Bezirksgruppe Braunschweig e. V.


Arbeitsgruppe "Biotopschutz"

Die Bezirksgruppe Braunschweig des NABU hat für ökologisch wertvolle Gebiete die Pflege übernommen. Das sind Gebiete unterschiedlichster Art in der Braunschweiger Region, wie Wald, Brachen, Feuchtgebiete, Streuobstwiesen oder ein Steinbruch. Diese Liegenschaften sind im eigenen Besitz, sind gepachtet oder werden über einen Betreuungsvertrag gepflegt.

Die Pflege erstreckt sich u.a. auf folgende Arbeiten:

– Bäume pflanzen
– Sträucher pflanzen
– Bäume schneiden
– Bäume fällen
– Zäune instand setzen
– Wiesen mähen und von Gebüschaufwuchs befreien
– Reisig aufstapeln
– Nistkästen kontrollieren
– eventuell Gewässer säubern

Wer möchte, kann ein Gebiet zur ständigen Betreuung übernehmen und kleinere Pflegearbeiten selbst durchführen.
Arbeiten größeren Umfangs werden in gemeinsamen Einsätzen durchgeführt und nach Absprache mit den Flächenbetreuern ggf. kurzfristig anberaumt.
Dauer der Einsätze jeweils meist 4 – 5 Stunden.
Freiwillige Helfer sind immer willkommen!

 

Leitung der Arbeitsgruppe:
Dipl.-Biol. Jonas Ebers
eMail NABU.Braunschweig@t-online.de ,
Tel.
NABU Geschäftsstelle: 0531-79 86 49.

Wer sich gern an unseren Biotopschutz-Einsätzen beteiligen möchte, meldet sich bitte in unserer Geschäftsstelle.
Alle potentiell Interessierten können so von uns – bevorzugt per eMail – über alle geplanten oder ggf. auch außerplanmäßigen Termine (oder deren Verlegung) informiert werden.

 

Biotopschutz-Einsätze 2017

 

21. Januar – Samstag
Biotopschutz-Einsatz auf unserer Betreuungsfläche "Scharnickel"
Der erste Einsatz in diesem Jahr führt auf das schöne Flurstück "Scharnickel". Das Gelände mit Wiesen- und Waldteil, Bachlauf und kleinem Teich liegt zwischen Hordorf und Cremlingen. Anfallende Arbeiten sind das Schneiden der Kopfweiden, Zitterpappeln fällen, Strauchaufwuchs eindämmen und das Schnittgut aufsammeln. Dies erleichtert dem Landwirt die Mahd und somit die Pflege der Orchideenwiese.
Mit diesem und dem nächsten Einsatz am 04.02. wollen wir alle notwendigen Arbeiten, u. a. mit der Motorsäge, rechtzeitig vor dem Beginn der Brut- und Setzzeit durchführen. Deshalb wären viele helfende Hände zum Zusammentragen des Schnittguts höchst willkommen!

Für Arbeitskleidung und geeignetes Schuhwerk sorgt bitte jede/r selbst. Werkzeug wird gestellt.

Wie immer gibt es heiße Getränke und selbstgebackenen Kuchen zur Stärkung!

Foto: Kopfweiden auf unserer Betreuungsfläche `Scharnickel´
© Heike Billerbeck (NABU)

Wer sich an der Pflegemaßnahme beteiligen möchte, meldet sich bitte bis Freitag (20.01.) 20 Uhr möglichst per eMail in unserer Geschäftsstelle (NABU.Braunschweig@t-online.de). Alle Angemeldeten werden über den genauen Anfahrtsweg informiert.

Arbeitsbeginn11.00 Uhr. Dauer: ca. 2 - 2 ½ Stunden.
Leitung: Dipl.-Biol. Jonas Ebers und Heike Billerbeck.

>> Info: Wer an diesem Tag keine Zeit hat, sich aber eventuell an weiteren Biotopschutz-Einsätzen beteiligen würde, meldet sich bitte ebenfalls möglichst per eMail in unserer Geschäftsstelle. Alle potentiell Interessierten werden dann von uns über weitere Termine informiert.

 

04. Februar – Samstag
2. Biotopschutz-Einsatz in 2017 auf unserer Betreuungsfläche "Scharnickel"

Der zweite Einsatz in diesem Jahr führt nocheinmal auf unsere Hordorf und Cremlingen befindliche Biotopschutzfläche "Scharnickel". Wir setzen das Schneiden der Kopfweiden und des Strauchaufwuchses fort und räumen das Schnittgut von der Fläche.
Diese Arbeiten müssen rechtzeitig vor dem Beginn der Brut- und Setzzeit durchgeführt werden, weshalb wir hier möglichst viele helfende Hände vor Ort brauchen!
Für Arbeitskleidung und geeignetes Schuhwerk sorgt bitte jede/r selbst. Werkzeug wird gestellt.
Wie immer gibt es heiße Getränke und selbstgebackenen Kuchen zur Stärkung!

Wer sich an der Pflegemaßnahme beteiligen möchte, meldet sich bitte bis Freitag (03.02.) 18 Uhr möglichst per eMail in unserer Geschäftsstelle (NABU.Braunschweig@t-online.de).
Alle Angemeldeten werden über den genauen Anfahrtsweg informiert.

Arbeitsbeginn11.00 Uhr. Dauer: ca. 2 - 2 ½ Stunden.
Leitung: Dipl.-Biol. Jonas Ebers und Heike Billerbeck.

>> Info: Wer an diesem Tag keine Zeit hat, sich aber eventuell an weiteren Biotopschutz-Einsätzen beteiligen würde, meldet sich bitte ebenfalls möglichst per eMail in unserer Geschäftsstelle. Alle potentiell Interessierten werden dann von uns über weitere Termine informiert.

Foto: „Kopfweiden auf unserer Betreuungsfläche `Scharnickel´“ © Heike Billerbeck (NABU)

 

18. März – Samstag
Biotopschutz-Einsatz auf einer unserer Betreuungsflächen
(
Orchideenwiese Warmbüttel oder Streuobstwiese "Gröpelnkuhle")

Der genaue Einsatzort wird kurzfristig festgelegt. Voraussichtliche Dauer: ca. 2 - 2 ½ Stunden.
Alle Angemeldeten werden nach der Festlegung über den Treffpunkt informiert.
Für Arbeitskleidung, festes Schuhwerk und Zeckenschutz sorgt bitte jede/r selbst. Werkzeug wird gestellt.
Wie immer gibt es heiße Getränke und selbstgebackenen Kuchen zur Stärkung!

