Bezirksgruppe Braunschweig e.V.


Arbeitsgruppe Amphibien

Ab Anfang März – im Ausnahmefall bereits ab Anfang Februar – beginnen Kröten, Frösche und Molche sich nach und nach auf den Weg zu ihren Laichplätzen zu machen. Je nach Art hält die Laichwanderung bis ungefähr Mitte April an. Auf diesem Weg und bei ihrer Rückwanderung jeweils 2-3 Wochen später sowie bei der Ausbreitung der Jungtiere im Sommer sind sie bei der Überquerung von stark befahrenen Straßen extrem gefährdet. Für eine 7 Meter breite Straße benötigen die Tiere etwa 20 Minuten (!) und da Männchen diese zudem oft auch als Sitzwarte benutzen, sterben jedes Jahr tausende von Tieren auf unseren mitten durch ihre Lebensräume gebauten Verkehrswegen. Manche werden bereits durch den Luftzug vorbei fahrender Autos hochgeschleudert und durch den Aufprall getötet, viele Tiere kostet aber auch das Überfahren ohne direkten Kontakt das Leben: beim Überrollen mit mehr als 30 km/h entsteht nämlich ein so hoher Strömungsdruck, dass dieser bei den Tieren zu inneren Verletzungen führt, d. h. zum Platzen von Gefäßen und Organen. Autofahrer sollten daher auf Straßenabschnitten mit Amphibienwanderung Tempo 30 nicht überschreiten, um die Überlebenschance der wandernden Tiere zu erhöhen!

Da viele Tiere sich nur einmal in ihrem Leben fortpflanzen können, treffen hohe örtliche Todesraten die jeweilige gesamte Fortpflanzungsgemeinschaft und starke jährliche Verluste können im Laufe von mehreren Jahren dazu führen, dass die gesamte Population eines Laichgewässers ausstirbt.....

In Braunschweig gibt es zur Zeit 17 Amphibienwechsel, die alle in Absprache mit der Abteilung Umweltschutz der Stadt Braunschweig von uns betreut werden. Während der Wanderaktivitäten sind an den Wechseln intensive morgendliche aber auch abendliche Kontrollen notwendig. Darüber hinaus können durch ein bereits seit 1992 laufendes Monitoring, also die genaue Bestimmung und getrennte Zählung nach Art und Geschlecht, für jeden Wechsel auch Aussagen über die Bestandsentwicklung der Amphibienpopulationen getroffen werden. Damit diese Daten nicht verfälscht werden, ist es jedoch von außerordentlicher Wichtigkeit, dass nicht von Unbefugten eigenmächtig Tiere aus den Eimern oder Fangbarrieren entnommen werden. Wer sich hier engagieren möchte (Wechsel kontrollieren, Eimer leeren, Amphibien bestimmen), kann sich über unsere Geschäftsstelle (Tel.: 0531-798649, eMail: NABU.Braunschweig@t-online.de) an die einzelnen Wechsel-Koordinatoren vermitteln lassen.
Bestimmungshilfe (wasserfester Amphibienführer), Informationsbroschüre und Leitfaden sind in der Geschäftsstelle erhältlich.

Die Leistungen unserer Arbeitsgruppe und die positive Entwicklung an unseren Amphibienwechseln in Zahlen
In den letzten 4 Jahren ist die Zahl der von unserer Arbeitsgruppe vor dem potentiellen Verkehrstod geretteten Tiere kontinuierlich angestiegen. Waren es 2002 noch 3269 Tiere, so kamen wir 2003 bereits auf 5415 Amphibien und 2004 konnten dann sogar schon insgesamt 7659 Tiere von uns eingesammelt, bestimmt, notiert und über die Straßen getragen werden! Im Jahr 2005 setzte sich dieser positive Trend dann nicht nur weiter fort, sondern die Gesamtzahl der Tiere in unseren Amphibienschutzmaßnahmen explodierte geradezu auf sensationelle 14.158 Amphibien !!! 2006 stabilisierte sich dieser Trend mit 14.127 Amphibien, wobei diese augenscheinlich positive Entwicklung - wie auch schon 2005 - nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass leider nicht an allen Wechseln zunehmende Bestandszahlen zu verzeichnen sind.

