologischen Tradition mit einer außergewöhnlich großen Anzahl von Ornithologen bestückt, ein Umstand, von dem andere nur träumen können. Nach aktuellem Stand haben bisher nach persönlicher Ansprache 29 Mitarbeiter/innen ihre Bereitschaft erklärt, sich an den Kartierungen zu beteiligen, und sind im Einsatz. Dadurch besteht ein begründeter Anlass zu der Hoffnung, dass wir viele der zu erfassenden Arten nicht nur gut schätzen sondern vielfach sogar relativ genau werden auszählen können. Wie es uns allerdings gelingen wird, die Zählungen innerhalb der direkten Siedlungsflächen zu bewältigen, bleibt abzuwarten.

Feldmark, Wald, Gewässer – und der Siedlungsbereich, unser schwierigstes Aufgabenfeld

Können in den weit gefassten Habitattyp-Blöcken Feldmark, Wald und Gewässer die zu kartierenden Vogelarten noch relativ gut erfasst werden, so erscheint der Siedlungsbereich inklusive Gärten doch als der am schwierigsten zu kartierende Habitattyp-Block. Schon allein die Tatsache, dass die Fläche sehr groß, zudem unübersichtlich und zum Teil auch nicht durchgängig ist, dass viele Grundstücke sogar überhaupt nicht zugänglich sind und somit vielfach auch nicht eingesehen oder verhört werden können und dass das tausendfache Erfragen jeweils einer Begehungserlaubnis einen nicht zu bewältigenden zeitlichen Faktor darstellt, macht die Schwierigkeit dieses Aufgabenfeldes deutlich.
Aus diesem Grunde ergeht hier an alle NABU-Mitglieder sowie natürlich auch an alle anderen Leser dieser Information der Aufruf, uns bei dieser schwierigen Aufgabe zu unterstützen und alle Brutvorkommen aus dem Siedlungsbereich und ebenso natürlich aus allen anderen Habitaten schriftlich an die Geschäftsstelle zu melden. Damit diese auch genau zugeordnet und in die von uns zu erstellenden Revierkarten eingetragen werden können, bitte bitte den Beobachtungsort exakt beschreiben oder die Brut(en) mittels einer Eintragung in einem Kartenausschnitt melden. Hierzu ein Tipp: in jedem Telefonbuch oder den Gelben Seiten findet man als Kopiervorlage sämtliche Kartenausschnitte unseres Stadtplanes. Aber selbstgemalt - sofern einigermaßen dimensionsgetreu und somit zuzuordnen - geht natürlich auch. Wer öfter unterwegs ist und daher möglicherweise auch mehr beobachtet, kann aber auch gern entsprechende Kopien von Kartenausschnitten aus dem gesamten Großraum bekommen. Sofern sich eine Mitteilung in engen räumlichen Grenzen genau bezeichnen lässt, wie z. B. durch eine Straßenkreuzung, einen kleinen Teich oder ein im Stadtplan verzeichnetes Feldgehölz, reicht es aber auch aus, dies telefonisch mitzuteilen. Im Falle des Aufsprechens auf den Anruf“beantworter“ dann aber bitte neben dem Ort und dem Beobachtungsdatum für eventuelle Rückfragen auch die Angabe des Namens und der Telefonnummer nicht vergessen! Allen Melderinnen und Meldern sei für ihre Mithilfe bereits im voraus herzlich gedankt!