Wer sich an der Pflegemaßnahme beteiligen möchte, meldet sich bitte bis Freitag (17.03.) 18 Uhr möglichst per eMail in unserer Geschäftsstelle.
Arbeitsbeginn: 11.00 Uhr.
Ansprechpartner vor Ort sind Dipl.-Biol. Jonas Ebers und Heike Billerbeck.

>> Info: Wer an diesem Tag keine Zeit hat, sich aber eventuell an weiteren Biotopschutz-Einsätzen beteiligen würde, meldet sich bitte ebenfalls möglichst per Mail in unserer Geschäftsstelle. Alle potentiell Interessierten werden dann von uns über weitere Termine informiert.

 

01. April – Samstag
Biotopschutz-Einsatz auf einer unserer Betreuungsflächen
Der genaue Einsatzort wird kurzfristig festgelegt. Dauer: ca. 2 - 2 ½ Stunden.
Alle Angemeldeten werden nach der Festlegung über den Treffpunkt informiert.
Für Arbeitskleidung, festes Schuhwerk sowie Sonnen- und Zeckenschutz sorgt bitte jede/r selbst.
Werkzeug wird gestellt.

Wer sich an der Pflegemaßnahme beteiligen möchte, meldet sich bitte bis Freitag (31.03.) 18 Uhr möglichst per eMail in unserer Geschäftsstelle (NABU.Braunschweig@t-online.de).
Arbeitsbeginn: 11.00 Uhr.
Ansprechpartner vor Ort sind Jonas Ebers und Heike Billerbeck.

>> Info: Wer an diesem Tag keine Zeit hat, sich aber eventuell an weiteren Biotopschutz-Einsätzen beteiligen würde, meldet sich bitte ebenfalls möglichst per Mail in unserer Geschäftsstelle. Alle potentiell Interessierten werden dann von uns über weitere Termine informiert. Sofern eine Mitfahrgelegenheit benötigt würde, ließe sich das sicher auch einrichten. Bei allen unseren Einsätzen gibt es zwischendurch eine kleine Stärkung.

 

25. April – Dienstag
Internationaler Tag des Baumes: Info-Stände, Feierabend-Spaziergang und Vorträge
Anlässlich des Internationalen „Tag des Baumes“ laden wir (NABU) in Kooperation mit dem Städt. FB „Stadtgrün und Sport“, dem BUND und weiteren Partnern des AK „Biodiversität“ zu einem Feierabend-Spaziergang für Natur- und Baum-Interessierte ein. Entlang einer festgelegten Route durch Braunschweig – ausgehend von Viewegs Garten über Windmühlenberg und Wolfenbüttler Straße – erfahren die Teilnehmenden durch unterschiedliche Vortragende diverse Details aus der interessanten Welt der (Stadt-)Bäume und über ihre Geschichte.
Desweiteren wird es im Park in der Nähe des Bahnhofs eine Baumrallye geben sowie Stände und Vorträge, z. B. zu Themen wie Forst-Monokulturen, Nadelhölzer als wertvoller Beitrag für die Stadtökologie, Lebensraum für Vögel, Baum des Jahres, Baumkataster der Stadt Braunschweig, Baum und Boden sowie Urwald.
Beginn: Die Stände starten um 15 Uhr, Spaziergang bzw. Vorträge ab 17 Uhr. Den Abschluss bildet gegen 19 Uhr im Viewegs Garten die Pflanzung einer Fichte, „Baum des Jahres 2017“.

 

20. Mai – Samstag
Biotopschutz-Einsatz auf unserer Streuobstwiese "Gröpelnkuhle" bei Hordorf
Nachdem wir am Anfang der Vegetationsperiode voraussichtlich bereits einmal auf unserer Streuobstwiese "Gröpelnkuhle" bei Hordorf waren, um die Hecken zurückzuschneiden und das Schnittgut der vergangenen Einsätze umzulagern, wollen wir uns diesmal auf das Ausstechen des auf der Fläche wachsenden Jakobs-Kreuzkrauts konzentrieren.
Die Wiese, auf der die Obstbäume stehen, soll möglichst kurzrasig sein, um sie für eine Reihe von Tierarten nutzbar zu halten und sie zudem natürlich auch vor Verbuschung zu bewahren. Dazu lassen wir die Fläche mit Schafen beweiden. Da bei Weidetieren die Giftstoffe von gefressenem Jakobs-Kreuzkraut zu schweren Leberschäden führen können und wir natürlich kein Herbizid einsetzen wollen, müssen diese Pflanzen alle von Hand mit Spaten gezielt ausgestochen werden – und das unbedingt vollständig, da sie sich ansonsten nach einer Verletzung sogar schneller vermehren. 
Einsatzdauer: ca. 2 ½ - 3 Stunden.
Werkzeug wird gestellt. Für Arbeitskleidung, festes Schuhwerk sowie Sonnen- und Zeckenschutz sorgt jede/r selbst. Wie bei allen unseren Einsätzen gibt es zwischendurch eine kleine Stärkung.

Wer sich an der Pflegemaßnahme beteiligen möchte, meldet sich bitte bis Mittwoch (17.05.) 18 Uhr möglichst per eMail in unserer Geschäftsstelle (NABU.Braunschweig@t-online.de).
Arbeitsbeginn: 11.00 Uhr.
Ansprechpartner vor Ort sind Jonas Ebers und Heike Billerbeck.

Foto: Jakobskreuzkraut, gejätet im Korb© Heike Billerbeck (NABU)

>> Info: Wer an diesem Tag keine Zeit hat, sich aber eventuell an weiteren Biotopschutz-Einsätzen beteiligen würde, meldet sich bitte ebenfalls möglichst per Mail in unserer Geschäftsstelle. Alle potentiell Interessierten werden dann von uns über weitere Termine informiert. Sofern eine Mitfahrgelegenheit benötigt würde, ließe sich das sicher auch einrichten.

 

10. Juni – Samstag (eventueller Ersatztermin bei starkem Regen: 17. Juni)
1. Biotopschutz-Einsatz in 2017 auf unserer Pachtfläche „Diestelheide“
Auf der „Diestelheide“, einer unserer Pachtflächen, die in direkter Nähe zu der von uns ebenfalls gepachteten „Sandbeekswiese“ liegt, wollen wir als Pflegeaktion das Landreitgras (Calamarostis epigeios) und weiteren Aufwuchs zurückschneiden sowie das Mähgut zusammentragen. Durch die Pflege sollen gezielt insbesondere Pflanzen wie z. B. der seltene Englische Ginster (Genista anglica) gefördert werden, auch durch gezieltes Jäten benachbarter Pflanzen.
Dauer: 2 - 3 Stunden. Wie bei allen unseren Einsätzen gibt es zwischendurch eine kleine Stärkung.
Werkzeug wird gestellt. Für Arbeitskleidung, festes Schuhwerk sowie Sonnen- und Zeckenschutz sorgt jede/r selbst.