Und auch die Gruppe der Aktiven wächst stetig weiter: so umfasst unsere AG Amphibienschutz derzeit über 100 Mitarbeiter/innen (105 Wechsel-Betreuer/innen + 2 Schulkurse und zusätzlich 6 Zaunaufbau-Helfer/innen + 1 Schulkurs; Stand: 25. Februar 2010)!
Obwohl wir mit dieser unglaublichen Mitarbeiterzahl bundesweit einsame Spitze sind, brauchen wir aufgrund der stark angestiegenen Amphibienzahlen für viele Wechsel dringend noch weitere Verstärkung! So haben wir mehrere Wechsel, an denen durchaus rund 4000 Tiere wandern können.

© Fotos: NABU / Carlo Fuchs


Jedes Jahr Anfang Februar veranstaltet der NABU einen öffentlichen Informationsabend über die Betreuung der Amphibienwechsel, auf der auch interessierte neue Helfer/Innen eingewiesen bzw. informiert werden. Diese Vorbereitungstreffen beginnen jedes Jahr mit dem Lichtbild- bzw. PowerPoint-Vortrag eines renommierten Fachreferenten, der über seine langjährigen Artenschutzerfahrungen mit bestimmtenArten berichtet. So hatten wir in den letzten Jahren beispielsweise Vorträge über den Kammmolch, den Laubfrosch, den Springfrosch, die Knoblauchkröte und nun auch über den Moorfrosch. Themen anderen Vorträge waren die Ergebnisse von Gutachten oder von Diplom- oder Doktorarbeiten aus dem Themenbereich Amphibien / Reptilien.
Ungefähr Anfang Juli trifft sich die Arbeitsgruppe dann jedes Jahr zu einer Nachbesprechung, um den Verlauf der Saison, die Ergebnisse und die Bestandsentwicklungen an den einzelnen Wechseln zu betrachten.


Im Laufe der letzten Jahre hat sich die AG Amphibienschutz des NABU sogar finanziell an einer Reihe von Baumaßnahmen beteiligt, die im Rahmen von Zuschußprojekten durch den NABU beantragt und in Zusammenarbeit mit der Stadt Braunschweig durchgeführt wurden. Hierbei wurden ehemalige Autobahnleitplanken umfunktioniert und als dauerhafte, feste Amphibienleitplanken verbaut. Die von der Stadt gezahlten Fahrtkostenzuschüsse für das tägliche (abendliche und) morgendliche Betreuen der Wechsel, haben die Mitglieder der AG zur Durchführung dieser Maßnahmen wieder für den Amphibienschutz gespendet. Darüber hinaus gehende Kosten wurden vom NABU getragen. So hat der Verein insbesondere im Jahr 2002 über Zuschußanträge parallel an insgesamt 4 Amphibienwechseln die Installation von Amphibienleitplanken zu Wege gebracht. An allen inzwischen mit diesen festen Amphibienleitplanken ausgestatteten Wechseln enfällt jetzt der witterungsbedingte, jährliche Wettlauf mit der Zeit um das rechtzeitige Aufbauen der mobilen Kunststoff-Fangzäune. Kaum aufgetauter Boden aber plötzlich hereinbrechende, anhaltend milde Witterung hatten hier oft zu Problemen geführt.

Um die Sicherheit der Mitarbeiter gegenüber dem Straßenverkehr zu gewährleisten, hat der NABU für alle Helfer Warnwesten angeschafft, die zu Beginn jeder Amphibienschutzsaison ausgegeben werden! Neben vereinseigenen Mitteln wird unsere Arbeit zudem durch die Abt. Umweltschutz der Stadt Braunschweig gefördert.

Leitung der Arbeitsgruppe:
Carlo Fuchs, NABU.Braunschweig@t-online.de ,
Tel. NABU-Geschäftsstelle: 0531-79 86 49.