Bitte unterstützen Sie uns durch Meldungen von Vogelbruten

Da manche der nachfolgend aufgeführten Arten mit Sicherheit auch von Nicht-Ornithologen, die zumindest ein gutes Bestimmungsbuch besitzen, festgestellt werden (können), wird hier nachfolgend eine für unsere Region erstellte umfangreiche Liste von Vogelarten, die bei uns vorkommen oder auch eventuell vorkommen könnten, aufgeführt. Damit auch Nicht-Avifaunisten oder ornithologisch noch nicht so versierte Beobachter/innen sich dort problemlos orientieren können, ist diese Liste zu ihrer besseren Übersicht nicht artsystematisch sondern alphabetisch geordnet. Wer also während der Brutzeit, bei den meisten Arten also bis Ende Juni bzw. vereinzelt auch bis Ende Juli, irgendwo eine der nachfolgend aufgeführten Arten beobachtet oder hört, wird um eine Mitteilung an den regionalen ADEBAR-Koordinator und Leiter der NABU-Datensammlung, Carlo Fuchs, gebeten - also an die NABU-Geschäftsstelle:
Austernfischer, Bartmeise, Baumfalke, Bekassine, Beutelmeise, Bienenfresser, Birkenzeisig, Blaukehlchen, Bluthänfling, Brachpieper, Brandgans, Braunkehlchen, Brautente, Dohle, Drosselrohrsänger, Eisvogel, Erlenzeisig, Feldschwirl, Fichten-kreuzschnabel, Fischadler, Flussregenpfeifer, Gartenrotschwanz, Gebirgsstelze, Gelbspötter, Gimpel, Girlitz, Grauammer, Grauspecht, Großer Brachvogel, Grünspecht, Habicht, Haubenlerche, Haubenmeise, Haubentaucher, Heidelerche, Hohltaube, Kanadagans, Karmingimpel, Kernbeißer, Kiebitz, Kleinspecht, Knäkente, Kolbenente, Kolkrabe, Kornweihe, Kranich, Krickente, Kuckuck, Löffelente, Mandarinente, Mehlschwalbe, Misteldrossel, Mittelspecht, Moorente, Nachtigall, Neuntöter, Ortolan, Pirol, Raubwürger, Rauchschwalbe, Rebhuhn, Rohrammer, Rohrdommel, Rohrschwirl, Rothalstaucher, Schafstelze, Schellente, Schilfrohrsänger, Schlag-schwirl, Schleiereule, Schnatterente, Schwanzmeise, Schwarzhalstaucher, Schwarzkehlchen, Schwarzmilan, Schwarzspecht, Schwarzstorch, Seeadler, Sommergoldhähnchen, Sperber, Sperbergrasmücke, Sperlingskauz, Spießente, Steinkauz, Steinschmätzer, Sumpfmeise, Sumpfohreule, Tannenmeise, Teichralle, Trauerschnäpper, Tüpfelsumpfhuhn, Türkentaube, Turteltaube, Uferschwalbe, Uhu, Wachtel, Wachtelkönig, Waldkauz, Waldlaubsänger, Waldohreule, Waldschnepfe, Wanderfalke, Wasserralle, Weidenmeise, Weißstorch, Wendehals, Wespenbussard, Wiesenpieper, Wiesenweihe, Wintergoldhähnchen, Ziegenmelker, Zwergdommel, Zwergschnäpper, Zwergtaucher.
Außerdem bitte folgende weitere Arten melden, sofern ein wahrscheinlicher Brutplatz oder auch Alttiere mit Jungvögeln beobachtet werden: Graugans, Graureiher, Höckerschwan, Kormoran, Lachmöwe, Mäusebussard, Nilgans, Reiherente, Rohrweihe, Rotmilan, Saatkrähe, Stockente, Tafelente, Turmfalke und Wacholderdrossel.
Darüber hinaus wird natürlich grundsätzlich um schnelle Mitteilung hier nicht aufgeführter Seltenheiten gebeten!

Welche häufigen Arten sollen jedoch nicht gemeldet werden

Da es eine Reihe von sehr häufigen Vogelarten gibt, die auch von den gutwilligsten Kartierern in großen Zählgebieten nicht auch nur annähernd genau flächendeckend erfasst werden können, hat der DDA eine Liste der Vogelarten erstellt, die über ein spezielles Monitoring „Häufige Arten“ in nach Habitattypen ausgewählten repräsentativen Gebieten erfasst und später mittels ausgeklügelter, computergestützter Rechenmodelle auf die gesamte Republik hochgerechnet werden.
Bis auf einige dieser Arten, die wir trotz der von uns zu bearbeitenden riesigen Fläche von über 500 qkm versuchen wollen, ebenfalls flächendeckend mit zu erfassen, werden auch wir den Großteil dieser häufigen Arten nicht kartieren können. Um den zu erwartenden ungeheuren Eingang an Daten überhaupt noch bewältigen zu können, bitte die Bruten der nachfolgend aufgelisteten häufigen Arten nicht für ADEBAR melden:
Straßentaube, Ringeltaube, Heckenbraunelle, Rotkehlchen, Amsel, Dorngrasmücke, Gartengrasmücke, Zilpzalp, Fitis, Blaumeise, Kohlmeise, Star, Buchfink, Grünfink sowie die Elster (aufgrund ihrer vielen Brautgeschenk-Nester, in denen dann aber gar nicht gebrütet wird).

Wer sich noch an unseren ADEBAR-Kartierungen, also dem Eintragen bestimmter vorgefundener Vogelarten in Karten, beteiligen will, möge sich bitte aufgrund der bereits laufenden Saison möglichst umgehend bei mir melden! Selbstverständlich wird jede/r von mir umfangreich informiert, eingewiesen und mit Kartenmaterial sowie mit selbst erstellten speziellen Habitat-Listen versorgt. Letztere bieten einen guten Überblick und sind zur Planung der eigenen Begehungen sehr hilfreich, wie auch das Feedback bestätigt.

Carlo Fuchs
Regionaler ADEBAR-Koordinator

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18. November 2009
Stellungnahme des NABU zur Bejagung der Rabenkrähe

Nach der Niedersächsischen Landesjagdzeitenverordnung darf die Rabenkrähe in der Zeit zwischen dem 01. August und dem 20. Februar bejagt werden. Über Sinn oder Unsinn der Bejagung dieser Art kann man unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten heutzutage nicht mehr streiten. Außerdem muss man wissen, dass die Rabenkrähen ab dem Herbst, wenn die Nächte länger werden, anfangen, Schlafplatzgemeinschaften zu bilden. Diese Gemeinschaften, die oftmals auch tagsüber als großer Verbund bei der Nahrungssuche auf Feldern anzutreffen sind, lösen sich meist ab Mitte Februar wieder auf. Wie man unschwer feststellen kann, ist der Zeitraum dieser ab Herbst anwachsenden Gemeinschaften fast identisch mit der Jagdzeit. Wenn man nun die als ökologisches Allgemeinwissen zu betrachtende Tatsache berücksichtigt, dass es sich bei den hohen Individuenzahlen dieser Jahreszeit vielfach um ortsfremde Tiere, sprich um Überwinterer handelt, muss man kein Nobelpreisträger sein, um zu erkennen, dass hier zu einem nicht unerheblichen Teil Zugvögel abgeschossen werden.