Wer sich an der Pflegemaßnahme beteiligen möchte, meldet sich bitte bis Mittwoch (07.06.) 18 Uhr möglichst per eMail in unserer Geschäftsstelle (NABU.Braunschweig@t-online.de).

Treffen11.00 Uhr, Wegeeinfahrt zur „Diestelheide“ in der scharfen Kurve der Hordorfer Straße an der Sandbach-Brücke.
Ansprechpartner vor Ort sind Dipl.-Biol. Jonas Ebers und Heike Billerbeck.

>> Info: Wer an diesem Tag keine Zeit hat, sich aber eventuell an weiteren Biotopschutz-Einsätzen beteiligen würde, meldet sich bitte ebenfalls möglichst per Mail in unserer Geschäftsstelle. Alle potentiell Interessierten werden dann von uns über weitere Termine informiert.

 

17. Juni – Samstag
Arbeitseinsatz in unserem Garten in Wendhausen
Treffen09.30 Uhr im Garten in Wendhausen, Breslauer Straße 6. Ende gegen 12:00 Uhr.
Anfahrt m. ÖPNV: Buslinie 230, so ab Rathaus um 8:50 Uhr bis Haltestelle „Waldhaus“, Wendhausen.
Ansprechpartner (auch wegen einer Mitfahrgelegenheit): Rudolf Jackmann (Tel.: 0170-475 3736).

 

08. Juli – Samstag
Arbeitseinsatz in unserem Garten in Wendhausen
Treffen10.00 Uhr im Garten in Wendhausen, Breslauer Straße 6.
Anfahrt m. ÖPNV: Buslinie 230, so ab Rathaus um 8:50 Uhr bis Haltestelle „Waldhaus“, Wendhausen.

Da für die Helfer/-innen der Arbeitseinsätze ab 12:00 Uhr ein Grillen stattfindet (bis ca. 14 Uhr),
bitte zwecks Planung (Einkauf) bis Freitagmittag bei Rudolf Jackmann anmelden (Tel.: 0170-475 3736)
– ebenso, wenn eine Mitfahrgelegenheit benötigt wird.

 

22. Juli – Samstag
Sommerfest unserer Arbeitsgruppe „Biotopschutz“ im NABU-Garten in Wendhausen
Als kleines Dankeschön für alle Helfer/-innen während unserer Biotopschutz-Einsätze wollen wir uns zu einem gemeinsamen Sommerfest im NABU-Garten in Wendhausen treffen. Getränke, Grillgut und anderes wird vorher seitens des NABU eingekauft; bzgl. eventuell mitgebrachter Salate o. ä. wäre eine vorherige Absprache sinnvoll. Zwecks Planung und Einkauf kontaktieren Teilnehmer/-innen deshalb bitte bis Mittwoch (12.07.) 18 Uhr per eMail oder Telefon unsere Geschäftsstelle (und werden später seitens der Arbeitsgruppenleitung zurückgerufen).

Treffen16.00 Uhr in unserem NABU-Garten in Wendhausen, Breslauer Straße 6.
Anfahrt m. ÖPNV: Buslinie 230 ab Rathaus bis Haltestelle Wendhausen beim „Waldhaus“.

(Bei starkem Regen würde das Sommerfest kurzfristig auf den 29. Juli verschoben werden)

 

August / September – Freitag / Samstag
2 Biotopschutz-Einsätze des NABU auf der Pachtfläche „Sandbeekswiese“
Auf der „Sandbeekswiese“ wollen wir, in zwei gemeinsamen Aktionen mit Aktiven des BUND, als vorbereitende Maßnahme zu der später stattfindenden Mahd in den Randbereichen unserer jeweiligen Pachtflächen Gehölzaufwuchs entfernen sowie zusammentragen und -harken. Auch nach der Mahd bleibt viel zu tun, da wir nachharken müssen, um den Stoffeintrag in die Fläche zu minimieren. Durch die Pflege sollen gezielt die für den Naturschutz besonders bedeutsamen Rote-Liste-Arten gefördert werden. Einsatzdauer: jeweils ca. 2 ½ - 3 Stunden.

Werkzeug wird gestellt. Für Arbeitskleidung, festes Schuhwerk sowie Sonnen- und Zeckenschutz sorgt bitte jede/r selbst.
Wie bei allen unseren Einsätzen gibt es zwischendurch eine kleine Stärkung.

Wer sich an einer Pflegemaßnahme beteiligen möchte, meldet sich bitte bis Mittwoch (09.08.) 18 Uhr möglichst per eMail in unserer Geschäftsstelle (NABU.Braunschweig@t-online.de)
Die konkreten Termine können von uns erst jeweils ca. eine Woche vorher festlegt werden. Alle Interessierten bekommen diese dann umgehend mitgeteilt.

Treffpunkt ist freitags um 14:30 Uhr bzw. samstags um 11:00 Uhr die Wegeeinfahrt an der Sandbeekswiese.
Ansprechpartner für den NABU sind Dipl.-Biol. Jonas Ebers und Heike Billerbeck.

Foto Breitblättriges Knabenkraut © Carlo Fuchs (NABU)

23. September – Samstag
Zweiter Biotopschutz-Einsatz auf unserer Pachtfläche „Diestelheide“
Auf unserer Pachtfläche „Diestelheide“ – gegenüber der von uns gepachteten „Sandbeekswiese“ – wollen wir nach der Aktion im Juni die Pflegemaßnahme fortsetzen und das Landreitgras (Calamagrostis epigeios) zurückscheiden. Dauer: 2 - 3 Stunden.
Werkzeug, auch zum Handsensen, wird gestellt. Für Arbeitskleidung, festes Schuhwerk sowie Sonnen- und Zeckenschutz sorgt bitte jede/r selbst.
Wie bei allen unseren Einsätzen gibt es zwischendurch eine kleine Stärkung.
Wer sich an der Pflegemaßnahme beteiligen möchte, meldet sich bitte bis Mittwoch (20.09.) 18 Uhr möglichst per eMail in unserer Geschäftsstelle (NABU.Braunschweig@t-online.de).

Treffen11.00 Uhr, Wegeeinfahrt zur „Diestelheide“ in der scharfen Kurve der Hordorfer Straße an der Sandbach-Brücke.
Ansprechpartner vor Ort sind Dipl.-Biol. Jonas Ebers und Heike Billerbeck.

 

24. September – Sonntag
Bundestagswahl  (8 – 18 Uhr)
Wir können wählen! Mitentscheiden zu dürfen ist ein hohes Gut der Demokratie, das man nicht ungenutzt lassen sollte! Und selbst bei einem hohen Grad an Politikverdrossenheit gilt es, zu überlegen, ob man nicht zumindest der Natur seine Stimme gibt… bzw. denen, die sich glaubwürdig und auch tatsächlich für den Schutz unserer Natur und unserer Umwelt einsetzen.

