Bezirksgruppe Braunschweig e.V.


ViSdP: Carlo Fuchs (1. Vors.)

Das Poster ist in unserer Geschäftsstelle in verschiedenen Größen erhältlich - zumindest ab DIN A2 allerdings nur nach Vorbestellung (und Vorkasse) mit einem Arbeitstag Wartefrist. Die Preise gliedern sich wie folgt (nicht laminiert / laminiert):
in A3 (4,- Euro / 8,- Euro), in A2 (12,50 Euro / 25,- Euro), in A1 (15,- Euro / 30,- Euro), in A0 (30,- Euro / 60,- Euro).

 

Spenden zum Erhalt des Querumer Waldes !

Seit dem Jahre 2004 kämpft der NABU inzwischen schon in enger Kooperation mit verschiedenen Bürgerinitiativen gegen eine geplante Verlängerung der Start- und Landebahn des Braunschweiger Flughafens, der rund 60.000 Bäume eines teils über 200 Jahre alten Eichen- / Hainbuchenwaldes im FFH- und EU-Vogelschutzgebiet Querumer Forst zum Opfer fallen sollen. Vehement sind wir auch in dem 2006 / 2007 durchgeführten Planfeststellugsverfahren, in dem die Ausbaupläne des Flughafens festgeschrieben werden sollten, dagegen eingetreten - ohne dass allerdings unsere Einwände seitens der planfeststellenden Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr nennenswerte Beachtung gefunden hätten. Wie schon in den NABU-Mitgliederbroschüren Nr. 92 und 94 aus den Jahren 2006 und 2007 ausführlich dargestellt, sind wir - wie auch alle Bürgerinitiativen in den verschiedenen Stadtteilen - nicht Gegner des Flughafens oder der im Umfeld betriebenen Forschung, sondern wir sind ausschließlich gegen die unseren Erkenntnissen nach nicht zwingend erforderliche Startbahnverlängerung, durch die fast ein Quadratkilometer wertvollen alten Waldes auf Dauer vernichtet würde.
Die Gesamtgröße der von der Erweiterung der Start-/Landebahn betroffenen Fläche des im zweifachen EU-Schutzgebiet liegenden Landschaftsschutzgebiets „Querumer Wald und angrenzende Landschaftsteile“ beträgt sagenhafte 90 ha (= 900.000 qm)! Zur Verdeutlichung: das entspricht nach FIFA-Norm einer Größe von etwa 126 Fußballfeldern!

Unser damaliger Einwand, dass es sich dort um ein europaweit bedeutendes „faktisches EU-Vogelschutzgebiet“ handelt, wurde übrigens durch ein von der Flughafengesellschaft selbst in Auftrag gegebenes Gutachten bestätigt und danach durch eine vom Land Niedersachsen vorgenommene offizielle Ausweisung voll anerkannt! Trotzdem erfolgte am 15. Januar 2007 durch die Landesbehörde ein sofort vollziehbarer Planfeststellungsbeschluss für eine Verlängerung der Start- und Landebahn in den Querumer Forst hinein!

Nach eingehenden Überlegungen unter Abschätzung der Erfolgsaussichten hatten wir daraufhin im Namen des klageberechtigten NABU-Landesverbandes und gemeinsam mit zwei betroffenen und von Enteignung betroffenen Grundbesitzern sowie in enger Kooperation mit den Bürgerinitiativen Klage beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg (OVG) gegen die Planfeststellung sowie einen Eilantrag auf aufschiebende Wirkung eingereicht . Hierfür waren die Beauftragung eines fachlich versierten Rechtsanwalts und, zwecks eingehender Klagebegründung, die Erstellung von zwei Fachgutachten - einem naturkundlichen und einem flugtechnischen - notwendig.

Natürlich haben wir über die Jahre auch mit vielen Briefen, Diskussionen u. a. Initiativen, versucht, die Teilhaber der Flughafengesellschaft zur Aufgabe ihrer Pläne zu bewegen – jedoch leider ohne entsprechende Resonanz. Neben der Stadt Braunschweig (42,6 %) und insbesondere der Volkswagen AG (35,6 %) sind die Stadt Wolfsburg (17,8 %) sowie die Landkreise Gifhorn (2 %) und Helmstedt (2 %) weitere Gesellschafter. VW ist hier im übrigen nicht nur zweitgrößter Anteilseigner sondern aufgrund seines Bedarfs neben dem DLR auch Urheber des durchgeführten Planfeststellungsverfahrens und darüber hinaus mit über 80 % des über die Betonpiste stattfindenden Flugbetriebs auch Hauptnutzer des Flughafens. Sollte die Stadt Wolfsburg – wie derzeit diskutiert – ihre 17,8 % Anteile auch noch an VW veräußern, wäre VW demnächst sogar Mehrheitseigner.

Damit wir unsere Klage weiterführen können und der Querumer Wald uns auf Dauer erhalten bleibt, bitten wir daher alle, die bereit sind, unsere gute Sache zu unterstützen, jetzt dringend um Spenden auf unser Sonderkonto !!!

Sofort nach Eingang der schriftlichen Urteilsbegründung am 17.08., welche somit erst 3 Monate nach der Urteilsverkündung erfolgte, haben wir unserer anwaltlichen Vertretung den Auftrag erteilt, eine Nichtzulassungsbeschwerde gegen die verweigerte Revision zu erarbeiten und einzureichen, ebenso einen Eilantrag auf Abänderung der ignoranten Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts sowie einen sogenannten "Hängebeschluß", welcher aufschiebende Wirkung zur Folge hätte! Durch diese zeitlich dringend erforderlichen Schritte sind uns natürlich nicht unerhebliche Kosten entstanden - aber wir sind das finanzielle Risiko eingegangen im Vertrauen darauf, dass uns viele Bürgerinnen und Bürger mit ihren Spenden unterstützen werden, so dass wir die entstehenden Kosten für den Gerichtsweg werden gedeckt bekommen....
Um alle Rechtsanwalts- und Gerichtskosten bezahlen zu können, benötigen wir jetzt innerhalb kürzester Zeit noch rund 8.834,- Euro
, z. B. durch 221 Spenden á 40,- Euro !
Wir bitten jetzt dringend um eine breite Unterstützung!!!



 

Sonderspendenkonto des NABU, Stichwort "Querumer Wald":
NABU Braunschweig
Nord LB
BLZ 250 500 00
Kto.-Nr. 150 501 369

Jede Spende an den NABU ist natürlich steuerlich absetzbar !
Bis 100,- Euro genügt dem Finanzamt der Kontoauszug als Spendenbeleg.

 

Finanzbedarf zur Deckung aller Kosten ab dem Gerichtsverfahren
vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg


Rechtsanwaltskosten des Gerichtsverfahrens vor dem OVG: . .. . . .. . .. . . .. . .. ... . . . ..18.000,- Euro
Gerichts- u. RA-Kosten der Beigeladenen f. d. Eilantrag auf Anordnung
. .. . .der aufschiebenden Wirkung + Hängebeschlußantrag vor dem OVG: . . .. . .... ... ....3.700,- Euro
Gerichts- u. RA-Kosten der Beigeladenen vor dem OVG:
. .. . . . . .. . . .. . .. . .. .... . .. . ...5.500,- Euro
Rechtsanwaltskosten Nichtzulassungsbeschwerde f. eine Revision beim BVerwG:
. ... ...16.950,- Euro
RA-Kosten f. d. Eilantrag auf Abänder. e. Entscheid. + Hängebeschlußantrag:
.. . .. ... ...3.400,- Euro
Gerichts- u. RA-Kosten der Beigeladenen f. d. Eilantrag auf Abänderung
. .. . .einer Entscheidung + Hängebeschlußantrag vor dem BVerwG: . . .. .. . .... ... .. . .. ...1.950,- Euro
Gerichts- u. RA-Kosten der Beigeladenen vor dem BVerwG:
.. .. . .... ... .. ... .. . ... .. . .....3.270,- Euro
Gerichtskosten f. d. Antrag auf Anordnung e. Einstweiligen Anordnung (Baustopp)
. .. . .b. VerwG BS wg. Verstoßes gegen Auflagen d. Planfestsatellungsbeschlusses: . . .. ....120,- Euro
Anteilig zu tragende Gutachterkosten der Beigeladenen vor dem OVG u. BVG:
.. . .. . .. .1.785,- Euro
Summe des letztendlichen Finanzierungsbedarfs: .. . . .. . . .54.525,- Euro

Spendeneingänge seit 08.07.2009* - 15.01.2011 .(414 Spender/innen):. .-.. 35.691,- Euro
inkl. div. regelm. Kleinspenden der BIBS (* Tag unseres Spendenaufrufs via Pressemitteilung, abgedruckt nur von der nB)
Kostenzuschuss des NABU-Bundesverbandes: ..:::.:. . ..:::.:. . .. .... ... .... .... ....-..... 3.000,- Euro
Großspende des Regionalverbandes Bündnis 90 / Die Grünen: ..:::.:. . .. .... ....-..... 1.500,- Euro
Vorab angespartes Guthaben d. Sonderkontos "Startbahn-Klage":. . .. .... ....-..... 5.500,- Euro
Fehlbetrag der noch zu deckenden Kosten: .. .. . . .. . . . .. . . . .8.834,- Euro

 