Von der unvertretbaren Bejagung von Wintergästen einmal abgesehen, sind die als Begründung für einen Abschuss immer wieder zitierten Argumente einer angeblichen Gefährdung anderer Singvogelarten, von sogenanntem Niederwild oder von erheblichen Schäden in der Landwirtschaft nach allen seriösen wissenschaftlichen Untersuchungen nicht haltbar und mehrfach widerlegt worden. Allen voran hat das Bundesamtes für Naturschutz (BfN) in seinem 252 Seiten starken Veröffentlichung "Aaskrähe, Elster und Eichelhäher in Deutschland" (Mäck & Jürgens 1999) hierzu klar Stellung bezogen, nämlich dass eine flächendeckende Bejagung weder fachlich noch ethisch-moralisch zu rechtfertigen ist. Die derzeitige jagdliche Praxis, Rabenkrähen zu "regulieren", also zu töten, wird in der Regel ohne Nachweis pauschal mit dem Schutz der heimischen Tierwelt und der Abwendung erheblicher landwirtschaftlicher Schäden begründet. Weder die angeblichen Schäden noch ein "Erfolg" im Sinne einer zunehmenden Artenvielfalt anderer Singvögel nach erfolgtem Töten von Rabenvögeln ließ sich jedoch bisher wissenschaftlich nachweisen (z.B. Mäck u.a. 1999, Mäck & Jürgens 1999, Haupt 2000). Darüber hinaus wird zudem die wichtige Rolle der Rabenkrähe im Naturhaushalt als Aasvertilger aber auch Nestbauer für andere Arten, wie z. B. Turmfalke, Baumfalke und Waldohreule, immer wieder ignoriert.

Es wäre wünschenswert, wenn man auch in dem in puncto Rabenvögelbejagung überwiegenden Teil der Jägerschaft von antiquiertem Denken abrücken und moderne wissenschaftliche Erkenntnisse, wie sie das Bundesamtes für Naturschutz (BfN) für jedermann nachlesbar zusammen getragen hat, zur Kenntnis nehmen würde. Dazu zählt natürlich auch die Einstellung der Jagd auf Überwinterungsgäste. Außerdem gehört es bereits seit langem zum ökologischen Allgemeinwissen, dass nur eine Abkehr von der modernen, intensiven und industrialisierten Landwirtschaft wieder zu einer höheren Artenvielfalt in der Kulturlandschaft und somit auch zu einer lebenswerteren Umwelt für uns Menschen führen kann - mit mehr Raum für alle wildlebenden Tiere.

Literaturverzeichnis (Auswahl entsprechend Zitate PM):
-- Haupt, H. (2000): Welche Gründe gibt es für eine landesweite Jagd auf Rabenkrähe und Elster? Charadrius 36: 101-103.
-- Mäck, U. (1998): Populationsbiologie und Raumnutzung der Elster in einem urbanen Raum; Dissertation. Ökologie der Vögel, Band 20, Heft 1, 215 Seiten.
-- Mäck, U., M.-E. Jürgens, P. Boye & H. Haupt (1999): Aaskrähe (Corvus corone), Elster (Pica pica) und Eichelhäher (Garrulus glandarius) in Deutschland. Betrachtungen zu ihrer Rolle im Naturhaushalt sowie zur Notwendigkeit eines Bestandsmanagements. Natur und Landschaft 74: 485-493.
-- Mäck, U. & M.-E. Jürgens (1999): Aaskrähe, Elster und Eichelhäher in Deutschland. Bericht über den Kenntnisstand und die Diskussionen zur Rolle von Aaskrähe (Corvus corone), Elster (Pica pica) und Eichelhäher (Garrulus glandarius) im Naturhaushalt sowie die Notwendigkeit eines Bestandsmanagements. BfN-Schriftenreihe, Bonn-Bad Godesberg, 252 Seiten.

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Bitte um Meldung erfolgreicher Entenbruten
Nachwuchs bei allen Entenarten immer seltener festzustellen