 

Vorankündigungen

09. Oktober – Montag
Beginn der Ausgabe der roten Kastanienlaub-Sammelsäcke
für die NABU-Aktion
Rettet unsere Kastanien! – Laubentsorgung hilft gegen die Miniermotte
Die NABU-Geschäftsstelle fungiert als alleinige Koordinations- und Ausgabestelle für die uns für unsere Aktion von der Stadt zur Verfügung gestellten roten Kastanienlaub-Sammelsäcke, die ausschließlich in Braunschweig für die gebührenfreie Kastanienlaub-Entsorgung verwendet werden dürfen!
Alle näheren Informationen zu unserer Hilfsmaßnahme  >> siehe 11./12. November.

 

2 Termine Mitte Oktober – Samstag oder Sonntag
„Most“-Äpfel aufsammeln auf der NABU-Streuobstwiese „Gröpelnkuhle“ bei Hordorf
Der erste Einsatz im Winterhalbjahr findet auf unserer Streuobstwiese "Gröpelnkuhle" bei Hordorf statt. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Streuobst e.V. (ASt) wollen wir herrliche Äpfel von den Bäumen und auch das Fallobst ernten und am Folgetag zur Mosterei Armgart bringen. Auch für den Transport würden wir uns über Mithilfe freuen!
Dauer der Einsätze: ca. 2 ½ - 3 Stunden.
Für Arbeitskleidung, festes Schuhwerk und Zeckenschutz sorgt bitte jede/r selbst.

Wer sich an der Äpfelsammelaktion beteiligen möchte, meldet sich bitte jeweils bis Freitag telefonisch in der NABU-Geschäftsstelle (Tel. 798649) und wird dann informiert (inkl. Anfahrtweg). Bei Regenwetter wird es ggf. einen Ausweichtermin geben.

Treffen11.00 Uhr an der Gröpelnkuhle. Leitung: Jonas Ebers und Heike Billerbeck.

Foto: „Alte Apfelsorten von der Streuobstwiese© B. Schaller (NABU)

 

November – Samstag
Biotopschutz-Einsatz auf unserer Betreuungsfläche "Obstgarten Hondelager Weg"
Auf der Fläche unseres verwilderten Obstgartens am Hondelager Weg / Ecke Bevenroder Straße muss Strauchaufwuchs gekürzt und die Fläche unter den Obstbäumen für Baumpflegemaßnahmen im Frühjahr vorbereitet werden. Voraussichtliche Dauer: 2 - 2 ½ Stunden.
Werkzeug wird gestellt. Für Arbeitskleidung, festes Schuhwerk und Zeckenschutz sorgt bitte jede/r selbst. Wie bei allen unseren Einsätzen gibt es zwischendurch eine kleine Stärkung.

Wer sich an der Pflegemaßnahme beteiligen möchte, meldet sich bitte bis Freitag (27.10.) 18 Uhr möglichst per eMail in unserer Geschäftsstelle (NABU.Braunschweig@t-online.de).

Arbeitsbeginn11.00 Uhr. Ansprechpartner vor Ort: Jonas Ebers und Heike Billerbeck.

>> Info: Wer an diesem Tag keine Zeit hat, sich aber eventuell an weiteren Biotopschutz-Einsätzen beteiligen würde, meldet sich bitte ebenfalls möglichst per eMail in unserer Geschäftsstelle. Alle potentiell Interessierten werden dann von uns über weitere Termine informiert.

 

09. Oktober 11./12. November 2017
NABU-Aktion „Rettet unsere Kastanien!“
– Laubentsorgung hilft gegen die Miniermotte

Aufruf zur Beteiligung an unserer 8. stadtweiten Hilfsaktion
– 
gebührenfreie Müllsäcke sind beim NABU erhältlich !


Unseren Kastanien geht es schlecht: welkes bis trockenes, braunes Laub oder gar partieller Laubabwurf schon mitten im Sommer zeigen es unübersehbar an! Schuld ist die seit ca. 1984 in Mitteleuropa auftretende Kastanienminiermotte. Sie befällt hauptsächlich unsere weißblühenden Kastanien und stresst die Bäume zusätzlich zu Hitze, Wassermangel und Luftschadstoffen. Über die Jahre sind daher nachhaltige Auswirkungen auf deren Vitalität zu erwarten.

Bereits im 8. Jahr in Folge organisieren wir, der NABU Braunschweig, deshalb nun schon die stadtweite Aktion „Rettet unsere Kastanien!“ und führen diese in Kooperation mit der Stadt Braunschweig und dem Entsorgungsunternehmen ALBA durch.
Ziel der Hilfsmaßnahme ist es, durch das Zusammenkehren und Entsorgen des Kastanienlaubes die in den abgefallenen Blättern überwinternden Miniermottenpuppen zu beseitigen, so dass die frühjährliche 1. Generation entscheidend reduziert wird – und zwar möglichst flächendeckend!

Erfreulich ist jedoch, dass nach den bereits durchgeführten 7 Aktionsjahren die Kastanienbäume in ihrem Erscheinungsbild inzwischen fast ausnahmslos unverkennbare Anzeichen der Erholung zeigen, was eindeutig für den Erfolg der Maßnahme und deren Fortsetzung spricht!

Bei rund 2.000 Bäumen ist das eine echte Gemeinschaftsaufgabe, die optimal organisiert werden muss!
Aus diesem Grunde erfolgt die Ausgabe der ausschließlich (!) zum Aufsammeln von Kastanienlaub zur Verfügung gestellten roten Kastanienlaub-Sammelsäcke ab dem 09. Oktober allein in der NABU-Geschäftsstelle. Hier werden zur Koordination die Standorte aller auf öffentlichem wie auch auf privatem Grund stehenden Kastanienbäume registriert und freiwillige Helfer/innen zugeordnet.

Wer bereit ist, unseren Kastanien zu helfen, ist deshalb gebeten, sich beim NABU für bestimmte Bäume oder Gebiete anzumelden oder sich in Absprache (wohnortnah) einteilen zu lassen. Dies ist unbedingt erforderlich, denn die Aktion kann nur dann Erfolg zeigen, wenn das Kastanienlaub möglichst flächendeckend entsorgt wird. Nur so können unsere Kastanien auch in den nächsten Jahren die Chance bekommen, sich weiter zu erholen! Denn niemand weiß, wie lange die Bäume die vielfachen Belastungen, denen sie ausgesetzt sind, ansonsten noch werden verkraften können. Es kommt also auf die Bereitschaft der Bürger/innen an, unseren Kastanien zu helfen!