Die uns inzwischen entstandenen Gesamtkosten - von der bereits zur Planfeststellung 2006 erforderlichen anwaltlichen Unterstützung bis hin zum Ende des oben aufgeführten Gerichtsweges - nähern sich langsam aber sicher sogar dem sechsstelligen Bereich! Natürlich können wir solch immense Kosten nicht aus unseren üblichen Haushaltsmitteln (Mitgliedsbeiträge) aufbringen und auch Landes- und Bundesverband haben aufgrund ihres in der Fläche benötigten, breit gestreuten Finanzbedarfs kaum finanziellen Spielraum für große finanzielle Unterstützung. So unterliegt allein der NABU Bundesverband bei 1.500 Ortsgruppen und einer Vielzahl von Projekten - darunter diversen bundesdeutschen Großprojekten - Flächenkäufen oder Anpachtungen zur Sicherung unseres Naturerbes sowie den hieraus auch entstehenden dauerhaften Folgekosten wie Grundsteuer, Pflege- und Erhaltungskosten etc. p.p. einem derart hohen Finanzbedarf, dass die vorhandenen Mittel noch nicht einmal annähernd für alle als dringend anzusehenden Maßnahmen ausreichen. Besonders das Haushaltsvolumen (auf dem Papier) in zweistelliger Millionenhöhe, basierend auf vielen durchlaufenden Posten (!) in Form von projektgebundenen Finanzierungszuschüssen (!), erweckt u. U. fälschlich den Eindruck einer hohen verfügbaren Kapitaldecke, aber selbst die Zuwendungen großer Kooperationspartner erfolgen ausschließlich in Form von Sachspenden (z. B. der Nutzungsüberlassung von PKW) oder direkten Projektfinanzierungen. Sowohl von Landes- als auch von Bundesebene ist daher kaum finanzielle Unterstützung möglich. Wer da via Internet anderslautende Hetzkampagnen gegen den NABU verbreitet oder gar wegen des angeblich finanziell so potenten Bundesverbandes dazu aufruft, nicht mehr an den NABU zu spenden, arbeitet den Naturschutz-Gegnern zu und verfolgt ganz offensichtlich andere Ziele, als er vorgibt! Lassen Sie sich bitte nicht verdummen: hier wird versucht, uns die finanzielle Basis zu entziehen und dabei möglichst auch noch unser Lager der Startbahngegner zu spalten!
10.000,- Euro hat der NABU Braunschweig zur Deckung der schon vor dem Gerichtsverfahren angefallenen Anwaltskosten bereits aus Eigenmitteln zur Kostendeckung beigesteuert! Und für alle weiteren ab dem Gerichtsverfahren entstandenen, noch nicht durch Spenden gedeckten Kosten - derzeit 9.524,- Euro - stehen wir zudem in finanzieller Vorleistung....
Nur mit Hilfe von Spenden kann diese aus unserem Kampf um den Querumer Forst entstandene ungeheure finanzielle Belastung ohne Schaden von uns bewältigt werden - und mancher versucht, uns den Spendenfluß durch gezielte Fehlinformationen abzuschneiden !
Wir hoffen jedoch, dass die Bürger/innen, für deren Interessen wir letztlich eingeteten sind, uns jetzt nicht mit den Kosten im Regen stehen lassen
, denn dieses Geld würde uns sonst für andere dringend von uns durchzuführende Naturschutzarbeit fehlen.
Über 6 lange Jahre setzen wir uns nun bereits mit aller Kraft und viel Durchhaltewillen für den Erhalt des Querumer Forstes und gegen alle Nachteile einer SLB-Verlängerung ein - für uns alle! So sind allein schon die Anwohner von 11 braunschweiger Stadtteilen direkt durch die jetzt schon hohe Zahl von Überflügen betroffen - und die Auswirkungen auf das sommerliche Stadtklima durch die fehlende Kühlwirkung des Waldes würde man laut Berechnungen der Abt. Umweltschutz quer durch gesamte Stadt deutlich zu spüren bekommen! Und das sind nur Beispiele....
Last but not least möchten wir uns an dieser Stelle auch einmal ganz herzlich bei allen bedanken, die uns über all die Jahre in unserem Bemühen um den Erhalt des Waldes aktiv und/oder mit Ihren Spenden unterstützt haben!!!!! Ohne diese Unterstützung hätten wir nicht bis hierhin durchhalten können und der Wald wäre bereits seit 3 Jahren Geschichte....


Jede Spende an den NABU ist natürlich steuerlich absetzbar !
Bis 100,- Euro genügt für das Finanzamt der Kontoauszug als Spendenbeleg.

Sie können den NABU auch durch Ihre Mitgliedschaft unterstützen! Der Jahresbeitrag beträgt nur 48,- Euro, eine Familienmitgliedschaft sogar nur 55,- Euro und für Jugendliche, Erwerbslose und Rentner bieten wir im NABU einen reduziert Beitrag von nur 24,- Euro an. Neben dem ideellen Wert der Unterstützung einer guten Sachen erhalten Sie als Mitglied vierteljährlich das umfangreiche NABU-Journal des Bundesverbandes sowie halbjährlich unser umfangreiches regionales Veranstaltungsprogramm und die Mitteilungsbroschüren. Außerdem bekommen Sie in unserem Shop Ermäßigungen auf Ferngläser, Spektive und Kalender, darüber hinaus Ermäßigungen in NABU-Besucherzentren..... Gern senden wir Ihnen auch kostenlos verschiedenes Info-Material zu. Hier erhalten Sie zum Download (PDF) ein Beitrittsformular .

 

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AKTUELLE Fernseh- und Radiobeiträge:
>> NDR - Fernsehbeitrag vom 14.02.2010. Live-Mitschnitt vom Braunschweiger Karnevalsumzug: http://www.waggum.de/video-ndr-karneval.php

>> ZDF - Fernsehbeitrag vom 03.02.2010; gesendet in der "Drehscheibe" (12:30 - 13:15 Uhr) >> in der Bild-Fußleiste auf "Umstrittener Flughafenausbau" klicken: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/sendung-verpasst/#/beitrag/video/962190/drehscheibe-am-3-Februar-2010

>> RTL - Fernsehbeitrag vom 22.01.2010; VW bald größter Naturvernichter der Region

>> PRO 7 - Fernsehbeitrag vom 23.10.2009; gesendet im Magazin "FOCUS TV" (23:10 - 00:10 Uhr).

>> SAT 1 - Fernsehbeitrag vom 02.10.2009, gesendet im SAT 1 Regionalprogramm Niedersachsen bei "17:30 Uhr live". Der Sendebeitrag kann hier angesehen werden: Kleiner Flughafen - Großer Ärger

>> NDR - Fernsehbeitrag vom 01.10.2009. In der NDR-Mediathek kann man sich sogar 2 verschiedene Sendebeiträge hiervon anschauen: einmal einen aus dem Nachrichtenblock um 15 Uhr ("Streit um Flughafen-Ausbau") sowie einen etwas anderen und umfangreicheren aus der Sendereihe "Niedersachsen 19:30 Uhr" ("Kahlschlag am Flughafen"). Gegebenenfalls die genannten Titel im Suche-Feld eingeben >> http://www.ndr.de/flash/mediathek/index.html .

>> Interview auf Radio Okerwelle 104,6 vom 29.09.2009. Interviewt wurden Carlo Fuchs (Vors. NABU Braunschweig) und Reinhard Manlik (Vors. Aufsichtsrat Flughafen GmbH); ein herzliches "DANKE" an Radio Okerwelle für die Datei: Flughafen-Interview Radio Okerwelle 29-09-2009.mp3

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14. Februar 2010 – Sonntag
Teilnahme am Braunschweiger Karnevalsumzug. Die Bürgerinitiativen gegen die Startbahnverlängerung und der NABU werden mit einem unbemannten Motto-Wagen der BI Waggum und mit möglichst viel dahinter marschierendem Fußvolk an Norddeutschlands größtem Karnevalsumzug teilnehmen! Der NDR wird den Umzug wie immer live im Fernsehen übertragen!

Die Aufstellung der Wagen erfolgt entlang der Theodor-Heuss-Straße, ungefähr im Bereich von der VW-Halle bis zur Ekbertstraße. Unser Wagen befindet sich im dritten Block. Der genaue Aufstellungsort ist durch unsere Teilnehmernummer "241a" links am Straßenrand gekennzeichnet (auf politischen Druck hin wurde diese aktuell geändert und wir weit nach hinten "verschoben"). Der Wagen wird sich von dort jedoch vermutlich nicht vor 13:45 Uhr in Bewegung setzen.
Auch wenn nicht wir die Narren sind, sondern diese im Rathaus sitzen: wir verkleiden uns als Waldarbeiter, Räuber oder Bäume (wer hat, zieht die gelbe Protestweste drüber), die Kinder verkleiden sich als kleine Bäume. "Baumschnitt"-Material zur Dekoration findet man derzeit im Querumer Forst ja mehr als uns lieb ist....
Bitte beachten: alle verkleideten Mitmarschierer (und nur solche) gesellen sich erst entlang der Güldenstraße dazu! Die Parkmöglichkeiten in diesem Bereich sind allerdings sehr begrenzt!

 

16. Januar 2010
Über 200 Anwohner brachten die Harvester zum Stillstand
NABU-Bundesverband unterbreitet zur Schadensbegrenzung Kompromißvorschlag

(Braunschweig) – Nachdem auch die Kirche öffentlich gegen die derzeit im Querumer Forst stattfindende Waldvernichtung Stellung bezogen hat und nun sogar die Waggumer Kirchenglocken täglich zur Beteiligung an den Protestmärschen zur Abholzungsfläche aufrufen, fanden sich am 14.01. bereits rund 90 Menschen, zum Großteil Anwohner der betroffenen Ortschaften, am Treffpunkt Waggumer Sportheim ein - und brachten 15 Minuten später die "Harvester" genannten Baumerntemaschinen im Querumer Forst durch ihre Anwesenheit zum Stillstand. Am heutigen Samstag dem 16.01. waren es schon über 200 Bürger/innen, die sich ab 14 Uhr an dem Protestmarsch zur Abholzungsfläche beteiligten - und kurze Zeit später die Holzfäller mit ihren Maschinen in den vorzeitigen Feierabend verabschiedeten.... Durch den täglich wachsenden Bürgerprotest haben wir inzwischen auch erreicht, dass auch kein weiterer Verstoß gegen die Sonntagsruhe mehr stattfinden wird. Alle Bürger/innen sind aufgerufen, sich solidarisch an unsere Seite zu stellen, und so ein Zeichen gegen die hier stattfindende, unglaubliche Waldvernichtung zu setzen!
Auch wenn das große Aufbegehren der Bevölkerung erst spät erfolgt ist: noch ist die Startbahn nicht verlängert, noch ist alles möglich! So hat der NABU-Bundesverband in dieser Woche VW als Großeigner und Hauptnutzer des Flughafens zur derzeit noch möglichen Schadensbegrenzung einen Kompromißvorschlag zu dem per Gerichtsentscheid rechtsgültigen Planfeststellungsbeschluß unterbreitet. Diese ursprünglich von dem ortsansässigen Piloten Henning Jenzen konzipierte Notlösung könnte auch von den Bedarfsanmeldern ohne einschneidende Zugeständnisse akzeptiert werden und würde zumindest den bisher noch nicht abgeholzten alte Baumbestand retten - und gleichzeitig sogar den Anwohnern durch Fortführung der Grasseler Straße auch noch die allgemein gewünschte sogenannte Ostumfahrung ermöglichen!