Die Niedersächsische Ornithologische Vereinigung (NOV) und die Staatliche Vogelschutzwarte Niedersachsen im NLWKN haben für dieses Jahr eine landesweite Erfassung der Brutbestände von Knäkente und Löffelente angesetzt. Nachdem unsere Faunistische Arbeitsgemeinschaft Südost-Niedersachsen (FAS) bei den ADEBAR-Kartierungen ganz hervorragende Arbeit geleistet hat, wurden wir wie schon in den Vorjahren wieder vom offiziellen Landeskoordinator mit der regionalen Durchführung der Kartierungen betraut (Regionaler Koordinator und somit Ansprechpartner: Carlo Fuchs).
Beide Arten sind jedoch in der Jungenführungsphase ausgesprochen heimlich und Brutnachweise daher schwer zu erbringen. Wegen der Vielzahl der zu kartierenden Arten ließ ADEBAR hier nicht unbedingt den nötigen zeitlichen Spielraum für viele zusätzliche Kontrollgänge – u. U. könnten man die Atlas-Daten hier noch ergänzen. Aus diesem Grunde wird hier ganz herzlich um Unterstützung dieses Gemeinschaftsprojektes gebeten, wobei zu hoffen ist, dass sich manch´ ornithologisch Interessierte/r nach unserem Aufruf, Eisvogel-Beobachtungen bei uns zu melden, ja vielleicht sowieso des öfteren zu ausgedehnten Spaziergängen an unseren Gewässern aufmacht, damit wir über den zusammengeschrumpften Bestand unseres ausgesprochen schönen Jahresvogels einen möglichst guten Überblick bekommen. Und das sollten wir doch dahingehend nutzen, dass wir Meldungen über Junge führende Bruten auf sämtliche Arten ausweiten!
Spätestens in den letzten circa 15 Jahren war nach subjektivem Eindruck selbst bei den häufigeren Arten wie Stockente oder Reiherente in Relation zu deren Vorkommen nur wenig Bruterfolg zu verzeichnen – geschweige denn bei Tafel- oder Krickente. Um Mehrfachzählungen zu vermeiden, sollten festgestellte erfolgreiche Bruten allerdings immer möglichst umgehend gemeldet werden, da die Familien oft sehr wanderfreudig sind.

Man darf gespannt sein auf die Anzahl der eingehenden Meldungen und ob es uns gemeinsam gelingen wird, für alle Arten einen soliden Überblick über Verbreitung, Bestände und Habitatwahl zu bekommen. Wer bereit ist, ein festes Gebiet zur Beobachtung zu übernehmen, möge sich bitte in der Geschäftsstelle melden – um eine flächendeckende Kartierung zu gewährleisten und Lücken zu vermeiden! Dort erhält jede/r auch den offiziellen Erfassungsbogen zur Löffel- und Knäkentenkartierung, der eine genaue Anleitung enthält. Kurz gesagt: zur Kontrolle auf Paare und/oder rufende Männchen bzw. zur Bestätigung derselben, sollten für diese beiden Arten zwischen Mitte/Ende April und Mitte/Ende Mai 3 Begehungen durchgeführt werden. Ab Juni kann man dann nach Junge führenden Weibchen Ausschau halten, die besonders in den frühen Morgenstunden oder der Abenddämmerung zu erfassen sind. Wer sich bei der Artbestimmung unsicher ist: einfach Belegfotos zusenden!

Wie immer sind auch ältere, noch nicht bei uns eingereichte Daten interessant. Sofern vorhanden, bitte ich darum, diese an die NABU-Geschäftsstelle zu übermitteln.

Carlo Fuchs

 

 

Landesweite Erfassung des Grauspechts
im Jahr 2005

Wie in jedem Jahr hat die Niedersächsische Ornithologische Vereinigung (NOV) in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Vogelschutzwarte Niedersachsen auch für 2005 eine landesweite Artkartierung ausgerufen. Waren es im Jahr 2004 der Wachtelkönig und die Heidelerche, so hat man sich aufgrund des für die nächsten 3 Jahre zur Erarbeitung ausgerufenen Jahrhundert-Projekts ADEBAR, dem Atlas DEeutscher BrutvogelARten, für 2005 auf nur eine Art beschränkt – den Grauspecht. Diese Art erreicht in Deutschland die Nordgrenze ihrer Verbreitung in Mitteleuropa und zwar in Niedersachsen bis südlich des Mittellandkanals. Vorkommen des Grauspechts auch in unserer Region sind also anzunehmen.

Für den NABU Braunschweig habe ich der NOV die Bearbeitung der 4 Meßtischblätter des Großraums Braunschweig zugesagt, also rund 500 qkm. Wer sich hieran beteiligen kann, ist gebeten, sich bei mir in der Geschäftsstelle zu melden. Natürlich bin ich auch für alle umgehend mitgeteilten Feststellungen dankbar (bitte unbedingt mit Angabe der Uhrzeit). Sollte innerhalb des riesigen Untersuchungsgebietes bei den Kartierungsarbeiten Reviere nicht gefunden werden, ermöglichen solche Informationen eine gezielte Nachsuche.

Der Grauspecht hat im übrigen eine sehr markante und – im Gegensatz zum Grünspecht – zum Ende hin abfallende Rufreihe. Hier zum Vergleich Klangmuster dieser beiden Arten: Grauspecht , Grünspecht. Natürlich halten wir in unserer Geschäftsstelle auch Vogelstimmen-CDs oder CD-Sammlungen in verschiedenen Ausstattungen bereit.
Carlo Fuchs

Grauspecht-Männchen (Foto: H.-W. Senge)

 

Masseneinflug von Seidenschwänzen im Winter 2004/2005
NABU ruft zu Meldungen auf Stärkste Invasion seit Jahrzehnten