Nicht nur im Nachbarschafts-, Familien- oder Freundeskreis sondern auch für Schulklassen oder Kindergarten-Gruppen bietet sich hier übrigens eine Team-Aktion an!

Höhepunkt der Hilfsmaßnahme ist das offizielle Aktionswochenende am 11./12. November!

Die kostenlose Abholung der befüllten Kastanienlaub-Sammelsäcke durch ALBA erfolgt wieder mit der auf das Aktionswochenende folgenden, regulären Restmüll-Abfuhr – sofern die Säcke nahe den Mülltonnen an der Straße bzw. an einem Straßenbaum abgestellt werden! Im Prinzip kann somit jede/r bis zu "seinem" Müllabfuhrtermin Kastanienlaub eintüten.

Bei der Befüllung der Säcke ist jedoch unbedingt zu beachten, dass diese nur bis zu einem für die Müllwerker noch gesundheitsverträglichen und den Rücken nicht überlastenden Maße befüllt werden – noch dazu angesichts der großen Anzahl an Säcken, die alle mit Muskelkraft in die Müllwagen gehoben werden müssen!
Die Säcke sollten also bei trockenem Laub nur bis zu 2/3, bei nassem Laub lediglich bis zur Hälfte befüllt werden !

Schon deutlich vor dem Aktionstermin herunter gefallenes Kastanienlaub kann übrigens genauso über die hauseigenen Mülltonnen entsorgt werden – im Gegensatz zu sonstigem Laub, das entweder kompostiert, unter Büsche oder Hecken gefegt oder in die grüne Tonne gefüllt wird! Und.... auch wenn der Einsatz von Hightech insbesondere Männern naturgemäß besonderen Spaß macht: auf Laubsauger sollte man aus Lärm- und Naturschutzgründen möglichst verzichten – der gute alte Laubbesen tut´s nicht nur genauso sondern sogar noch in kürzerer Zeit und schont neben Ohren und Nerven (der Nachbarn) auch noch die Kleinlebewesen unter dem Laubstreu! Und die wollen wir doch auch leben lassen....
>> Flyer zur Aktion: hier klicken (Version 2017)

Erfreulich ist, dass nach den bereits durchgeführten 7 Aktionsjahren die meisten Kastanienbäume in ihrem Erscheinungsbild inzwischen unverkennbare Anzeichen der Erholung zeigen, was eindeutig für den Erfolg der Maßnahme und deren Fortsetzung spricht!

FOTO-AKTION:
Wir suchen passende FOTOS für die Öffentlichkeitsarbeit zu unserer Kastanienlaub-Aktion, also Bilder, die Teilnehmer/innen während des Einsatzes zeigen oder ein Gruppenfoto nach getaner Arbeit mit befüllten Laubsäcken, vielleicht sogar vor einem Kastanienbaum.....!
Mailen Sie uns einfach bis spätestens 30.11. Ihre 3 schönsten Bilder an NABU.Braunschweig@t-online.de .
Die von einer Jury ausgewählten 10 besten Fotos prämieren wir mit einem NABU-Fotokalender "Faszination Natur"!

 

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Unsere Mitglieder erhalten unser Veranstaltungsprogramm
jeweils umgehend nach Erscheinen in gedruckter Form zugesandt.

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Wenn Sie unsere ehenamtliche Naturschutzarbeit mit einer Spende unterstützen möchten...

Spendenkonto:
NABU BezGrp. Braunschweig ,
Postbank Hannover,
BIC
: PBNKDEFF
, IBAN: DE75 2501 0030 0081 0113 04

Spenden an den NABU sind natürlich steuerlich absetzbar. Bis 100,- Euro genügt dem Finanzamt der Kontoauszug als Spendenbeleg.

 

Sie können den NABU auch durch Ihre Mitgliedschaft unterstützen!
Der Jahresbeitrag beträgt nur 48,- Euro
, eine Familienmitgliedschaft sogar nur 55,- Euro und für Jugendliche, Erwerbslose und Rentner bieten wir im NABU einen reduziert Beitrag von nur 24,- Euro an. Neben dem ideellen Wert der Unterstützung einer guten Sachen erhalten Sie als Mitglied vierteljährlich das umfangreiche NABU-Journal des Bundesverbandes sowie halbjährlich unser umfangreiches regionales Veranstaltungsprogramm, ggf. auch von uns herausgegebene Mitteilungsbroschüren.
Alle, die unsere Naturschutzarbeit durch ihre Mitgliedschaft im NABU unterstützen, erhalten bei uns als Dankeschön 15 % Rabatt auf alle Nisthöhlen, Vogelfutter und Futterspender sowie Kalender! Darüber hinaus bekommen Sie freien Eintritt sowie z. T. Ermäßigungen in NABU-Besucherzentren.....
Gern senden wir Ihnen auch kostenlos verschiedenes Info-Material über den NABU zu.
Hier erhalten Sie zum Download (PDF) ein
Beitrittsformular .

 

 

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Verbot von Rückschnittmaßnahmen in der freien Natur
vom 01. März bis zum 30. September
(NNatG; § 37) mehr lesen

Rauchen, Grillen und Entzünden von Feuer sind in Wald, Moor und Heide
vom 01. März bis 31. Oktober wegen akuter Brandgefahr verboten (NWaldLG; § 35).

Leinenpflicht für Hunde im Wald und in der freien Natur
gilt vom 01. April bis 15. Juli, in Naturschutzgebieten ganzjährig (NWaldLG; § 33)

 

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2015

01. + 08. + 15. August 2015 – jeweils Samstag
"Garten der Wildblumen" inkl. Info-Stand im Rahmen der städt. City-Aktion "Braunschweig blüht auf"

Vom 01.-16. August findet auf verschiedenen Plätzen der Innenstadt die vom Stadtmarketing organisierte Veranstaltung "Braunschweig blüht auf" statt, an welcher wir uns im Rahmen des Arbeitskreises "Biologische Vielfalt" mit einem zusammen mit dem Städtischen Fachbereich "Stadtgrün und Sport"auf dem sog. Domplatz gestalteten "Garten der Wildblumen" beteiligen sowie mit einem Stand. Hier kann man sich Inspirationen für die Gestaltung eines naturnahen Gartens holen, angelegt mit zahlreichen heimischen Pflanzenarten von hohem ökologischem Wert, welche die Artenvielfalt erhalten und fördern können. Dies beinhaltet auch kleine "Insektenhotels" aus Baumscheiben, Lehmziegeln und hohlen Stängeln oder auch eine Trockenmauer und z. B. Lesesteinhaufen.