 

13. Januar 2010
Kirchenglocken rufen täglich zum "Wald"gang
Täglicher Protestmarsch zur Abholzungsfläche im Querumer Forst

(Braunschweig) – Ab sofort werden täglich von 14:45 Uhr bis 15 Uhr die Kirchenglocken in Waggum, Bevenrode und Kralenriede zum "Wald"gang in der Querumer Forst rufen! Zum Abschluß einer gut besuchte Bürgerversammlung in den Gemeinderäumen der Waggumer Kirche kündigte Pfarrer Klaus Dedekind dies als deutliche Botschaft der Kirche zur großen Abholzung im Querumer Forst an. Als deutliches Zeichen, dass die katasprophale Waldvernichtung im Querumer Forst vom überwiegenden Teil der Bevölkerung abgelehnt wird, findet um 15 Uhr (samstags schon um 14 Uhr) vom Treffpunkt Waggumer Sportheim ausgehend ein täglicher Protestmarsch zur Abholzungsfläche im Querumer Forst statt, um dort Präsenz zu zeigen - sofern möglich einschließlich einer gemeinsamen Begehung des Desasters. Die Flughafen GmbH hatte am 08.01. angekündigt, dass über mehrere Wochen ohne Ruhetage jeweils von Montag - Sonntag ab 7:00 - 16:30 Uhr der Wald gefällt wird!

 

08. Januar 2010
(Gemeinsame Pressemitteilung des NABU Landesverbandes Niedersachsen und des NABU Braunschweig)
Flughafen beginnt mit Teilabholzung des Querumer Forstes
NABU fordert VW-Management zum Handeln auf:  das Umweltbewußtsein der Konzernpolitik steht auf dem Prüfstand

(Braunschweig) – Der NABU fordert einen Stopp der heute begonnenen Rodungsarbeiten zum Ausbau des Regionalflughafens Braunschweig. Die Startbahnverlängerung, gegen die der NABU erfolglos gerichtlich vorgegangen war, widerspricht allen Anforderungen an ökologisch verträgliches Verhalten, teilten der NABU-Landesverband Niedersachsen und die NABU-Bezirksgruppe Braunschweig in einer gemeinsamen Erklärung mit. „Dieser Ausbau ist eine falsche verkehrspolitische Zielsetzung. In Zeiten fortschreitenden Klimawandels und in Kenntnis der enormen klimaschädlichen Folgen des Flugverkehrs passt dieses Vorhaben nicht mehr in die Zeit“, sagte NABU-Landesvorsitzender Dr. Holger Buschmann.

Weiterhin hob Dr. Buschmann den enormen Umfang des geplanten Eingriffs hervor: „Es wird eine Fläche von 126 Fußballfeldern zerstört werden – das entspricht 90 Hektar, auf der heute noch Eichen- und Hainbuchenwald des Landschaftsschutzgebietes ‚Querumer Forst und angrenzende Landschaftsteile’ steht. Der Erhalt dieses Areals war einer der Hauptbeweggründe für den NABU, vor Gericht zu ziehen, wo wir jedoch leider nicht die erhoffte rechtliche Würdigung erhielten. Dieses doppelte EU-Schutzgebiet ist sowohl Teil des EU-Vogelschutzgebietes ‚Laubwälder zwischen Braunschweig und Wolfsburg’ als auch FFH-Gebiet, also echtes ökologisches Tafelsilber!“
Während des gesamten Planverfahrens und auch auf dem späteren Verwaltungsgerichtsweg habe der NABU diese Bedeutung unterstrichen. „Gerichtlich sind wir nicht durchgedrungen, aber wir fordern jetzt, in den Stunden vor dem möglichen Rodungsbeginn, der von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wird, dass die Verantwortlichen nicht den fatalen letzten Schritt gehen und die Motorsäge oder den Harvester walten lassen!“, appellierte Buschmann. Der NABU-Landesvorsitzende erinnerte daran, dass die Teilhaber der Flughafengesellschaft jetzt noch handeln könnten – dies sind neben der Stadt Braunschweig (42,6 %) vor allem die Volkswagen AG (35,6 %) sowie ansonsten die Stadt Wolfsburg (17,8 %) und die Landkreise Gifhorn (2 %) und Helmstedt (2 %).

Carlo Fuchs, Vorsitzender der NABU-Bezirksgruppe Braunschweig, unterstrich noch einmal die außerordentliche ökologische Bedeutung des Gebietes. So habe der NABU selbst in einer beispiellosen Gemeinschaftsaktion bei einer aktuellen Kartierung allein schon in einem Teilbereich von 25 ha zusätzlich zu den bisher offiziell markierten Habitatbäumen weitere 247 Höhlenbäume feststellen und dokumentieren können – und dies der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde angezeigt. „Die geplante Rodung im Querumer Forst wäre ein schwarzer Tag nicht nur für den Naturschutz, sondern für die ganze Region und die Glaubwürdigkeit weiter Teile der Politik in Sachen Klimaschutz“, bekräftigte Fuchs die Ablehnung des Ausbaus. „Hier soll aus Prestigegründen und für die Bequemlichkeit des VW-Topmanagements die seit Jahrzehnten größte punktuelle Waldzerstörung in Norddeutschland erfolgen, und das noch dazu völlig unnötig! Insbesondere seitens VW ist die geplante Fällung von 60.000 Bäumen, nur um sich für eine überschaubare Anzahl von Flügen die `Unannehmlichkeiten´ einer alternativ möglichen Nutzung der nahe gelegenen Flughäfen Hannoveroder Magdeburg zu ersparen, in unbeschreibbarem Maße rücksichtslos - sowohl gegen die Bevölkerung als auch gegen die Natur! Wenn VW hiervon noch Abstand nehmen würde, wäre dies ein echtes Signal für eine umweltbewußte Ausrichtung der Konzernpolitik. Die Herren Winterkorn und Piech sind jetzt gefragt!“

 

Als deutliches Zeichen dafür, dass solch eine katasprophale Waldvernichtung vom überwiegenden Teil der Bevölkerung abgelehnt wird, will der NABU Braunschweig ein entsprechendes Signal setzen: seitens des Flughafens will man selbst am Samstag einen kleinen Trupp Forstschädlinge im Querumer Forst aussetzen, um diesen zu entwalden, so dass es für alle Waldfreunde jetzt eine Frage der Ehre sein sollte, diese Herausforderung anzunehmen und sich ab sofort an der Schneeball-Schlacht um den Querumer Forst zu beteiligen - aber natürlich gewaltfrei. Zudem ist viel Bewegung ja bekanntlich gesund und allemal besser, als etwa am PC zu spielen. Wenn jeden Tag ausreichend Schneeball-Kämpfer/innen antreten, bleibt es weiter spannend, ob wirklich "die Bösen" gewinnen. Und solange die Gegenseite nicht von ihrem schändlichen Treiben ablässt, geht´s am nächsten Morgen weiter - wenn´s sein muss bis zum 01. März! Apropos: laut Nieders. Naturschutzgesetz (§ 37) dürfen dort übrigens zwischen im Zeitraum vom 01.03.-30.09. keine Fällungen stattfinden....! Treffen ist täglich (außer sonntags) ab 8 Uhr am kleinen Parkplatz Tiefe Straße an der SW-Ecke des Waldes.
Außerdem trifft man sich
täglich um 15 Uhr zur gemeinsamen Begehung des Desasters am Sportheim Waggum.
Nach aktueller Information will man die nächsten Wochen ohne Ruhetage (Mo-So) jeweils von 7 - 17 Uhr den Wald fällen!

 

 

Bitte unterzeichnen Sie auch unsere
Online-Petition

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
die geplante Fällung von 60.000 Bäumen, nur um sich für eine überschaubare Anzahl von Flügen die "Unannehmlichkeiten" einer möglichen Nutzung der nahe gelegenen Flughäfen Hannover oder Magdeburg zu ersparen, ist in unbeschreibbarem Maße rücksichtslos - sowohl gegen die Bevölkerung als auch gegen die Natur!

Wir hoffen, dass Sie mit uns der Meinung sind, dass den für dieses Vorhaben vorrangig verantwortlichen Nutzern des Flughafens, den Unternehmen VW und DLR, deutlich gemacht werden muss, dass deren Verantwortlichkeit von der Bevölkerung nicht unbemerkt bleibt. Wer zudem wie VW aktuell mit einer Werbekampagne (Umschlagseite des STERN, Nr. 30 vom 16.07.2009) „Ich bin gern im Grünen – und das will ich auch morgen noch sagen können!“ den Eindruck vermitteln will, das Unternehmen würde sich statt dessen sogar für den Schutz unserer Natur einsetzen, um im gleichen Atemzug wegen vergleichsweise geringfügiger Unannehmlichkeiten für seine Manager ein ganzes Waldstück mit 60.000 Bäumen abholzen lassen, nur damit diese mit vollgetankten Fliegern starten können und nicht auf ihren Langstreckenflügen zum Tanken zwischenlanden müssen, sollte deutlich gezeigt bekommen, dass die Bevölkerung die Verantwortlichkeiten sehr wohl wahr nimmt!