Wer im Winterhalbjahr verwundert nach oben schaut, weil er einen klingelnden, feinen Vogelruf vernimmt, den selbst der versierte Vogelfreund selten zu hören bekommt, wird ungewohnte Gefiederte erblicken: Seidenschwänze, aus dem hohen Norden Skandinaviens und Russlands stammend, haben den langen Weg zu uns gefunden, um dem diesjährigen Nahrungsmangel in ihrem eigentlichen Verbreitungsgebiet zu entfliehen. Die starengroßen Singvögel mit dem rötlichbeigefarbenem Gefieder - ihr wissenschaftlicher, lateinischer Name lautet Bombycilla garrulus - sind aufgrund ihrer auffälligen Kopfhaube und den markant trillernden Rufen nicht gerade unauffällig. Ihre knallbunten Flügelzeichnungen sind zwar wegen der unsteten Art der Tiere oft kaum zu sehen, aber wiederum gerade durch ihr ruheloses Verhalten machen die in Trupps umherstreifenden Vögel oft auf sich aufmerksam. Auf ihrer Suche nach Nahrung fressen sie überwiegend Beeren oder Knospen in Straßenbäumen, Sträuchern und Hecken. Gerastet wird dagegen gern auf höheren Bäumen, oft in der Nähe ihrer Nahrungsstellen.

Ab November 2004 fand in Norddeutschland und zunehmend auch im Raum Braunschweig ein starker Einflug dieser seltenen Wintergäste statt, der bisher noch nie da gewesene Ausmaße annahm. Nachdem Mitte November unter Ornithologen bereits zahlreiche Meldungen über z. T. größere Trupps von Seidenschwänzen im Norden Deutschlands sowie über schon mehr als 15.000 im südschwedischen Falsterbo durchgezogene Seidenschwänze zu erfahren waren, hatte der Leiter der Datensammlung des NABU, Carlo Fuchs, bereits Mitte November in einem NABU-internen Aufruf alle ornithologischen Beobachter auf eine sich möglicherweise abzeichnende Seidenschwanzinvasion hingewiesen und zu gezielter Aufmerksamkeit aufgerufen. Nach der ersten Meldung von 10 Vögel in Querum am 13.11. durch Philipp Lehmann konnte Vera Jortzick dann ab dem 22.11. regelmäßig Seidenschwänze im Kanzlerfeld feststellen. Seit Anfang Dezember wurden dann auch in verschiedenen anderen Stadtteilen Braunschweigs sowie aus dem Umland Truppgrößen zwischen 3-5, 30 oder auch 60 Vögeln festgestellt.

Der bis dato größte Trupp mit über 400 Vögeln wurde von Carlo Fuchs erstmals am 17.12. im östlichen Ringgebiet festgestellte, wo sich die Vögel zur Nahrungsaufnahme in Schwedischen Mehlbeeren aufhielten. Diese wie auch artverwandte Baumarten sind dort in besonders vielen Straßenzügen als Straßenbäume gepflanzt, zwischen denen die Vögel ständig hin und her flogen und mittels der roten Beeren Energie tankten. Nachdem zwischenzeitlich Eckart Klatt mit Familie dort in einer 2-stündigen Zählaktion 670 Individuen zählen konnte, wurden von Jörg Hummel am 21.12. dort sogar mindestens 800 umherfliegende Tiere beobachtet. Am Nachmittag desselben Tages konnten von Herrn Prof. Dr. Melchert dort dann nur noch 450 Exemplare ausgezählt werden, von denen die meisten in höheren Bäumen ruhten. Danach hatte sich diese außergewöhnlich große Ansammlungen dort jedoch offensichtlich aufgelöst und statt dessen waren dann eher Truppgrößen von 15 - 60 im Ausnahmefall von bis zu 180 Tieren unterwegs.

Um zwischenzeitlich einen möglichst genauen Überblick über das Gesamtvorkommen der Invasionsvögel zu bekommen, wurde am Freitag dem 31.12.2004 in der Zeit von 11.00 - 11.30 Uhr von insgesamt 31 Ornithologen des NABU eine beinahe flächendeckende Synchron-Zählung durchgeführt, bei der rund 430 - 460 Seidenschwänze registriert wurden! Bei 200 Tieren, die gegen 13.00 Uhr beobachtet wurden, ist nicht zu klären, ob es sich um zusätzliche Exemplare oder um bereits an anderer Stelle registrierte und nun umherziehende Vögel handelte, da die Art ein sehr unstetes Verhalten zeigt.

Nach dem Auftreten ausschließlich sehr kleiner Trupps im Januar mit zudem kaum noch Meldungen aus der 2. Januarhälfte 2005 für den Raum Braunschweig gingen von Februar bis Mitte März wieder vermehrt Meldungen über Seidenschwänze in unserer Geschäftsstelle ein. Hierbei wurden neben sehr kleinen Schwärmen jetzt auch wieder Ansammlungen von bis zu 250 Tieren festgestellt. Möglicherweise besteht hier ein Zusammenhang mit den im Süden unserer Republik bereits rund 1-2 Wochen eher und wesentlich härter eingetretenen winterlichen Verhältnissen, vielerorts mit einer dauerhaften Schneelage von 0,5 Metern und höher. Da es Mitte(/Ende) Februar für einen regulären Heimzug jahreszeitlich eigentlich noch zu früh war, wäre dies eine mögliche Erklärung dafür, warum die Tiere z. T. wieder in Richtung Norden gelenkt wurden.