 

Jede Menge Krötenlaich - ein Erfolg unserer Amphibienschutzanstrengungen
© Foto: NABU / Karin Adolph

Spendenkonto:
NABU BezGrp. Braunschweig , Postbank Hannover,
BLZ 250 100 30
, Kto.-Nr. 81 011 - 304

Spenden an den NABU sind natürlich steuerlich absetzbar. Bis 100,- Euro genügt dem Finanzamt der Kontoauszug als Spendenbeleg.

Sie können den NABU auch durch Ihre Mitgliedschaft unterstützen! Der Jahresbeitrag beträgt nur 48,- Euro, eine Familienmitgliedschaft sogar nur 55,- Euro und für Jugendliche, Erwerbslose und Rentner bieten wir im NABU einen reduziert Beitrag von nur 24,- Euro an. Neben dem ideellen Wert der Unterstützung einer guten Sachen erhalten Sie als Mitglied vierteljährlich das umfangreiche NABU-Journal des Bundesverbandes sowie halbjährlich unser umfangreiches regionales Veranstaltungsprogramm und die Mitteilungsbroschüren. Außerdem bekommen Sie in unserem Shop Ermäßigungen auf Ferngläser, Spektive und Kalender, darüber hinaus Ermäßigungen in NABU-Besucherzentren..... Gern senden wir Ihnen auch kostenlos verschiedenes Info-Material zu. Hier erhalten Sie zum Download (PDF) ein Beitrittsformular .

 

 

Amphibien-Broschüre und wasserfester Bestimmungsführer des NABU

Für alle Amphibienschutzpraktiker hat der NABU einen im Prinzip unkaputtbaren, wasserfesten Amphibienbestimmungsführer im Einsteckformat entwickelt, der für 16,80 Euro in unserer Geschäftsstelle erhältlich ist. Mit Hilfe der dort abgebildeten 250 maßstabsgetreuen Fotos - von der Kaulquappe bis hin zu den adulten Tieren - ist die Bestimmung unserer einheimischen Amphibien selbst für den Laien relativ einfach möglich. Als Ergänzung zu dieser laminierte und ringgebundene Bestimmungshilfe ist zudem die 64-seitige NABU-Broschüre "Frösche, Kröten und Molche" erschienen, die alle heimischen Arten vorstellt, vor allem die Lebensräume behandelt und Tipps zum Schutz sowie für amphibiengerechte Gärten und Gartenteiche gibt.

Die reich bebilderte Broschüre ist für 2,20 Euro direkt in der NABU-Bezirksgeschäftsstelle, Hochstraße 18, 38102 Braunschweig (Kernöffnungszeiten: Montag von 9-11 Uhr und Mittwoch von 15-18 Uhr) erhältlich oder wird auch gegen Einsendung von 7 Briefmarken á 55 Cent plus weiterem Infomaterial zugesandt.

Bestimmungs-Tipps online:
Da viele Amphibienfreunde insbesondere auch mit der Bestimmung von Molchen Schwierigkeiten haben, hier eine Zusammenstellung der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale bzgl. Art und Geschlecht: http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/amphibienundreptilien/portrait/10652.html .

 

Betreuung der Amphibienwechsel in Braunschweig
-- Information und Einweisung von freiwilligen Helfern für 2010
--

03. Februar – Mittwoch
Vorbesprechungstreffen für die Amphibienschutzsaison 2010
In Vorbereitung auf die bevorstehende Wanderung der Amphibien veranstaltet der NABU ein Vorbesprechungstreffen zur Koordination, Information und Einweisung der ehrenamtlichen Betreuer der braunschweiger Amphibienwechsel. Wie in jedem Jahr wird das Vorbesprechungstreffen wieder mit einem interessanten Vortrag beginnen.