Bitte unterzeichnen Sie deshalb unsere öffentliche Online-Petition an die Volkswagen AG und das DLR! Die Petitionsliste mit den Vor- und Zunamen der Unterzeichner/innen wird den Unternehmen in absehbarer Zeit zugestellt. Aufgrund der begrenzten technischen Möglichkeiten der uns kostenlos zur Verfügung stehenden Software besteht neben der öffentlichen Darstellung der Liste der Unterzeichner/innen (Vor- u. Zuname) auf der Petitionsseite nicht zusätzlich die Möglichkeit, mit der jeweiligen Unterzeichnung gleichzeitig auch eine Mail an die Unternehmen zu versenden. Nachdem jedoch bereits eine Vielzahl von Anfragen bei uns eingegangen ist, an wen man sich denn persönlich mit einer Mail wenden könnte (gern dürfen Sie hierfür den Text aus der Petition kopieren), um die Unternehmen zu einer Kurskorrektur zu bewegen, bieten wir hierfür jetzt gern die nachfolgende kleine Auswahl potentieller Ansprechpartner:

DLR:  Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner  (Vorsitzender d. Vorstands). eMail: Jan.Woerner@DLR.de
DLR:  Klaus Hamacher  (
Stellv. Vorsitzender d. Vorstands, u. a. zuständig für Großprojekte u. Berufungsverfahren). eMail: Klaus.Hamacher@DLR.de
DLR:  Prof. Dr.-Ing. Joachim Szodruch  (
Mitglied d. Vorstands, zuständig für den Bereich 'Luftfahrt'). eMail: Joachim.Szodruch@DLR.de
VW:  Prof. Dr. rer. nat. Martin Winterkorn (
Vorstandsvorsitzender). eMail: Martin.Winterkorn@Volkswagen.de
VW:  Dr. Horst Neumann (
Mitglied des Vorstands, zuständig für den Geschäftsbereich 'Personal, Arbeitsdirektor'). eMail: Horst.Neumann@Volkswagen.de
VW:  Hon.-Prof. Dr. techn. h.c. Dipl.-Ing. ETH Ferdinand K. Piëch  (
Vorsitzender d. Aufsichtsrats). eMail: Ferdinand.Piech@TUWien.ac.at
VW:  Jürgen Peters  (Stellv. Vorsitzender d. Aufsichtsrats). eMail: Juergen.Peters@Volkswagen.de
VW:  Bernd Osterloh  (
Mitglied d. Aufsichtsrats u. Vorsitzender d. Gesamt- und Konzernbetriebsrats d. Volkswagen AG). eMail: Bernd.Osterloh@Volkswagen.de
VW:  Wolfgang Ritmeier  (
Mitglied d. Aufsichtsrats u. Vorstandsvorsitzender d. Volkswagen Management Association). eMail: Wolfgang.Ritmeier@Volkswagen.de
VW:  Christian Wulff  (
Mitglied des Aufsichtsrats u. Niedersächsischer Ministerpräsident). eMail: Christian.Wulff@stk.niedersachsen.de

=> zusammengefasst: <Jan.Woerner@DLR.de> <Klaus.Hamacher@DLR.de> <Joachim.Szodruch@DLR.de> <Martin.Winterkorn@Volkswagen.de> <Horst.Neumann@Volkswagen.de> <Ferdinand.Piech@TUWien.ac.at> <Juergen.Peters@Volkswagen.de> <Bernd.Osterloh@Volkswagen.de> <Wolfgang.Ritmeier@Volkswagen.de> <Christian.Wulff@stk.niedersachsen.de>

Zur Petition

=> Vorab 2 wichtige Hinweise: nach dem Unterzeichnen der Petition (Sign Petition) wird man (auf Englisch) durch den Softwareanbieter iPetitions "gebeten", eine "Spende" (in US-Dollar !) an iPetitions zu entrichten - nicht an den NABU! Sie können diesen Versuch von iPetitions, Geld für sich selbst zu akquirieren, einfach beenden, indem Sie sich mit der Pfeiltaste Ihres Browsers zurück auf die Petitionsseite klicken - oder durch nochmaliges "Zurück" auf die NABU-Website (dies würde so auch durch Benutzung der rechten Maus-Taste funktionieren).

Die Information darüber, dass diese "Spenden" dort nicht an uns gehen würden, ist einer der Gründe, warum wir auch ausdrücklich darum bitten, bei der Verbreitung der Information über diese Petition keinen direkten Link auf die Petitionsseite zu setzen oder zu verbreiten - und genau diesen Hinweis auch selbst immer aufzuführen und um Weitergabe eben dieses Hinweises zu bitten! Sollten Sie trotzdem einen solchen Link zugesandt bekommen oder irgendwo sehen: weisen Sie bitte den jeweiligen Verbreitenden darauf hin, dass dies nicht gewünscht wird! Danke.
Neben einer hohen Unterschriftenzahl brauchen wir darüber hinaus auch eine Vielzahl von Spenden, um den noch erforderlichen Geldbetrag für unsere Klagefortsetzung zusammen zu bekommen - und die werden wir letztendlich nur erhalten, wenn Interessierte über den Spendenaufruf unserer Website geleitet und informiert werden!
Zudem erhält man auch nur hier die eMail-Adressen für die bei VW und dem DLR verantwortlichen Ansprechpartner.....

 

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26. November 2009
(Pressemitteilung des NABU Braunschweig)
Finanzloch beendet die Startbahn-Klage
NABU und Bürgerinitiativen fehlen rund 17.000 Euro zur Deckung der bisherigen Kosten

Nach eingehenden Beratungen haben der NABU und die Bürgerinitiativen gegen die Startbahnverlängerung jetzt über ihr weiteres Vorgehen in Sachen Startbahnverlängerung entschieden. "Mit großer Bestürzung haben wir seitens des NABU und der Bürgerinitiativen die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) zur Kenntnis genommen, unserer Nichtzulassungsbeschwerde gegen die vom OVG verweigerte Revisionsmöglichkeit für unsere `Startbahn-Klage´ nicht stattzugeben. `Plötzlich und unerwartet´ wäre hierfür eine in ähnlichem Zusammenhang gebräuchliche Umschreibung. Nach der `pünktlich´ zum 11.11. verkündeten Entscheidung - ein Schelm, wer Böses dabei denkt - haben wir uns natürlich gezwungen gesehen, seitens unseres Rechtsanwaltes eine Aufstellung der bis dato real aufgelaufenen und noch nicht in Rechnung gestellten Honorar- und Gerichtskosten sowie der Rechtsanwaltsgebühren für die Gegenseite erstellen lassen. Das Ergebnis lässt leider nur den Schluss zu, dass es uns nicht möglich sein wird, den Gerichtsweg weiter zu beschreiten, auch wenn uns gegen die nicht nachvollziehbare Entscheidung des BVerwGs theoretisch noch der Gang vor' s Bundesverfassungsgericht offen steht. Wir müssen jedoch verantwortbar auf die Tatsache reagieren, dass wir trotz des hohen Spendenaufkommens  insbesondere auch in den letzten 4 Monaten von allein schon rund 25.000,- Euro unter' m Strich aktuell mit einem Finanzloch von derzeit nicht zu deckenden Kosten in Höhe von rund 17.000 Euro konfrontiert sind!

Dieses Ende war aus unserer Sicht so nicht zu erwarten und gemeinsam mit den Bürgerinitiativen, mit denen wir in enger Zusammenarbeit seit nun schon über einem halben Jahrzehnt gegen die unnötige Startbahnverlängerung gekämpft haben, konnten wir allein schon angesichts dieser Finanzsituation leider zu keiner anderen Entscheidung kommen. Auch wenn es im Ergebnis offenbar nicht möglich war, das Recht der Bevölkerung auf unbeeinträchtigte Gesundheit und eine intakte Umwelt vor Gericht durchzusetzen, so hoffen wir doch, dass unser Einsatz trotzdem in der Bevölkerung anerkannt wird und dass uns jetzt auch all diejenigen, für deren Interessen wir uns letztendlich über all die Jahre mit eingesetzt haben, mit der geschilderten finanziellen Lage nicht allein lassen werden. Der Spendeneingang nach unserem allgemeinen Aufruf vom Juli für einen Gang vor das BVerwG war mit rund 25.000,- Euro zwar enorm, die Zahl der Spender/innen mit 321 für eine Stadt mit 250.000 Einwohnern jedoch sehr gering. Sowohl seitens des NABU wie auch privat seitens der BI-Aktiven wurden vor dem Gerichtsverfahren bereits jeweils im fünfstelligen Bereich Eigenmittel beigesteuert – mehr ist hier kaum möglich. Wenn sich jetzt jedoch noch beispielsweise weitere 420 Bürger/innen mit einem Betrag von jeweils 40,- Euro an den Kosten beteiligen würden, so könnten die zur Kostendeckung fehlenden 17.000 Euro doch noch aufgefangen werden! Bitte überweisen Sie Ihre finanzielle Hilfe auf das gemeinsame Sonderspendenkonto: NABU Braunschweig, Nord LB, BLZ 250 500 00, Kto.-Nr. 150 501 369.
An dieser Stelle möchten wir uns auch noch einmal ausdrücklich und ganz herzlich bei allen Spendern/innen bedanken, die uns über die letzten Jahren beim Kampf um den Erhalt des Querumer Forstes mit ihren Spenden und/oder auch mit ihrem persönlichen Einsatz unterstützt haben!!!

Nichts desto trotz werden wir uns natürlich auch weiterhin für "Mensch und Natur" einsetzen, wie es im Wahlspruch des NABU so treffend heißt. Wir werden jedenfalls nicht aufgeben und uns mit allen legalen Mitteln weiter gegen die drohenden Folgen der Startbahnverlängerung zur Wehr setzen - und wir verfolgen da noch mehrere Optionen...."