Unser Stadtgarten zeigt beispielhaft eine mögliche Gartengestaltung, die durch ihren Formen- und Farbenreichtum sowohl die Menschen erfreut, als auch Schmetterlingen, Wildbienen und Vögeln eine Heimstatt bietet. So haben wir Pflanzen verwendet, die man in der heimischen Natur findet, aber auch Küchenkräuter und Kulturpflanzen aus alten Bauerngärten. Hierzu zählen u.a. Kornblume, Kamille, Moschusmalve, Skabiose, Blutweiderich, Zimbelkraut und Mauerpfeffer, aber auch Thymian und Oregano. Sie kommen auch bei uns in der Region vor und bieten heimischen Insekten wesentlich bessere Bedingungen als die meisten exotischen Pflanzen. Ansprechpartner: Jonas Ebers.

Am 01. + 15. August ist unser Stand jeweils von 10 - 18 Uhr besetzt, am 08. August von 10 - 16 Uhr, wobei man hier zusätzlich (am 07.+ 08. August) erleben kann, wie der braunschweiger Bildhauer Magnus Kleine-Tebbe aus einem Sandstein-Block eine mit kleinen Tiermotiven schmuckvoll verzierte Vogeltränke meißelt. Darüber hinaus bieten wir an allen 3 Samstagen an unserem Stand Samentüten sowie umfassendes Infomaterial zum Thema "Natur rund um Haus und Garten" – ein kleiner Ausschnitt aus dem umfangreichen Sortiment unserer Geschäftsstelle.

. . © Foto „Wildblumenwiese“; Carlo Fuchs (NABU)

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Bienen brauchen Blütenvielfalt – mach mit!
Leitfaden "Kompensations- und Grünflächen zum Wohle der Honig- & Wildbienen" veröffentlicht

Einen Leitfaden zum Thema „Kompensations- und Grünflächen zum Wohle der Honig- und Wildbienen" hat jetzt das Institut für Bienenkunde Celle des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) verfasst. Herausgeber der Online-Broschüre ist das Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung. Der Hintergrund: Honig- und Wildbienen sind zum Erhalt der biologischen Vielfalt und zur Sicherung und Steigerung von Erträgen in der Landwirtschaft unverzichtbar. Bienen benötigen ganzjährig ein reichhaltiges und vielfältiges Blühangebot diese Voraussetzung ist heute in der teilweise intensiv genutzten Landschaft jedoch nicht überall gegeben.

In einem mit mehreren niedersächsischen Behörden, Institutionen und Verbänden besetzten Arbeitskreis sind unter Federführung des Institutes für Bienenkunde nun die Grundlagen erarbeitet worden, um entsprechende Lösungsansätze und Empfehlungen für die Verbesserung des Blühangebotes aufzuzeigen. Das Ziel: Zukünftig sollen noch mehr als bislang schon geschehen und wo immer möglich bei der Nutzung und Ausgestaltung von Kulturflächen in der freien Natur und im Siedlungsbereich Nahrungsangebote für Bienen geschaffen werden. Auch bei der Konzeption naturschutzbezogener Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen oder auch der Verwendung von Ersatzgeld im Sinne der Eingriffsregelung gibt der Leitfaden nützliche Hinweise auf Möglichkeiten zugunsten des Blühangebots für Honig- und Wildbienen.

„Der Leitfaden wird helfen, die Kreativität all derjenigen weiter zu entwickeln, die unsere Landschaft für die Bienen blütenreicher gestalten wollen. Die Publikation wird das Eigeninteresse der Land- und Forstwirte, der Kommunen und Behörden, der Gartenbesitzer und anderer Akteure hierin verstärken und zwar zum Nutzen der Bienen und der Natur", so Landwirtschaftsminister Gert Lindemann.

Der Leitfaden verweist auch auf die verschiedenen niedersächsischen Förderinstrumentarien, die den Akteuren Raum lassen, selbst nach Lösungen für die Ausgestaltung einer bunten Landschaft zu suchen. Minister Lindemann: „Blühangebote für die Bienen zu erhalten, zu pflegen und zu schaffen sollte für jeden Niedersachsen selbstverständlich sein, denn davon profitieren die Natur und der Mensch vielfältig."

Den Leitfaden „Bienen brauchen Blütenvielfalt - mach mit!" gibt´s auch hier als PDF (7,3 MB): Leitfaden-Download

 

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Sind neu eingewanderte Pflanzenarten ein Naturschutzproblem ?

Vom Gesinnungswandel im Umgang mit Herkulesstaude, Indischem Springkraut & Co

Für Zoologen und Botaniker ist es längst Gewissheit: Deutschland ist ein Einwanderungsland – und das seit Zeiten, als es Deutschland als solches noch gar nicht gab. Nachdem sich die Natur von der letzten Eiszeit erholt hatte und bevor die Menschen sesshaft und zu Ackerbauern und Viehzüchtern wurden, war Mitteleuropa weitgehend von Wald bedeckt. Mit dem Roden des Waldes für Weiden und Äcker entstanden neue Offenlebensräume. Diese wurden teilweise von alteingesessenen lichtliebenden Arten besiedelt, die vorher ein Nischendasein an Waldlichtungen und anderen baumfreien Flächen führten. Es wanderten aber auch zahlreiche licht- und wärmeliebende Pflanzenarten aus dem Mittelmeerraum, Kleinasien und den östlichen Steppen neu ein, vielfach zusammen mit der Einführung neuer Feldfrüchte.

Kleinere Einwanderungswellen gab es später auch durch die römische Kolonisierung und durch die Klostergärten des Mittelalters. Mit der "Entdeckung" Amerikas im Jahre 1492 setzte ein weiterer starker Zustrom neuer Arten nach Europa ein. Unter Botanikern gilt deshalb 1492 als Scheidejahr. Vorher eingebürgerte Pflanzenarten gelten als Alteinwanderer (Archäophyten), alle danach eingebürgerten als Neuankömmlinge, im Botanikerlatein Neophyten genannt. Den meisten Neuankömmlingen gelingt es nicht, dauerhaft bei uns Fuß zu fassen, immerhin 270 neophytische Arten gelten aber inzwischen als fest eingebürgert.

Die große Mehrheit der Neophyten hat sich für den Laien unauffällig in bestehende Pflanzengemeinschaften eingepasst, unter ihnen heute allgemein verbreitete Arten wie Franzosenkraut, Frühlings-Greiskraut, Strahlenlose Kamille und Persischer Ehrenpreis. Eine zweite Gruppe besiedelt des wärmeren Klimas wegen fast ausschließlich typische Stadtbiotope und ist in der freien Landschaft kaum zu beobachten; hierzu gehören Gehölze wie Sommerflieder (Buddleia), Eschenahorn und Götterbaum. Auffallend und problematisch dagegen ist eine kleine Gruppe von Hochstauden, darunter Goldrute, Staudenknöterich und Herkulesstaude. Sie können mannshohe, kaum durchdringbare Dickichte bilden und verdrängen dabei die bodenständige Pflanzenwelt oder schwächen zumindest deren Überlebenskraft.