Im Anschluss an den Powerpoint-Vortrag findet eine kurze Besprechung über den Einsatz der NABU-Arbeitsgruppe an allen 18 braunschweiger Amphibienwechseln statt; neue Helfer/innen werden erfahrenen Kollegen/innen zugeteilt, ggf. werden auch noch einmal die Unterscheidungsmerkmale ähnlicher Arten erörtert.
Neben einer Reihe von allgemeinen Hinweisen wird abschließend noch kurz der für kommenden Samstag (06.02.) geplante Aufbau der flexiblen Schutzzaunanlagen besprochen. An den meisten Wechseln im Stadtgebiet haben wir zwar inzwischen die Installation fester Amphibienleitplanken bewerkstelligt, aber aufgrund lokaler Gegebenheiten müssen an einzelnen Standorten nach wie vor flexible Schutzzaunanlagen aufgebaut werden. Auch wenn die Amphibienschutzgruppe des NABU Braunschweig mit über 100 Mitarbeitern/innen mit weitem Abstand die größte ihrer Art in ganz Deutschland ist, so werden für die Betreuung der 18 braunschweiger Wechsel trotzdem noch weitere Helfer/innen gesucht, da an manchen Amphibienwechseln bis zu 4000 Amphibien wandern können.
Veranstaltungsort: Brunsviga, Karlstr. 35, 3. Stock, Studiosaal. Beginn: 18.30 Uhr. 2. Stock, Raum G 5. Beginn: 19 Uhr. Leitung: Carlo Fuchs.

Neben den aktuellen Mitarbeitern/innen der AG sind auch alle Interessierten, die ebenfalls gern in unserer AG Amphibienschutz mitwirken würden, herzlich zu der Veranstaltung eingeladen. Die Hinwanderung der Amphibien zu ihren Laichgewässern beginnt, abhängig vom Wetter, i. d. R. erst Anfang März, kann jedoch bei milder Witterung, wie zuletzt im Frühjahr 2002 oder auch 2003, durchaus auch schon im Februar beginnen. Interessierte Amphibienschützer sollten sich deshalb schon frühzeitig in der NABU-Geschäftsstelle melden (Tel.: 0531-798649).

Zaunaufbau-Termine 2010

13. März – Sonnabend
Aufbau der Amphibienschutzzaunanlagen, bei genügender Anzahl freiwilliger Helfer parallel an mehreren Wechseln. Zur Einteilung der Helfer und Mitteilung der Treffpunkte bitte in der Geschäftsstelle melden (Tel.: 0531 - 798649). Bei extremen winterlichen Verhältnissen wird der Aufbau erneut kurzfristig verschoben. Zum Setzen der flexiblen Zäune sowie der Auffangeimer wenn möglich auch eigene Spaten mitbringen. Beginn: 9 Uhr, Dauer: ca. 4 Stunden, je nach Anzahl der Helfer. Leitung: Carlo Fuchs.

18. März – Donnerstag
Aufbau der Amphibienschutzzaunanlagen an der Ebertallee. Zum Setzen der flexiblen Zäune sowie der Auffangeimer wenn möglich auch eigene Spaten mitbringen.
Beginn: 11 Uhr, Treffpunkt: Waldparkplatz an der Buchhorst (200m südl. des Bahnüberganges, in Höhe des letzten Hauses), Dauer: 2 ½ Stunden. Leitung: Carlo Fuchs.

20. März – Sonnabend << Achtung: Änderung des Einsatzortes!
Funktionsfähigkeit der Amphibienschutzleitplanke entlang der Marienberger Straße wieder herstellen. Wildkraut, Gestrüpp, Büsche, altes Laub und vereinzelt auch Müll behindern dort die Kröten und die Amphibienschutz-Helfer/innen und setzen die rund 600m (!) Leitplanke größtenteils außer Funktion! Möglichst mitzubringen sind Harke und Rosenschere. Beginn: 9 Uhr, Treffpunkt: westliches Ende der Marienberger Straße. Dauer: ca. 2 - 2 ½ Stunden, je nach Anzahl der Teilnehmer/innen. Ansprechpartnerin vor Ort ist Ursula Pfütze.
>> Für die Betreuung dieses Wechsels werden zudem noch weitere Helfer/innen gesucht! Dies gilt auch für weitere Amphibienwechsel.
Wer sich hier engagieren möchte (Wechsel kontrollieren, Eimer leeren, Amphibien bestimmen), kann sich über unsere Geschäftsstelle (Tel.: 0531-798649, eMail: NABU.Braunschweig@t-online.de) an die einzelnen Wechsel-Koordinatoren vermitteln lassen.