 

11. November 2009
(Vorabinformation des NABU Braunschweig)
Nichtzulassungsbeschwerde zurückgewiesen

Das Bundesverwaltungsgericht hat heute die Nichtzulassungsbeschwerde gegen die Startbahnverlängerung des Braunschweiger Flughafens zurückgewiesen sowie daran anknüpfend auch den Eilantrag auf aufschiebende Wirkung. Die Begründung der Beschlüsse liegt noch nicht vor. Dies soll frühestens Mitte Dezember erfolgen, so dass derzeit hierzu noch keine fundierte Stellungnahme oder eine Entscheidung bezüglich der Konsequenzen möglich ist.

 

30. September 2009
(Ergänzte Pressemitteilung des NABU Braunschweig)
NABU und Bürgerinitiativen erzielen ersten Teilerfolg
Bundesverwaltungsgericht verhindert die Schaffung vollendeter Tatsachen am Braunschweiger Flughafen

Der NABU und die Bürgerinitiativen gegen die Startbahnverlängerung des Braunschweiger Flughafens haben beim Bundesverwaltungsgericht einen vorläufigen Teilerfolg erzielt. Das Gericht entsprach jetzt kurz vor einem ab 01. Oktober möglichen Fällen von 60.000 Bäume indirekt dem Eilantrag der Startbahngegner auf einen sogenannten "Hängebeschluß" zur Sicherung des effektiven Rechtsschutzes, indem es die Flughafen GmbH schriftlich aufgefordert hat, sicherzustellen, "dass mit dem Bau- oder sonstigen Maßnahmen", die unserem Antrag auf Zulassung zur Revision zuwiderlaufen, vor einer diesbezüglichen Entscheidung des Gerichts noch nicht begonnen wird. Dies hat die Flughafen GmbH im Laufe des Tages durch ihren Anwalt schriftlich eingeräumt, ebenso, dass man das Eigentum der zur Klägergemeinschaft gehörenden Siegrid Böse, also deren vom Planfeststellungsbeschluß betroffene Wald- und Ackergrundstücksflächen, unangetastet lassen muss, bis "die entsprechenden öffentlich-rechtlichen und zivilrechtlichen Voraussetzungen vorliegen". Dies bedeutet vorläufig aufschiebende Wirkung bis zu einer endgültigen Entscheidung des Gerichts über die Nichtzulassungsbeschwerde des NABU gegen die verweigerte Revision. Das Bundesverwaltungsgericht kann nun in aller Ruhe die 54-seitige Beschwerdeschrift prüfen und dann eine endgültige Entscheidung treffen. Der 7. Senat des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg hatte in seinem Mitte Mai verkündeten Urteil pro Startbahnverlängerung gleichzeitig auch die Möglichkeit zur Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht verweigert. Hiergegen geht die Klägergemeinschaft um den NABU nun vor, da man in die Revision gehen will.

Wir freuen uns, dass das Gericht mit seiner Entscheidung die verlautbarte Bestrebung des Aufsichtsrates der Flughafen GmbH verhindert hat, nicht den rechtsgültigen Verfahrensabschluß abzuwarten sondern mit de Abholzungen der rund 60.000 Bäume zu beginnen - und somit vollendete Tatsachen zu schaffen. Allerdings heißt dies für uns noch nicht, dass wir jetzt in Ruhe die Füße hochlegen werden, da der Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafen GmbH, CDU-Ratsherr Reinhard Manlik, gestern Abend in einem Interview auf Radio Okerwelle erklärte, unabhängig von dem Klageverfahren gegen den Planfeststellungsbeschluß wolle man aber trotzdem für den Betrieb des Flughafens erforderliche Maßnahmen zur Hindernisfreiheit durchführen. In diesem Zusammenhang erwähnte er einmal mehr den Begriff "Rodung". Entweder ist Herr Manlik wieder einmal mangelhaft über die rechtliche Situation informiert und braucht dringend Nachhilfe, oder er betreibt einmal mehr Desinformationspolitik. Tatsache ist, dass für den Betrieb des Flughafens höchstens eine standardisierte Hindernisfreiheit von 1:30 hergestellt werden könnte, dass heißt, gemessen ab der sogenannten Schwelle gegen Ende der Startbahn wird bei imaginärer Verlängerung die Entfernung bis zu einem Hindernis durch 30 geteilt. Alles, was jeweils höher wäre, könnte durch Baumschnittmaßnahmen höchstens eingekürzt werden - und nicht gerodet! Bei der ungefähren Entfernung zum Waldrand von 630m dürften z. B. die Bäume dort 21m hoch sein und nur alles darüber hinaus ragende dürfte gekappt werden! Gerodet werden darf dort gar nichts - und wir werden ab Donnerstag jede dort stattfindende Aktion genau im Auge behalten, damit dort auch genau diese Vorgabe eingehalten wird! Unsere ab 01. Oktober 06 Uhr angesetzten "S.O.S.-Naturerlebnistage im Querumer Forst" werden deshalb wie angekündigt durchgeführt.

Damit wir unseren Klageweg gegen die nicht zwingend erforderliche Verlängerung der braunschweiger Startbahn - beschlossen nur aus Prestigegründen und wegen geringfügiger Unbequemlichkeiten für das Management von VW und das DLR -, letztlich auch finanziell durchhalten können, müssen wir alle Naturfreunde aktuell dringend zu Spenden aufrufen! Rund 666 x 30,- Euro sind doch wohl zu schaffen!!!
Sonderspendenkonto für den Erhalt von 60.000 Bäumen des Querumer Waldes:
NABU Braunschweig , Nord LB , BLZ 250 500 00 , Kto.-Nr. 150 501 369

 

AKTUELLE Veranstaltung ab 01. Oktober – Donnerstag
(dem Tag, ab dem theoretisch die Bäume gefällt werden könnten, solange das BVerwG noch nicht über unseren Eilantrag und die Revisionsbeschwerde entschieden hat)
S.O.S.–Naturerlebnistage im Querumer Forst Spaß, Ornithologie und Spannung im Wald.
Der NABU und die Bürgerinitiativen gegen die Startbahnverlängerung rufen alle Waldfreunde zu einer HinFortbildungsveranstaltung im Querumer Forst auf. Ab 01. Oktober 6 Uhr wollen wir dort mit vielen vielen kleinen Gruppen den Wald begehen und beobachten. Neben den durch Lebensraumzerstörung bedrohten Spechten und vielen anderen Waldtierarten suchen und begleiten wir insbesondere fremde Species und ihr geschäftiges Treiben in der Natur. Interessante Vorgänge, wie z. B. die Versuche des Gemeinen Holzfällers (Saegus vulgaris), aus bis zu 200 Jahre alten Bäumen Totholz zu machen, verfolgen wir dabei aus nächster Nähe – direkt am Baum. Diese putzigen kleinen Gesellen sind invasive Waldschädlinge, die in der Regel in kleinen Rudeln auftreten und viel Schaden anrichten können – wenn man sie gewähren lässt!

Damit wir bestens zu sehen sind und niemanden im Wald verlieren, sollten alle Teilnehmer/innen Warnwesten tragen. Wer noch keine besitzt (sind z.B. für PKW vorgeschrieben), kauft vorher eine für 3,- Euro im Baumarkt oder beim Autozubehör – oder bekommt im Ausnahmefall eine von uns geliehen (ein sehr kleines Kontingent ist vorrätig). Außerdem sollte an Rucksackverpflegung, Regenschutz und wärmende Kleidung gedacht werden, denn bei zahlreicher Beteiligung und solange wir gleichzeitig noch spannende Informationen zu erwarten haben – wie z. B. die Eilentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts über die Revisionsbeschwerde zu unserer Startbahn-Klage und über unseren Antrag auf Aufschiebende Wirkung bis zu einem rechtskräftigen Verfahrensabschluß – könnte sich unsere Veranstaltung auch über Tage hinziehen...., jeweils vom Morgengrauen bis zur Abenddämmerung. Kurz gesagt:  S.O.S.!!!

Wir möchten allen Naturfreunden eine Beteiligung an dieser Veranstaltung dringend ans Herz legen und hoffen auf ein möglichst zahlreiches Erscheinen und Mitwirken!!! Zum Ausdrucken und Verteilen an weitere Interessierte, z. B. solche ohne Internetanschluß, hier auch ein Flyer (in 2 x DIN A5)

 

23. September 2009
(Pressemitteilung des NABU Braunschweig)
Flughafen GmbH will vollendete Tatsachen schaffen -- NABU ruft Bundesverwaltungsgericht an

(Braunschweig) - In einem Artikel der Braunschweiger Zeitung vom 23.09. wird der Flughafen-Aufsichtsratsvorsitzende und CDU-Ratsherr Reinhard Manlik mit der Aussage zitiert "Eine Klage sei nicht mehr möglich, es könne nicht mehr in der Sache verhandelt werden, das Urteil des OVG vom BVG nur noch auf Verfahrensmängel geprüft werden". Diese Aussage ist schlicht unwahr und soll offensichtlich nur dazu dienen, die Bürger/innen von weiteren Spendenunterstützungen für das Klageverfahren des NABU und der Bürgerinitiativen abzuhalten. Richtig ist, dass der NABU gegen die im Urteil des 7. Senats des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg verweigerte Möglichkeit einer Revision eine Nichtzulassungsbeschwerde eingereicht hat. Wenn dieser Beschwerde voraussichtlich durch das Bundesverwaltungsgericht stattgegeben wird, wovon wir fest ausgehen, dann wird vor dem Bundesverwaltungsgericht völlig neu verhandelt werden!!!