Sprung über den Gartenzaun
Viele Neubürger wurden ursprünglich als Zierpflanzen in botanische Gärten eingeführt und von dort führte der Weg in die Hausgärten oder gleich in die freie Landschaft. Schon um 1650 war der Topinambur als Nahrungspflanze bekannt. Heute ist er vor allem an den Stromsystemen von Rhein, Weser und Elbe eingebürgert. Die aus Nordamerika stammenden licht- und wärmebedürftigen Goldrutenarten wurden im 17. Jahrhundert eingeführt, Japanischer Staudenknöterich und Sachalin-Knöterich dagegen kamen erst Anfang des letzten Jahrhunderts zu uns, sie dienten zeitweise auch als Viehfutter. Das Drüsige oder Indische Springkraut, beheimatet im westlichen Himalaya, gelangte ebenfalls um 1800 nach Mitteleuropa. Als letzte der Problemarten kam um die Jahrhundertwende die Herkulesstaude, auch Riesen-Bärenklau genannt, aus dem Kaukasus als imposante Zierpflanze in die Gärten.

Der Sprung über den Gartenzaun erfolgte entweder durch flugfähige Samen wie bei der Goldrute oder durch Ablagerungen von Gartenabfällen in der freien Landschaft, die Samen oder Bruchstücke des Wurzelstocks enthielten. Oft wurden die ausbreitungsstarken Arten auch im Garten lästig und man versuchte, sich ihrer zu entledigen. Heute werden zusätzlich Samen und Wurzelstücke durch Verlagerung von Erdmaterial bei Straßenbaumaßnahmen über weite Entfernungen verschleppt.

Eine nicht unerhebliche Rolle spielt das absichtliche Ausbringen von Samen in die freie Natur. Goldrute, Indisches Springkraut und Riesen-Bärenklau wurden und werden häufig von Imkern als Bienenweide ausgesät, wobei neben dem relativ späten Blühtermin gerade die Fähigkeit zur Massenausbreitung geschätzt wird. Ähnliches gilt für Kugeldistel, Phacelie und Robinie. Die nordamerikanische Robinie oder Scheinakazie wird außerdem im Forst als Rohbodenaufbereiter eingesetzt, da sie wie viele Schmetterlingsblütler über die Wurzeln Luftstickstoff zu binden vermag. Topinambur hingegen wird wegen seiner zuckerhaltigen und nahrhaften Knollen immer wieder von Jägern zur Wildäsung angebaut, in einigen Gegenden wird aus den Knollen Schnaps gebrannt.

Der Verdrängungswettbewerb hat begonnen
Neu ankommende Arten fassen am ehesten auf offenen Böden Fuß. Bevorzugte Ansiedlungsorte sind deshalb vom Menschen gestörte Stellen wie Industriebrachen, Bauerwartungsland und neu angelegte Straßenböschungen. Bei den unabsichtlich eingeschleppten Arten liegen die Wuchsorte oft in der Nähe von Häfen, Güterbahnhöfen oder entlang der Bahnstrecken, aber auch an Flussufern. Durch die fehlende Konkurrenz anderer Arten gelingt den Neueinwanderern Keimung und Wachstum hier weitaus besser als in bereits geschlossenen Vegetationsdecken. Entlang der Flussufer kommen begünstigend der Nährstoffreichtum des Bodens und die Transportfunktion des fließenden Wassers hinzu, mit dem Samen und Pflanzenteile flussabwärts weitergetragen werden. Bei Hochwasser gelangen sie sogar weitab in die Talräume hinein. Mit der Rodung der natürlichen gewässerbegleitenden Auwälder wurden für die Neophytenansiedlung ideale Bedingungen geschaffen.

Topinambur und Springkraut haben ihren Verbreitungsschwerpunkt in den Ufer- und Auenbereichen, während Knöterich, Goldrute und Herkulesstaude auch auf trockeneren Ruderalstellen entlang von Straßen und Bahnlinien und auf Schuttplätzen zu finden sind. Die Goldrute ist zudem äußerst stark auf Brachen aller Art verbreitet und dringt auch auf degenerierte Trocken- und Magerrasen vor. Auf landwirtschaftlichen Flächen ermöglicht gerade das Aussetzen der regelmäßigen Bewirtschaftung der Goldrute die Ausbreitung.

Natürlich ist die Ausbreitung von Pflanzenarten keine Einbahnstraße. Umgekehrt hat eine große Zahl europäischer Arten in Amerika ideale Lebensbedingungen gefunden. Einige wurden bald überall bekannt, so gilt der Breitwegerich wegen seiner Verbreitung durch die Siedler Anfang des 19. Jahrhunderts bei den Ureinwohnern als "Fußspur des weißen Mannes". Andere Arten verursachen große Probleme, wie die bei uns schon selten gewordene Wassernuss, die in den Großen Seen Nordamerikas ernsthaft die Schifffahrt behindert.

Der Konkurrenz überlegen
Mehrere Faktoren bedingen die hohe Konkurrenzkraft der Neubürger gegenüber einheimischen Arten: Neophyten werden bisher praktisch nicht von Fraßschädlingen oder Parasiten befallen, die die Bestandsentwicklung auf natürliche Weise kontrollieren. Die Goldrute hat in ihrer nordamerikanischen Heimat 290 Insektenarten als Fraßschädlinge, die wurden aber nicht mit importiert – hierzulande hat die Goldrute noch keinen einzigen Fraßschädling. Goldrute und Staudenknöterich breiten sich über Wurzelausläufer auch ungeschlechtlich aus. Am unterirdischen Wurzelstock, dem Rhizom, werden jedes Jahr neue Knospen angelegt, die im Folgejahr austreiben. Ähnlich ist es beim Topinambur, der kartoffelähnliche Sprossknollen ausbildet. Aus ein und der selben Mutterpflanze entsteht so in kürzester Zeit eine große und dichte Herde. Die sehr hohe Samenproduktion ermöglicht Springkraut und Herkulesstaude die effektive Ausbreitung. Diese Arten erreichen in kurzer Zeit Wuchshöhen von anderthalb bis vier Metern. Da sie auch sehr dicht wachsen, werden kleinere und langsamwüchsigere angestammte Arten beschattet, bis diese verkümmern oder schließlich ganz verschwinden. An Flussufern können so kilometerlange Reinbestände von Springkraut oder Staudenknöterich entstehen. Selbst Gehölze kommen hier auf natürliche Weise nicht mehr hoch. Damit gehen typische Lebensgemeinschaften aus bestimmten einheimischen Pflanzen und den speziell daran angepassten Tieren – vor allem Insekten – zugrunde.