Die jährlich auf unsere Anforderung erfolgte Anlieferung des Zaunmaterials wird durch Mitarbeiter des FB Stadtgrün vorgenommen, was an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben soll..

 

AKTUELL:
>> NDR - Fernsehbeitrag vom 20.03.2010 über den Beginn der Laichwanderung und unseren Amphibienschutz, gedreht mit einem Team des Magazins "Niedersachsen 19:30". Der Beitrag ("Krötenwanderung") kann in der NDR-Mediathek online angeschaut werden. Gegebenenfalls den Titel im Suche-Feld eingeben >> http://www.ndr.de/flash/mediathek/index.html .

 

 

Amphibienschutzsaison 2009

In der Nacht vom 25. auf den 26. Februar hat in Braunschweig die Amphibienschutzsaison 2009 begonnen! Seitdem sind alle Amphibienauffangeinrichtungen von unseren jeweiligen Teams der 17 braunschweiger Amphibienwechsel fangbereit gemacht und in kontinuierliche morgendliche und vielfach zusätzlich auch abendliche Betreuung genommen worden. Die relativ milde Witterung der verausgegangenen Tage sowie die Vorhersage von feuchtem Wetter mit Temperaturen, die nachts kontinuierlich über 5° C bleiben und tagsüber sogar 10 °C oder mehr erreichen sollten, hatten bereits auf den Beginn der Amphibienwanderung schließen lassen. Sofern keine hohen Windgeschwindigkeiten dem entgegen wirkten, hat der sich langsam erwärmende Boden die Amphibien erwartungsgemäß dazu stimuliert, sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern zu machen. Die ersten festgestellten Frühwanderer an den Amphibienwechseln waren Donnerstagfrüh (26.02.) 5 Grasfrösche (1 M / 4 W) am Bienroder Weg, gefolgt von einem Erdkröten-Männchen Freitagfrüh (27.02.) an der Schuntersiedlung sowie 2 wanderwilligen Grasfrosch-Weibchen an der Ebertallee.

Auch wenn wir z. T. durch die Installation permanenter Amphibienleitplanken an vielen Wechseln nur noch wenig Zaunanlagen aufbauen müssen, hat es wieder einmal als vorteilhaft erwiesen, dass wir an allen Wechseln, insbesondere auch dort, wo dies sogar noch sehr umfangreich erforderlich ist, prophylaktisch bereits alles in der 1. + 2. Februarwoche abgearbeitet haben - trotz strenger Witterung und wie immer manch´ schiefem Blick.... ;-)

Auch wenn wir mit weitem Abstand die größte Amphibienschutzgruppe in ganz Deutschland sind, so konnten doch bisher noch nicht alle Wechsel gleich stark besetzt werden. Besonders dringend suchen wir noch Mitarbeiter/innen für den Amphibienwechsel in Thune. Zwar sind im Schnitt alle Wechsel mit 5 - 6 Mitarbeiter/innen besetzt, aber wenn es richtig losgeht, könnten wir an vielen Wechseln durchaus noch zusätzliche Verstärkung gebrauchen, denn an manchen Straßen sind schon bis zu 4000 Tiere in einer Saison gewandert und dort kann dann nicht nur morgens sondern muss zwingend auch schon abends abgesammelt werden! Wer uns also in unseren Amphibienschutzbemühungen unterstützen und unsere große Arbeitsgruppe noch verstärken möchte, meldet sich bitte in der NABU-Geschäftsstelle (Tel.: 0531-798649).