Wir stellen nicht das erste Mal fest, dass durch gezielte Fehlinformationen die Bürger/innen in die Irre geführt werden sollen - ein erbärmlicher Versuch, die Spendenunterstützung an uns zum  Versiegen zu bringen und uns so kurz vor Erreichen des Ziels doch noch in die Knie zu zwingen. Aber das ist bisher nicht gelungen und wird auch durch weitere Desinformation nicht gelingen, denn die Menschen wollen ihre Natur behalten. Deshalb werden auch weiterhin Spenden unseren Klageweg und damit die 60.000 Bäume im Querumer Wald am Leben erhalten.

Einen weiteren Eindruck seiner Glaubwürdigkeit lieferte der Flughafen-Aufsichtsratsvorsitzende und CDU-Ratsherr Manlik mit seiner in der BZ vom 12.09.2009 zitierten Zusicherung, dass die rund 60.000 Bäume vorerst stehen bleiben: „Wir wollen dort keine vollendeten Tatsachen schaffen, sondern eine Entscheidung des Gerichts abwarten.“ Ganze 11 Tage später in dem BZ-Artikel vom 23.09.2009, also kurz vor dem für die Flughafen GmbH frühestmöglichen Abholztermin 01. Oktober, lautet die Aussage jetzt plötzlich „Wir werden nicht mehr warten!“. Einen derartigen Wortbruch muss man wohl nicht mehr kommentieren, er spricht für sich. Das gleiche gilt für seine in diesem Zusammenhang bei der Ratssitzung am 22.09. gebrauchte Wortwahl, dass die Fläche sofort „bereinigt" werden solle - rund 60.000 Bäume und sämtliches Leben dort! Respekt vor der Natur oder der Schöpfung sucht man hier wohl vergebens.

Im gleichen BZ-Artikel ( http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2044/artid/11003155 ) erwecken die Aussagen Herrn Manliks zudem den Eindruck, dass das bis zum Zeitpunkt des Urteils Mitte Mai nicht durchgeführte Abholzen der betroffenen Bäume eine großzügige Freiwilligkeit des Flughafens darstellte. Dies ist jedoch reine Augenwischerei. Richtig ist, dass das Gericht die Flughafen GmbH zur "Freiwilligkeit" aufforderte, und zwar aus dem nachvollziehbaren Grund der eigenen Arbeitsminimierung, also um sich nicht schon vorab und somit doppelt mit dem Fall beschäftigen zu müssen. Wenn die Flughafen GmbH dem jedoch nicht hätte nachgekommen wollen, hätte man das Gericht - so deren Aufforderung - vorab benachrichtigen müssen. In diesem Falle hätte dann jedoch das Gericht aufgrund des vom NABU gestellten Eilantrages zur Wahrung des effektiven Rechtsschutzes über die aufschiebende Wirkung entschieden! 

Aber auch die im genannten BZ-Artikel zitierte Aussage des Vorsitzenden der SPD-Ratsfraktion, Pesditschek, man hätte dem Antrag der GRÜNEN im Rat der Stadt Braunschweig auf Abwarten bis zum rechtskräftigen Verfahrensabschluss nicht zugestimmt, weil "der Rechtsweg bis zur Kante ausgeschöpft worden" sei, verdient Beachtung. Entweder ist das einfach nur übelst fadenscheinig (auch die SPD-Ratsfraktion hatte wie CDU und FDP die Verlängerung der Start-/Landebahn damals im Rat mit beschlossen) oder es zeugt von sachlicher Unkenntnis - jeder mag selbst beurteilen, was schlimmer ist. In letzterem Fall hätte Herr Pesditschek vorher vielleicht einfach mal jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt - oder statt in den Gelben Seiten sich gleich direkt beim NABU informiert! 

Abschließend sei einmal darauf hingewiesen, dass es durchaus aufschlußreich ist, darauf zu achten, welcher Zeitungsredakteur solche derart tendenziösen Artikel verfasst. In der Regel liest man in solchen Fällen immer den gleichen Namen - und ebenfalls die Regel ist dabei, dass dabei vom NABU keine Stellungnahme eingeholt wurde - um nichts gegenteiliges abdrucken zu "müssen". Mit wahrhaftem Journalismus hat das allerdings nur noch wenig zu tun, eher mit Lobbyismus. Der Artikel vom 23.09. stammte übrigens mal wieder von Ernst-Johann Zauner - in Sachen Flughafen in diesem Zusammenhang ein "alter Bekannter".

 

29. Juli 2009
(Pressemitteilung der EU-Kommission)
EU-Bürger kaufen umweltbewusst !

(Brüssel) - 4 von 5 EU-Bürgern achten beim Kauf auf die Umwelt. Einer neuen Eurobarometer-Umfrage zufolge ist das Umweltbewusstsein in Griechenland am höchsten, wo mehr als 90 Prozent der Befragten ihre Kaufentscheidung von der Umweltfreundlichkeit eines Produkts abhängig machen. In Deutschland sind dies 84 Prozent. Etwa die Hälfte der Europäer ist der Ansicht, dass eine Mischung aus höheren Steuern auf umweltschädliche und niedrigere Steuern auf umweltfreundliche Produkte am ehesten zur Verwendung ökologisch nachhaltiger Produkte beiträgt. Breite Zustimmung gab es für eine verbindliche CO2-Kennzeichnung, in Deuschland mit 61 Prozent. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas wies auf die wichtige Rolle der Verbraucher hin: "Durch den Kauf umwelt- und klimaschonender Produkte sendet der Kunde die richtigen Signale an die Hersteller, die ihrerseits durch die Herstellung umweltfreundlicherer Produkte reagieren." .....

Obwohl kaum die Hälfte der EU-Bürger erklärt, Umweltzeichen spielten eine wichtige Rolle bei ihren Kaufentscheidungen, und nur jeder Zehnte meint, die Gesamtmenge der von einem Produkt verursachten Treibhausgasemissionen sollte auf den Umweltzeichen angegeben sein, vertraten etwa 72 Prozent der EU-Bürger die Auffassung, dass künftig für jedes Produkt die CO2-Kennzeichnung verbindlich vorgeschrieben sein sollte. Eine CO2-Kennzeichnung würde sämtliche Treibhausgase – einschließlich Kohlendioxid – aufzeigen, die von der Herstellung bis zur Entsorgung eines Produkts emittiert werden. Gegenwärtig gibt es noch keine entsprechende EU-weite Regelung, aber während der Tagung des Rates Umwelt im Dezember 2008 baten die Umweltminister die Kommission, die Einführung einer solchen Vorschrift zu prüfen.

 

10. Juli 2009
(Pressemitteilung des NABU Deutschland)
BVG stoppt Flughafenausbau Münster-Osnabrück !
Klage des NABU NRW vor dem Bundesverwaltungsgericht erfolgreich

(Leipzig) - Der NABU begrüßt das gestrige Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes in Leipzig im Streit um den Flughafenausbau Münster Osnabrück. „Das ist ein Erfolg für den Naturschutz in Deutschland“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Das Gericht hat mit seinem Urteil klargestellt, dass die Abwägung zwischen öffentlichen Interessen und Naturschutzinteressen aufgrund belastbarer Daten und Fakten erfolgen muss.
Das öffentliche Interesse am Flughafenausbau wurde von den Richtern bezweifelt.
„Das Urteil hat aus Sicht des NABU grundsätzlichen Charakter für zukünftige Planverfahren, die FFH- und Vogelschutzgebiete betreffen“, so Miller weiter. „Wir freuen uns, dass die Leipziger Richter die Position des NABU heute gestärkt haben“, sagte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW, der gegen das Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes NRW geklagt hatte. Immerhin hat der NABU den zwingenden Grund überwiegend öffentlichen Interesses am Ausbau des Flughafens stets bezweifelt, da die zugrunde liegenden prognostizierten Fluggastzahlen schlichtweg falsch sind.
Lebensraumzerschneidung von wertvollen Flächen
Konkret kritisiert hatte der NABU zudem die zerschneidende Wirkung des Ausbauvorhabens auf den Eltingmühlenbach und die damit einhergehenden negativen Auswirkungen auf den schützenswerten Lebensraumtyp des Erlen-Eschen-Auwaldes. Auch hätte im Rahmen der FFH-Verträglichkeitsprüfung ein fachliches Gutachten über die Auswirkungen der Lebensraumzerschneidung sowie Lärm- und Lichtverschmutzung durch den Flughafen auf die am Eltingmühlenbach festgestellten Fledermausvorkommen erfolgen müssen.
Lärm ist ein Gesundheitsrisiko
„Aus Kima- und Lärmschutzgründen müsste man solchen Flughafenausbauplänen generell eine klare Absage erteilen. Durch die höhere Klimawirksamkeit der Flugzeugabgase gehen schon über zehn Prozent der Erderwärmung auf das Konto des Flugverkehrs - Tendenz steigend“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Miller. Flugzeuge sind das klimaschädlichste Verkehrsmittel. Der Gesetzgeber hat bisher jedoch ausgerechnet das klimaschädlichste Verkehrsmittel ungeschoren von Öko- und Mineralölsteuern gelassen. Hinzu kommt, dass die meisten Regionalflughäfen schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind und der Lärm für viele Anwohner zum Gesundheitsrisiko wird. Für viele Regionalpolitiker geht es bei den kleinen Flughäfen nur ums Prestige. Miller: „Die kleinen Flughäfen sind meist ein Steuergeldgrab und erbringen nicht den erhofften Effekt für die regionale Wirtschaft und für Arbeitsplätze.“

 

08. Juli 2009
(gemeinsame Pressemitteilung des NABU Braunschweig und der Bürgerinitiativen Flughafen)
18.000 Euro für den Querumer Forst benötigt - ansonsten fällt der Wald
60.000 Bäume sind bedroht - Bürgerinitiativen und NABU kämpfen weiter
Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision
vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVG) nur nach Ausgleich der noch offenen Kosten möglich!