Weiterhin alle Beobachtungen melden!
Auch für diesen Winter liegen dem NABU inzwischen wieder Meldungen aus der gesamten Region vor, so aus Braunschweig, Gifhorn, Wolfenbüttel, Sickte, Schöppenstedt und Helmstedt. Beobachtungsgänge mit besonderem Augenmerk auf Seidenschwanz-Trupps könnten sich derzeit also lohnen. Da im Augenblick offensichtlich in ganz Südost-Niedersachsen wieder Seidenschwänze anzutreffen sind, wenn auch in der eher geringen Anzahl "normaler" Wintereinflüge, bittet der NABU die Bevölkerung aktuell wieder um die Meldung aller Beobachtungen dieser seltenen Wintergäste.

„Wichtig ist, dass wir genaue Angaben über Anzahl der Tiere, Datum und Uhrzeit, genaue Ortsangabe und deren Aktivität (Nahrungsaufnahme, rastend, umherfliegend oder ziehend) bekommen. Bitte notieren Sie auch, an welcher Pflanzenart die Tiere fressen und in welche Richtung die Vögel über- oder abflogen sind. Durch die Uhrzeit- und Flugrichtungsangaben sollen Doppelzählungen dieser sehr mobilen Art vermieden werden. Zudem bilden diese Vögel auch Schlafgemeinschaften, in denen man sie am besten zählen kann. Mitteilungen von solchen Schlafplätzen sind von außerordentlichem Interesse für uns.“

Bitte schicken Sie ihre Beobachtungen per E-Mail an NABU.Braunschweig@t-online.de (Angabe von Name und Adresse nicht vergessen) oder rufen Sie in der NABU Bezirksgeschäftsstelle in Braunschweig an (Tel.: 0531-798649). Hierfür bereits im voraus vielen Dank für Ihre Unterstützung. 


© Fotos: Carlo Fuchs

Beerentragende Gehölze helfen vielen Vogelarten über den Winter !

Die nordeuropäischen Nahrungsgäste versuchen notgedrungen, im "mitteleuropäischen Ausweichquartier" den Winter zu überdauern, um im März/April wieder gestärkt in ihre Brutgebiete zurückzuwandern. Auf der Suche nach Beeren tragenden Bäumen und Sträuchern nutzen die hungrigen Wintergäste neben den roten Beeren von Eberesche, Schwedischer Mehlbeere oder Rot- und Weißdorn hier ebenso wie die heimischen "Weichfresser" insbesondere auch Sträucher wie beispielsweise Sanddorn, Hagebutte, Schneeball oder vor allem auch Liguster. So bieten auch Haus- und Kleingärten für die Seidenschwänze Nahrung. Wer seinen Garten derart naturnah bepflanzt hat, um dadurch unseren nicht ziehenden Standvögeln beim Überwintern zu helfen, hat derzeit gute Chancen, auch die eigenwillig gefiederten Invasionsgäste dort zu entdecken. Wegen seines Reichtums an Energie spendendem Zucker nutzen diese ebenso wie unsere heimischen Arten natürlich auch hängen gelassenes Obst und auch Fallobst als Nahrungsquelle. Im Frühjahr sind dann im speziellen die Knospen der austreibenden Weidenkätzchen ein besonderer Leckerbissen.

Übrigens: im Shop-Bereich unserer Geschäftsstelle findet man auch eine große Auswahl phantastisch gearbeitete Anstecker (Vogel-Pins u.a.), darunter auch den Seidenschwanz!!!

 

MILVUS

Der NABU gibt eine Jahresschrift mit hauptsächlich ornithologischen Beiträgen heraus. Der MILVUS - Braunschweiger Beiträge zu Faunistik und Naturschutz erscheint jährlich, normalerweise im Dezember

 

Links :
Rote Liste der Brutvögel Deutschlands , 4. gesamtdeutsche Fassung, Sept. 2008
Global Register of Migratory Species Weltweites Register wandernder Vogelarten mit Informationen über Brut-, Überwinterungs-/ Übersommerungs- und Standgebiet. Alle Namen in Deutsch, Latein, Englisch, Französisch und Spanisch.
Die Vögel des Jahres seit 1971
EURING The European Union for Bird Ringing Englischsprachige Informationen rund um die Beringung in Europa.
EURING Farbmarkierungen Hier sind alle europäische Farbmarkierungsprojekte an Vögeln aufgelistet, einschließlich Detailinformationen und Ansprechpartnern.
Bundesnaturschutzgesetz Im Jahr 2009 novelliertes Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege
EU Vogelschutzrichtlinie vom 02. April 1979 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (kodifizierte Fassung v. 30.01.2009, deutsch)
EU Vogelschutzrichtlinie und ihre Umsetzung in Deutschland Informationen des BMU zur EU-Vogelschutz-RL einschließlich statistischer Angaben für Deutschland
FFH-Richtlinie EU-Richtlinie zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (Flora-Fauna-Habitat)
Bonner Konvention Internationales Übereinkommen vom 23. Juni 1979 zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten
Berner Konvention Internationales Übereinkommen vom 19. September 1979 über die Erhaltung der wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume
Ramsar Konvention Internationales Übereinkommen zum Schutz von Feuchtgebiete internationaler Bedeutung >> Ramsar Sekretariat , englischsprachig.
AEWA Afrikanisch-Eurasisches Wasservogelabkommen >>AEWA-Sekretariat , englischsprachig
Rote Liste der Brutvögel Schleswig-Holsteins , 5. Fassung, Oktober 2010