 

Wichtige Links zum Amphibienschutz:
Amphibienwanderung 2009. NABU-Sonderseiten über den bundesweiten Stand der aktuellen Amphibienschutzsaison. Mit Hintergrundinfos und Extra-Linkliste.
Amphibienschutz. Die umfangreiche Homepage des NABU-Bundesfachausschusses Feldherpetologie und Ichthyofaunistik. Bebilderte Artporträts mit Verbreitungskarten, Rote Listen, Fachartikel, Veranstaltungen, Mail-Service.
Welche Kaulquappe ist das? Online-Version des tollen NABU-Bestimmungsführers von Friedo Berninghausen, ergänzt durch „Amphibien Deutschlands", Frosch-Forum für Amphibienfragen etc.
Amphibien im Großen Moor bei Gifhorn, betreut vom NABU Gifhorn.

 

___________________________________________________________________________________________________
___________________________________________________________________________________________________

Amphibienschutzsaison 2006

Zaunaufbau-Termine 2006
( Sonnabend, 04. Februar: abgesagt, aufgrund der wegen der andauernden Kälte gefrorenen Böden)
( Sonnabend, 11. Februar: abgesagt, aufgrund der immer noch frostigen Witterung und den dadurch weiterhin gefrorenen Böden)
18. Februar – Samstag: 1. Einsatz zum Aufbau der Amphibienschutzzaunanlagen.
04. März – Samstag: 2. Einsatz zum Aufbau der Amphibienschutzzaunanlagen

Vermutlich ab 24.03. (Freitagabend) einsetzender Wanderbinn der Amphibien!
Aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit ist spätestens ab 25.03. (Samstagabend) mit einer Massenwanderung zu rechnen!
Straßensperrungen am Madamenweg und Hondelager Straße

Nach der lang anhaltenden Kälteperiode ist nun ab Freitag äußerst milde und gleichzeitig feuchte Witterung vorhergesagt, so dass mit einem massiven Einsetzen der Amphibienwanderung ab Freitag- spätestens Samstagabend zu rechnen ist. Aus diesem Grund werden ab dem 24.03. mit verkehrsbehördlicher Genehmigung die Straßen Madamenweg (ca. 50 Meter nach dem Reitstall) und Hondelager Straße gesperrt. Die Sperrungen erfolgen von 19:00 Uhr bis 07:00 (MEWZ) bzw. nach der Zeitumstellung vom 26.03. an von 20:00 Uhr bis 07:00 Uhr (MESZ). Dies zu beachten ist insbesondere für die Anlieger am Madamenweg wichtig, da dort nämlich eine ganze Reihe von Kleingartenvereinen betroffen sind. Jedes Jahr wieder vergessen jedoch einzelne Schrebergärtner, an die Straßensperrung während Amphibienwanderung zu denken und werden dann abends mit ihrem PKW durch die Schließung der Schranke eingeschlossen.

Bereits für Freitag den 24.03. sind Temperaturen zwischen tagsüber 6°C bis nachts -2°C angesagt, und das bei feuchter Witterung. Diese soll auch am Samstag anhalten, dann sogar mit Tagestemperaturen von bis zu 13°C, die sich nachts nur noch auf relativ warme 5°C abkühlen! Diese werden i. d. R. jedoch erst in den frühen Morgenstunden (ca. ab 4 Uhr) erreicht, das heißt, zur Sonnenuntergangszeit 18:40 Uhr herrschen jeweils noch wesentlich höhere Temperaturen! Aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit muss deshalb spätestens ab Samstagabend (25.03.) mit einer Massenwanderung gerechnet werden! Wahrscheinlich werden sich jetzt nicht nur die eigentlich wesentlich früher wandernden Arten wie Spring-, Gras- und Moorfrösche auf den Weg machen - sofern von diesen einige Hartgesottene nicht bereits unbemerkt sogar schon gewandert sind - , sondern sicher auch die sonst relativ früh wandernden verschiedenen Molcharten. Aufgrund des späten Datums werden nun gleichzeitig vermutlich aber auch die Erdkröten, Knoblauchkröten und alle Sonstigen auf den Weg zu Ihren Laichgewässern sein.