(Braunschweig) - Der Kampf um den Erhalt des Querumer Forstes geht weiter: in einer gemeinsamen Presseerklärung der Bürgerinitiativen Flughafen und des NABU möchten wir der Bevölkerung jetzt mitteilen, dass wir nach eingehenden Beratungen zu dem Schluß gekommen sind, das Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Lüneburg trotz der verweigerten Revisionsmöglichkeit nicht hinzunehmen. Sowohl durch das Urteil selbst als auch durch die mündliche Urteilsbegründung sehen wir uns leider in unseren Befürchtungen bestätigt, dass der als besonders naturschutzunfreundlich bekannte 7. Senat des OVG die Klage möglicherweise unter der Prämisse angehen würde, den von uns aufgrund schwerster Mängel beklagten Planfeststellungsbeschluß (PFB) nicht außer Kraft zu setzen, sondern höchstens unwesentlich nachbessern zu lassen. Die in einem solch strittigen Fall unübliche Nichtzulassung einer Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVG) unterstreicht diese Einschätzung.

Obwohl wir zum Gerichtstermin aus Kostengründen nur zwei Gutachter beauftragen konnten und die bei der Verhandlung beigeladene Flughafengesellschaft mit einer ganzen Armada von Gutachtern auftrat, ist es uns dennoch gelungen, gleich mehrere schwere Mängel nachzuweisen, die selbst durch Nachbesserungen oder Auflagen nicht zu heilen gewesen wären. Wer an den beiden Verhandlungstagen anwesend war, konnte nur zu dem Resümee kommen, dass der Senat den PFB wird außer Kraft setzen müssen! Stattdessen mußten wir bei der Urteilsverkündung feststellen, dass die Punkte, wo selbst mit Ermessensspielraum nichts mehr zu retten war, einfach ignoriert wurden. Uns wundert daher nicht, dass der 7. Senat diese Entscheidung lieber nicht in der nächsten Instanz überprüfen lassen will! Nach unserer Einschätzung hatten wir die Verhandlung zweifelsfrei gewonnen, denn unsere entscheidenden Argumente konnte die Gegenseite nicht widerlegen – und deswegen wollen wir die Nichtzulassung der Revision auch nicht hinnehmen!

Zur Erinnerung: Noch kurz vor Ende der Gerichtsverhandlung hat der Vertreter der beklagten Niedersächsischen Behörde für Straßenbau und Verkehr ein eiligst zusammengeschustertes Sammelsurium an Nachbesserungen zum Planfeststellungsbeschluß eingereicht, darunter so ungeeignete Maßnahmen wie z. B. das Aufhängen von Nisthöhlen als Ersatzbrutplätze für die betroffenen Spechte! Richtig gelesen: Nisthöhlen für Spechte - einfach unglaublich! Das hat sogar das an beiden Tagen doch äußerst disziplinierte Publikum im Gerichtssaal zu allgemeinem Gelächter verleitet. Dass die Behörde noch Eingaben auf einem derart unterirdischen Niveau machte - was schon an Mißachtung des Gerichts grenzte - hat deutlich gezeigt, wie man nach dem Verlauf der Verhandlung aktuell selbst die eigenen Erfolgsaussichten einschätzte. Angefangen bei der angeblich notwendigen Startbahnlänge, deren exakte Berechnungsgrundlage schlicht fehlte, wie der Gutachter Faulenbach da Costa nachgewiesen hat, den mangelnden Artenschutzaspekten oder den völlig überflüssigen neuen Zurollwegen, die genauso, wie die angebliche unumgängliche Ostverlegung der Grasseler Straße, zusätzlich unnötig Wald vernichten.... Mängel über Mängel. Und die Auflagen, die das Gericht den Beklagten noch zur Prüfung aufgegeben hat? Darunter ist schlicht nichts, was die Bürger vor den nachteiligen Auswirkungen dieses Vorhabens schützen wird.

Auch wir haben stets betont, dass auch wir den Avionikcluster am Flughafen durchaus im Blick haben, aber die Startbahnverlängerung ist nach unseren Erkenntnissen weder für die Forschung erforderlich noch wird dadurch irgendein Arbeitsplatz gesichert oder neu geschaffen. Bemerkenswert war an der Urteilsverkündung im übrigen auch die Tatsache, dass das Gericht in seinem Urteil nicht bewertet hat, ob unterbrechungsfreie Langstreckenflüge von VW-Managern als zweiter Grund für die Startbahnverlängerung, wie bei der Verhandlung seitens VW vehement vorgetragen, tatsächlich im öffentlichen Interesse liegen. Neben der Anwerbung von zusätzlichem Flugbetrieb zur Absenkung des Finanzdefizites ist dies nach unserer Überzeugung jedoch der wahre Hintergrund für die Start-/Landebahnverlängerung: man will das VW-Managment ohne Rücksicht auf Mensch oder Natur nach Belieben und ohne lästigen Tankzwischenstop Interkontinentalflüge machen lassen können.... genauso wie man ohne Einschränkungen nachts starten oder landen will. Die gestörte Nachtruhe ganzer Ortsteile - gleichgültig! Peanuts!

Die Gesamtgröße der von der Erweiterung der Start-/Landebahn betroffenen Fläche des Landschaftsschutzgebiets „Querumer Wald und angrenzende Landschaftsteile“ beträgt sagenhafte 90 ha (= 900.000 qm)! Zur Verdeutlichung: das entspricht nach FIFA-Norm einer Größe von etwa 126 Fußballfeldern! Falls nun keine juristischen Schritte mehr gegen dieses Urteil unternommen werden würden, könnte die Stadt ab dem 01. Oktober mit dem Kahlschlag der ca. 60.000 Bäume in dem als wertvollem FFH- und EU-Vogelschutzgebiet ausgewiesenen Waldgebiet beginnen. Das für die Bevölkerung in Braunschweigs Norden so wichtige Naherholungsgebiet wäre damit unwiederbringlich verloren. Und dies trotz der Tatsache, dass dieses im Niedersächsischen Raumordnungsprogramm als Vorranggebiet für ruhige Erholung in Natur und Landschaft ausgewiesen ist. Nicht wenige Bürger haben das beliebte Waldgebiet bisher zu Spaziergängen und auch sportlichen Aktivitäten genutzt – und fühlen sich nun von den Politikern der Parteien (CDU, FDP, SPD) im Rat der Stadt Braunschweig, die den Ausbau damals entgegen dem Willen der rundum liegenden Ortsteile beschlossen haben, gelinde gesagt im Stich gelassen – mancher sagt auch „verraten und verkauft“. Natur-, Umwelt- und Klimaschutz wird neuerdings von allen beschworen, und hier werden die Interessen und die Gesundheit der Bürger von ganzen Stadtteilen einfach ignoriert. Ob zunehmende Lärmbelastung tagsüber, den Schlaf störende Nachflüge, Geruchs- und Gesundheitsbelastungen durch abgelassenes Kerosin und andere Schadstoffe oder das unnötige Zerstören unseres Naherholungsgebietes – die Mehrheit der Ratsmitglieder schert sich nicht um die Belange der Anwohner in den betroffenen Ortsteilen.... und handelt es sich immerhin um 11 braunschweiger Stadtteile allein schon im direkten Umfeld!

Das ist die letzte Chance zur Erhaltung unseres teilweise 200 Jahre alten Eichen- und Hainbuchenwaldes! Ob wir weiter machen können oder nicht, hängt jetzt davon ab, ob wir kurzfristig den derzeit noch offenen Kostenbetrag von rund 18.000 Euro werden decken können. Ansonsten ist an dieser Stelle Schluß, dann fällt der Wald! Nach derzeitigem Stand könnte die Flughafengesellschaft ab 01. Oktober mit der Rodung des Querumer Forstes beginnen. Und dann wären vollendete Tatsachen geschaffen. Wir haben jetzt über 6 Jahre lang viel Kraft investiert und unermüdlich unser bestes gegeben. Und wir haben in diesem Zeitraum für die bisherige Finanzierung auch schon viele Spenden erhalten und auch eigene Mittel beigesteuert, aber jetzt sind wir auf die sofortige finanzielle Hilfe aus der Bevölkerung angewiesen. Jeder muss sich nun fragen `Was ist mir der Erhalt dieses großen Waldes wert?´.

Die Zeit drängt! Eigentlich sollte es doch möglich sein, auch einen Betrag von rund 18.000 Euro innerhalb von ca. 6 Wochen durch Spenden zusammen zu bekommen, denn schließlich sind das umgerechnet nur 600 x 30,- Euro! Die könnte manche/r vielleicht schon beisteuern, es müssen sich halt nur genügend Leute persönlich angesprochen fühlen! Und das sollte doch eigentlich der Fall sein, wie nicht nur die vielen Leserbriefe zeigen, die zu diesem Thema geschrieben worden sind. Auch in den vielen Gespächen, die insbesondere seitens der Aktiven der Bürgerinitiativen vor Ort geführt wurden, wie auch die Resonanz, die der NABU nach wie vor auf seinen Führungen oder in der Geschäftsstelle erhält, lassen uns weiterhin auf den Rückhalt in der Bevölkerung vertrauen. Wenn im positivsten Fall übrigens tatsächlich sogar etwas mehr zusammen kommen sollte, kann dies natürlich auch nicht schaden, denn wenn wir weiter machen, werden auch noch weitere Rechnungen anfallen....

Für das Klageverfahren zum Erhalt des Querumer Forstes hat der NABU ein Sonderkonto eingerichtet.

Sonderspendenkonto für den Erhalt des Querumer Forstes:
NABU BezGrp. Braunschweig , NORD / LB,
BLZ 250 500 00
, Kto.-Nr. 150 501 369.