Nur wenige Insektenarten sind so wenig spezialisiert, dass sie sich auch von neuen Arten ernähren – darunter zur Freude der Imker die Honigbiene. Was die Wildbiene aber nicht kennt, frisst sie nicht, ließe sich in Abwandlung eines Sprichwortes sagt. So sind von den 429 Wildbienenarten Baden-Württembergs bisher erst ganze vier bekannt, die Pollen der Goldrute nutzen. Zum Vergleich: Die von der Goldrute teilweise aus den Halbtrockenrasen verdrängte Skabiosen-Flockenblume ist nachgewiesen Pollenlieferant für 32 Wildbienenarten, für sieben davon sind Flockenblumen ihre einzigen Nahrungsquellen. Für die Wildbienen ein schlechter Tausch. Auch das Indische Springkraut wird lediglich von drei weit verbreiteten Hummelarten besucht. Am regen spätsommerlichen Flugverkehr an Goldrute und Springkraut sind also nur wenige Arten beteiligt. Masse statt Klasse eben.

Die Rächer der Verdrängten
In natürlichen Ökosystemen richten die vitalen Neuankömmlinge allerdings nur begrenzten Schaden an. Fast immer wird ihr Vordringen durch vorherige vom Menschen verursachte Veränderungen erst möglich oder wenigstens stark begünstigt. Die Reaktion mancher Naturfreunde auf bunt blühende Springkräuter und Goldruten lässt sich deshalb rational eigentlich nicht begründen. Gestandene Naturschützer ziehen plötzlich als wildgewordene Sensenrambos oder Rächer der Verdrängten durch die Feldmark – in den Jackentaschen immer einen Vorrat an Kupfernägeln, um sie bei passender Gelegenheit an falscher Stelle wachsenden Essigbäumen ins hölzerne Herz zu treiben.

Vielleicht macht sich hier auch die sonstige Ohnmacht des Naturschützers Luft, ist es doch einfacher, einen Flecken Springkraut niederzumähen, als eine Autobahn zu verhindern. Ganz sicher steht dahinter auch die alte Frage, wie und zu welchem Zweck Naturschutz eigentlich zu betreiben ist. Wenn denn der Istzustand oder gar ein historischer Zustand erhalten werden soll, müssen höhere Artenvielfalt garantierende Bewirtschaftungsformen wieder eingeführt oder durch Pflegemaßnahmen simuliert werden. Wäre der oben erwähnte Halbtrockenrasen weiter durch Beweidung genutzt, hätte die Goldrute gar keine Chance, die Flockenblume zu verdrängen. Das Vordringen der Goldrute ist in diesem Fall kein Neophytenproblem, sondern eines der Standortveränderung und der natürlichen Sukzession. Mit einheimischen Arten wie Landreitgras oder Wacholder könnten die Wildbienen genauso wenig anfangen.


Bekämpfungsmaßnahmen: Köpfen, ausreißen und beschatten

Die gezielte Bekämpfung ausbreitungsfreudiger Neophyten kann in bestimmten Fällen auch aus Naturschutzsicht sinnvoll sein, etwa wenn schützenswerte Lebensgemeinschaften bedroht sind oder Biotope und Landschaftsstrukturen mit ihrer typischen Tier- und Pflanzenwelt wiederhergestellt werden sollen. Nach einer Untersuchung im Auftrag des baden-württembergischen Umweltministeriums haben sich folgende Methoden bewährt:

Das Indische Springkraut ist eine einjährige Art. Es genügt also, die Samenverbreitung zu verhindern. Das Springkraut lässt sich sehr gut ausreißen, auch die Mahd während der Blüte ist sehr wirkungsvoll. Da es an den Sprossknoten leicht zur Wiederbewurzlung kommt, müssen ausgerissene Pflanzen und das Schnittgut unbedingt abgeräumt und kompostiert werden. Auch gezielte Überflutung mit mindestens einer Woche Staunässe bringt die Jungpflanzen zum Absterben.

Topinambur vermehrt sich kaum über Samen, hier müssen die Knollen entfernt oder die Knollenbildung verhindert werden. Neben dem mühsamen Ausgraben und Absammeln der Knollen im Winterhalbjahr hilft vor allem ein zweimaliger Schnitt Ende Juni und Ende August. Die Knollenbildung wird damit fast vollständig unterdrückt, der Schnitt muss aber mehrere Jahre durchgeführt werden, bis alle Knollen aufgezehrt sind. Topinambur braucht sehr viel Licht, Beschattung durch Anpflanzung von Gehölzen ist deshalb gerade an Flussufern aus Naturschutzsicht die beste Bekämpfungsmethode.

Auch bei Sachalin-Knöterich und Japanischem Staudenknöterich ist Beschattung durch Gehölze die beste und auf lange Sicht wohl auch einzige erfolgreiche Methode. Auf mehrmaligen Schnitt reagieren die Staudenknöteriche eher mit verstärktem Austrieb und Wurzelbildung, bestenfalls – bei wenigstens vier bis fünf Schnitten jährlich – mit Auslichtung der Bestände.

Den Goldrutenarten ist schwer beizukommen, weil sowohl der Samenflug wie auch die Wurzelausbreitung verhindert werden müssen. Je nach Größe des Bestandes und eventuell notwendiger Rücksichtnahme auf die Begleitflora gibt es eine ganze Reihe von erfolgreichen Methoden. Dazu gehören ein wenigstens zweimaliger Schnitt, das Abdecken mit lichtundurchlässiger Folie und das zweimalige Zerhacken der Wurzeln mit einer Motorhacke. Das Abflämmen der Goldrutenbestände ist zwecklos, da dies die Rhizomausbreitung sogar noch fördert.

Die Herkulesstaude ist zwei- bis dreijährig, sie bildet also zunächst nur eine Blattrosette und blüht erst im zweiten oder dritten Jahr. Die einfachste und wirksamste Bekämpfungsmethode ist das Abschneiden sämtlicher Blütendolden vor der Samenreife. Die Pflanze stirbt dann ab und treibt auch im Folgejahr nicht wieder aus. Ein Mahd vor der Blüte dagegen lässt die Herkulesstaude immer wieder nachtreiben. Da im Boden noch Samen lagern, müssen die Maßnahmen mehrere Jahre wiederholt werden. Vorsicht: Gelangt Pflanzensaft auf die Haut, kommt es unter Einfluss des Sonnenlichts zu schmerzhaften Hautverbrennungen.

Hier mehr Infos zur Herkulesstaude.

Helge May

aus: Naturschutz heute, dem Mitgliedermagazin des NABU, Ausgabe 4/93, S. 36-39

 

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