 

 

06.04.2008
Resolution "Biodiversität im Wald" der ProjGrp. Spechte der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft (DO-G)

Die Deutsche Ornithologen-Gesellschaft wurde 1850 gegründet und ist damit eine der ältesten wissenschaftlichen Gesellschaften der Welt. Sie befasst sich mit der Förderung der Vogelkunde nach allen Richtungen. Anlässlich ihrer Jahrestagung vom 04.-06. April 2008 im Nationalpark Harz hat die Projektgruppe Spechte der DO-G die folgende Resolution verabschiedet:

Resolution "Biodiversität im Wald"

Der in öffentlicher Hand befindliche Wald ist Bürgerwald. Er hat allen Waldfunktionen gleichermaßen zu dienen. Durch die Vorherrschaft wirtschaftlicher Interessen ist gegenwärtig die Holznutzung stark in den Vordergrund getreten. Es fehlen alte, starke und tote Bäume. Sie sind die entscheidenden Elemente in den Lebensgemeinschaften des Waldes. Nutzungsfreie Rotbuchenwälder umfassen nur 0,1% der Fläche der Bundesrepublik (2,4% der Buchenwaldfläche), obwohl Deutschland aufgrund der natürlichen Arealverbreitung eine weltweite Verantwortung für die Rotbuche besitzt.

Das Verschlechterungsverbot in NATURA 2000-Gebieten wird bundesweit missachtet. Selbst Wälder in Schutzgebieten (NSG, Nationalparke) verlieren durch forstliche Maßnahmen wertvolle Strukturmerkmale. Die Bewirtschaftung wird häufig ohne Rücksicht auf Fauna und Flora auch innerhalb der Brutzeiten durchgeführt. Wenn der Einschlag an strukturreichem Alt- und Totholz weiter fortschreitet, drohen als Folge gravierende Verluste der Biodiversität bei allen Organismengruppen des Waldes. Die von der Bundesrepublik eingegangenen Verpflichtungen zur Bewahrung der Biodiversität werden somit nicht eingehalten.

Die Mitglieder der Projektgruppe Spechte der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft verfolgen diese Situation mit großer Besorgnis. Sie akzeptieren die Notwendigkeit einer Holzproduktion, wenn sie nachhaltig und ökologisch ausgerichtet ist. Gesamtwirtschaftlich ist es aber wichtiger, "grüne" statt "schwarze" Zahlen zu schreiben. Sie fordern deshalb den Erhalt aller Lebensgemeinschaften des Waldes durch:

  1. Erhöhung des Anteils nutzungsfreier Waldflächen ohne jegliche menschliche Eingriffe auf 5 % der in öffentlicher Hand befindlichen Waldfläche, um die natürliche Walddynamik einschließlich Baumarten- und Strukturvielfalt (Totholz, Altbäume, Höhlenbäume etc.) zu fördern. Der Schwerpunkt muss in über 130-jährigen, von Buchen dominierten Wäldern liegen. Nur so lässt sich zukünftig eine der natürlichen Altersstruktur entsprechende Verteilung der Rotbuche in Deutschland erreichen, die auch mehr als 160-jährige Bestände repräsentativ einschließt.
  2. Umgehende Festschreibung der verbindlichen Natura 2000-Ziele in allen Forsteinrichtungsunterlagen und strikte Beachtung des Verschlechterungsverbots. Dabei müssen Großhöhlen- und Habitatbäume nicht nur stichprobenartig erfasst, sondern konkret ausgewiesen und im Gelände markiert werden.
  3. Integration des Waldnaturschutzes in die Waldbewirtschaftung durch Förderung bzw. Erhaltung der natürlichen Baumartenvielfalt, Erhöhung des Holzvorrats auf 500-600 m³ je Hektar. Darin müssen ein 5 bis 10 %-iger Anteil an stehender Totholzmasse und 5 bis 10 Habitatbäume enthalten sein.
  4. Gesetzliche Verankerung und konsequente Umsetzung von Horstschutzzonen für Großvögel sowie Schutz von Höhlenbäumen samt ihrer Umgebung.
  5. Beachtung ökologischer Mindeststandards bei forstlichen, jagdlichen und anderen Nutzungen, insbesondere Rücksichtnahme auf Fortpflanzungszeiten geschützter Tierarten und Einsatz von wald- und bodenschonenden Bearbeitungstechniken.

Ansprechpartner: Privatdozent Dr. Peter Pechacek, eMail: pechacek@t-online.de .

 

10.01.2006
NABU begrüßt Urteil des Europäischen Gerichtshofes gegen Deutschland
Artenschutz-Urteil gegen Deutschland – Europäischer Gerichtshof bemängelt Umsetzung des Naturschutzrechts

(Berlin) Der NABU hat das heutige Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) in Luxemburg begrüßt. Der Gerichtshof wirft der Bundesrepublik Deutschland in der Rechtssache C-98/03 vor, zentrale Bestimmungen der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) von 1992 nicht ordnungsgemäß in deutsches Recht übernommen zu haben.