Das aktuelle Wandergeschehen:
1. Wandernacht vom 24./25.03. (Freitag/Samstag):
Wie erwartet setzte am Freitagabend die Laichwanderung der Amphibien ein und an 4 der von uns betreuten 16 Wechsel wurden bis Samstagfrüh erste Wanderer festgestellt. In der Summe waren dies:
1 Moorfrosch, 9 Grasfrösche, 22 Erdkröten, 298 Teichmolche.

2. Wandernacht vom 25./26.03. (Samstag/Sonntag):
Nun setzte auch an 5 weiteren Wechseln die Laichwanderung ein, wobei dort auch rund 100 Erdkröten zu verzeichnen waren, sowie 6 Teichmolche, 1 Moorfrosch und 8 Grasfrösche. Besonders bemerkenswert war jedoch sicherlich die Massenwanderung von rund 2000 Teichmolchen (die unendlichen Listen konnten noch nicht genau ausgezählt werden) an einem reinen Molchwechsel (s. Vortag), an dem im Vorjahr über 3800 Teichmolche registriert wurden zzgl. vermutlich einigen Hundert mehr, die wegen Einstellung des Aufsammelns in den frühen Morgenstunden nicht mehr erfasst wurden. Aus Platzgründen wäre es dort extrem schwierig, eine Auffangeinrichtung aufzubauen. Die Tiere, die aus einem neben einer Wohnstraße verlaufenden Gleisbett kommen, werden daher von unermüdlichen NABU-Mitgliedern von der Straße abgesammelt, die zur einen Hälfte entlang des Wohngebietes verläuft und zur anderen Hälfte entlang eines parkartigen Geländes, in dem sich ein mittelgroßer Teich befindet. Außerdem wandern dort noch in kleiner Stückzahl Kammmolche, bis Sonntagfrüh 9 Tiere (im Vorjahr insgesamt 98 Ind.; zum Vergleich die Gesamtsumme des Vorjahres der Amphibien weiterer Arten: 16 Ind.). Von den 3 anderen Wechseln des Vortages wurden keine Rückmeldungen mehr gegeben.

___________________________________________________________________________________________________

 

Amphibienschutz-Infos 2005

15.03.2005: Nach der lang anhaltenden Kälteperiode hat nun die Laichwanderung der Amphibien begonnen!
Hier erhalten Sie einen
tagesaktuellen Gesamtüberblick über die Entwicklung des Wandergeschehens an unseren 15 betreuten braunschweiger Amphibienwechseln (+ 1 Wechsel zwischen Lehre und Essehof):

15./16.03.: mind. 69 Erdkröten, 3 Grasfrösche, 1 Moorfrosch, mind. 819 Teichmolche und 2 Kammmolche.
16./17.03.: 510 Erdkröten (+22 Tote), 4 Grasfrosch, 3 Moorfrösche, 1 Grünfrosch, 62 Kammmolche, 9 Teichmolche + ca. 1800 - 2000 Teichmolche (+ 92 Tote); Auswertung der Zähldaten aufgrund der großen Masse noch nicht abgeschlossen.
Verkehrsschilder "Vorsicht Amphibienwanderung" vom Betriebshof der Stadt Braunschweig immer noch nicht aufgestellt !

Am Samstag den 05. Februar 2005 wurden von den Aktiven des NABU die mobilen Schutzzaunanlagen fast vollständig aufgebaut. Unterstützt wurden die Mitarbeiter der Arbeitsgruppe dabei unter anderem auch von 10 Schülerinnen und Schülerinnen des Wahlpflichtkurses "Umwelt-Environment" des 9. Jahrgangs der IGS Franzsches Feld, die mit Ihrem Lehrer Thomas Baptist den Amphibienwechsel Ebertallee / Parkplatz Aquarius tatkräftig mit abgesichert haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Zurück zur Startseite