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind dazu verpflichtet, die von ihnen verabschiedeten Richtlinien innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht zu übernehmen. Deutschland war bereits 1997 und 2001 wegen der schleppenden FFH-Umsetzung in deutsches Recht verurteilt worden; erst 1998 hatte die damalige Bundesregierung auf Druck aus Brüssel und Luxemburg die Inhalte der Richtlinie in das Bundesnaturschutzgesetz übernommen.

NABU-Präsident Olaf Tschimpke forderte die neue Bundesregierung daher auf, die vom EuGH bemängelten Defizite im deutschen Recht endlich zu beheben. Dazu müssten nach Auffassung des Gerichtshofes vor allem der Schutz von ausgewiesenen „Natura 2000“-Gebieten sowie der Schutz europaweit gefährdeter Arten wie der Fledermäuse oder der Wildkatze wesentlich verbessert werden.

„Bundesregierung und alle Landesregierungen betonen stets, das EU-Recht ‚1 zu 1’ umsetzen zu wollen – diesen Worten müssen jetzt auch Taten folgen“, so der NABU-Präsident. In Hinblick auf die geplante Föderalismusreform mahnte der NABU an, EU-Recht auch im Naturschutz weiter einheitlich auf Bundesebene zu regeln. „Wenn sich die Europäische Kommission und der Europäische Gerichtshof künftig mit 16 unterschiedlichen Landesregelungen auseinandersetzen müssen, trägt dies nicht gerade zu Bürokratieabbau und Verwaltungsvereinfachung bei“, so Tschimpke.

Urteil des EuGH v. 10.01.2006

 

11.09.2001
Naturschutzverbände begrüßen Urteil des Europäischen Gerichtshofes gegen Deutschland
Umsetzung der FFH-Richtlinie immer noch völlig unzureichend

(Bonn) Der NABU hat das heutige Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) in Luxemburg gegen Deutschland begrüßt. In dem sogenannten "horizontalen Verfahren wurden Deutschland, aber auch Frankreich und Irland verurteilt, weil die drei Mitgliedstaaten immer noch zu wenige Schutzgebiete gemäß Fauna-Flora-Habitat- (FFH-) Richtlinie vorgeschlagen haben - Irland 14,1 Prozent seiner Landesfläche, Frankreich nur 5,7 und Deutschland nur 6,2 Prozent. Dazu NABU-Präsident Jochen Flasbarth: "Das Urteil des EuGH bestätigt die Naturschutzverbände in ihrer seit langem geforderten Meldung aller fachlich geeigneten Gebiete. Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung endlich ihre Hausaufgaben macht und eine dritte Tranche von FFH-Gebieten auf den Weg bringt!"

Die FFH-Richtlinie der EU trat 1992 auf einstimmigen Beschluss der Mitgliedstaaten der Europäischen Union in Kraft. Darin haben die Mitgliedstaaten der EU sich verpflichtet, bis zum Jahr 1995 nach klar definierten wissenschaftlichen Kriterien Schutzgebiete für "Natura 2000" vorzuschlagen. Zu diesem Netz sollen auch die Schutzgebiete nach der bereits 1979 in Kraft getretenen EG-Vogelschutzrichtlinie gehören. Nach Analysen von NABU und BUND hat Deutschland aber bisher höchstens zwei Drittel der fachlich infrage kommenden Gebiete nach Brüssel gemeldet. Die Europäische Kommission hatte bereits im Februar 1999 Klage gegen Deutschland beim EuGH eingereicht. Die Naturschutzverbände fordern jetzt, dass endlich alle fachlich geeigneten Gebiete ohne Wenn und Aber gemeldet werden. "Die Verbände haben eine gewaltige Arbeit geleistet und fachlich kompetente Vorschläge erarbeitet, die Deutschland jetzt endlich offiziell bestätigen sollte!", so die gemeinsame Stellungnahme der Naturschutzverbände. Andernfalls würden die Verbände eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission einreichen und dann drohe in Kürze ein zweites Verfahren sowie rückwirkend saftige Strafzahlungen von bis zu 1,5 Mio. DM täglich.

Bereits im Frühjahr 2000 hatte die EU-Kommission die Mitgliedstaaten darauf hingewiesen, dass Fördergelder der EU für Infrastrukturprojekte und Landwirtschaft nur ausgezahlt werden können, wenn die Vereinbarkeit dieser Projekte mit den Schutzgebieten überprüft werden kann. Da die Bundesrepublik trotz vorgegebenem Zeitplan mit der Meldung von Gebieten für das kohärente EU-Netz "NATURA 2000" bisher nur unzureichend vorangekommen ist, wurde die Auszahlung der Mittel in den Fonds EFRE (Europäischer Fond für regionale Entwicklung), EAGFL (Europäischer Ausgleichs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft) und des ESF (Europäischer Sozialfonds) gesperrt. Die Bundesrepublik bzw. die Länder erhielten eine "Schonfrist" bis zum 31. März 2001, um die nach fachlichen Kriterien erforderlichen Gebiete nachzumelden.

Das Urteil des EuGH v. 11.09.2001

 

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