 

20. Mai 2009
Urteilsverkündung der Klage des NABU gegen die Verlängerung der Start-/Landebahn des braunschweiger Flughafens in den Querumer Forst.
Am 13. + 14. Mai wurde vor dem 7. Senat des OVG Lüneburg unsere Klage gegen den Planfeststellungsbeschluß der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr verhandelt, der die Verlängerung der Start-/Landebahn des braunschweiger Flughafens bis quer durch den im Volksmund Querumer Forst genannten Wald Im Klei vorsieht - wodurch 70 ha Wald (= 700.000 qm) vernichtet werden würde. Durch den Bau der weder im öffentlichen Interesse noch zwingend erforderlichen Start-/Ladenbahn-Verlängerung zum einen das wertvolle FFH- und EU-Vogelschutzgebiet erheblichen Schaden nehmen, u. a. insbesondere ein Hauptverbreitungsgebiet und Dichtezentrum des Mittelspechts in Deutschland, und zum anderen für die Bevölkerung im Norden Braunschweigs hätte dies gleichzeitig sowohl den Verlust ihres unersetzlichen und gern genutzten Naherholungsgebietes als auch zu erwartende, erheblich ansteigende Lärm- und Schadstoffbeeinträchtigungen zur Folge.
Die einstellige Zahl an Flugtests pro Jahr, für welche das DLR eventuell tatsächlich eine längere Start-/Landebahn benötigen würde, könnten genau so gut an ihrem Standort in Oberpfaffenhofen oder woanders ausgeführt werden, und für die rücksichtslose Bequemlichkeit einiger Manager von VW, nicht zum nahe gelegenen Flughafen Hannover fahren zu müssen oder auch nachts in beliebiger Häufigkeit pro Jahr die Bevölkerung mit Fluglärm um ihren verdienten Schlaf zu bringen, kann man wohl kaum ein Öffentliches Interesse geltend machen. Wer sich nun wundern sollte: das sind tatsächlich die in der mündlichen Verhandlung offen zu Tage getretenen Hauptgründe für das Vorhaben!!! Das Urteil in diesem Klageverfahren daher wird einen Präzedenzfall für den Schutz von Mensch und Natur darstellen und der NABU war und ist auf keinen Fall bereit, einen solchen Frevel gegen Bevölkerung und Natur, der nur den egoistischen und rücksichtslosen Bequemlichkleiten einiger weniger dienen soll, einfach hinzunehmen.

Wir haben deshalb zusammen mit den Bürgerinitiativen aus Kralenriede, Waggum, Hondelage-Dibbesdorf und Lehre weder Kosten noch Mühen gescheut, dieses zu verhindern, aber das Thema "Kosten" bemisst sich natürlich in harten EURO, die wir zur Deckung der inzwischen angefallenen rund 60.000 Euro benötigen (hier wird wohl auch der Grund deutlich, warum nicht immer und überall Delikte nicht eingeklagt werden). Da wir diese enorme Summe leider nicht selbst drucken dürfen, sind wir zum Aufbringen des derzeit noch offenen Restbetrages von knapp 18.000 Euro - wie auch schon bisher - auf die Spendenbereitschaft der Bevölkerung angewiesen!
Für alle, die unsere gute Sache mit einer Spende zu unterstützen bereit sind, hier die Kto.-Verbindung unseres Sonderspendenkontos zum Erhalt des Querumer Forstes:  NABU Braunschweig , NORD LB , BLZ 250 500 00 , Kto.-Nr. 150 501 369 .

 

13. + 14. Mai 2009
Gerichtsverhandlung der Klage des NABU gegen die Verlängerung der Start-/Landebahn des braunschweiger Flughafens.
Am 13. + 14. Mai wird jeweils ab 09:30 Uhr vor dem 7. Senat des OVG Lüneburg unsere Klage gegen die Verlängerung der Start-/Landebahn des braunschweiger Flughafens und zum Erhalt des Querumer Forstes mit der mündlichen Verhandlung ihren Abschluß! Durch den Bau der weder im öffentlichen Interesse noch zwingend erforderlichen Verlängerung der Start-/Ladenbahn würde ein erheblicher Teil des Querumer Forstes gerodet und somit das FFH- und EU-Vogelschutzgebiet erheblichen Schaden nehmen, u. a. insbesondere ein Hauptverbreitungsgebiet und Dichtezentrum des Mittelspechts in Deutschland. Für die Bevölkerung im Norden Braunschweigs hätte dies gleichzeitig sowohl dem Verlust ihres unersetzlichen und gern genutzten Naherholungsgebietes als auch zu erwartende, erheblich ansteigende Lärm- und Schadstoffbeeinträchtigungen zur Folge.
Da das Urteil in diesem Klageverfahren einen Präzedenzfall für den Schutz von Mensch und Natur darstellen wird, gehen wir davon aus, dass viele Betroffene gern bei der Gerichtsverhandlung anwesend sein möchten und organisieren für beide Tage Mitfahrgelegenheiten nach Lüneburg. Zusammen mit den Bürgerinitiativen aus Kralenriede, Waggum, Hondelage-Dibbesdorf und Lehre organisieren wir für beide Tage die
Bildung von Fahrgemeinschaften nach Lüneburg. Wir bitten daher sowohl Fahrer/innen wie auch interessierte Mitfahrer/innen sich möglichst umgehend, spätestens jedoch bis Montagabend in der NABU-Geschäftsstelle zu melden!

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»» Das auch andernorts die Komunalvertreter ein Herz für die Natur und Sinn für Lebensqualität und Bürgernähe haben, zeigt ein kleines Beispiel aus dem benachbarten Landkreis Gifhorn: http://www.Wunderbares-Dannenbuettel.de

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02. Dezember 2005
(Pressemitteilung der NABU Bezirksgeschäftsstelle Braunschweig)
Flughafen Braunschweig-Wolfsburg: NABU stellt Antrag auf Absage des Erörterungstermins und vorläufige Einstellung des Verfahrens

(Braunschweig) - Nach bekannt werden des existierenden Gutachtens der Braunschweiger Planungsgemeinschaft LaReG, welches die Position des NABU bestätigt hat, dass es sich bei dem durch die Verlängerung der Start- und Landebahn des Flughafens betroffenen Waldgebiet um ein faktisches Vogelschutzgebiet handelt, hat der NABU heute bei der Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr den Antrag auf Absage des Erörterungstermins und die vorläufige Einstellung des Planfeststellungsverfahren gestellt.

„Wir halten es für rechtlich nicht vertretbar, dass dieses Gutachten nicht als Teil der Verfahrensunterlagen zur Stellungnahme vorgelegt wurde.“, so Professor Dr. Friedmund Melchert, 1. Vorsitzender der NABU Bezirksgruppe Braunschweig. „Aufgrund der fehlenden Übersendung dieser außerordentlich wichtigen und hochbrisanten Unterlagen ist die Durchführung des Erörterungstermins hinfällig. Alles andere als eine Absage wäre mehr als anrüchig.“

„Der entscheidende Fakt an der Bekanntgabe des vorliegenden Gutachtens ist, dass die Beurteilung einer Planung, die den wissentlichen Eingriff bis zur teilweisen Zerstörung eines `Faktischen Vogelschutzgebiets´ beinhaltet, erst möglich wäre, wenn eine Prüfung nach Artikel 6 der FFH-Richtlinie zulässig ist.“, erläutert Carlo Fuchs, Pressesprecher und Leiter der Bezirksgeschäftsstelle des NABU. „Da die strengen Vorschriften des Artikel 4 der EU-Vogelschutzrichtlinie für faktische Vogelschutzgebiete jedoch direkt gelten und eine Prüfung des Vorhabens nach Artikel 6 der FFH-Richtlinie deshalb ausgeschlossen ist, ist das zur Zeit angestrebte Verfahren unzulässig. Wir freuen uns natürlich, dass unserer Einwendungen, dass es sich bei dem Erweiterungsgebiet um ein ‚faktisches Vogelschutzgebiet´ handelt, nun auch gutachterlich bestätigt wurden, und verweisen unmißverständlich auf die bestehende Rechtsprechung zu faktischen Vogelschutzgebieten (u.a. EuGH Urt. vom 7. Dezember 2001 gegen Frankreich, C 3724/98; Bundesverwaltungsgerichtsurteil vom 01. April 2004, BVerwG C 2.03). Da das Erweiterungsgebiet als ‚faktisches’ EU-Vogelschutzgebiet dem strengen Schutz des Art. 4 Abs. 4 der VRL unterliegt, sind nur überragende Gemeinwohlbelange, wie etwa der Schutz des Lebens und der Gesundheit von Menschen oder der Schutz der öffentlichen Sicherheit geeignet, das Beeinträchtigungs- und das Störungsverbot des Art. 4 Abs. 4 Satz 1 der Vogelschutzrichtlinie zu überwinden (s. EuGH, Urt. vom 28.2.1991 – C 5789). Diese hohen Anforderungen der ständigen Rechtsprechung des EuGH sowie des Bundesverwaltungsgerichts erfüllt die vorliegende Planung nicht. Der NABU hat daher bei der hierfür zuständigen niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr beantragt, das eingeleitete Planfeststellungsverfahren bis zur Ausweisung des faktischen Vogelschutzgebietes und dem Erlass einer Schutzgebietsverordnung für das Gebiet einzustellen.“

„Nicht umhin kommen wir zudem auch um die Feststellung, dass sich unser derzeitiger sogenannter Umweltminister, Hans-Heinrich Sander, ausschließlich dazu äußert, wie die geplante Landebahn doch noch in das Waldgebiet gebaut werden könnte, anstatt sich entsprechend seinem Zuständigkeitsbereich über den Erhalt des potentiellen EU-Vogelschutzgebietes und wichtigsten Brutgebietes für den Mittelspecht in Niedersachsen Gedanken zu machen. Dies spricht einmal mehr für sich.“, so Fuchs.

 

25. Februar 2004

Stellungnahme der Bezirksgruppe Braunschweig des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) zur geplanten Verlängerung der Start- und Landebahn des Verkehrsflughafens Braunschweig gemäß § 12 des NROG

Aufgrund der im Folgenden angeführten Bedenken und wegen der weitgehend fehlenden Kompensationsmöglichkeiten für die Eingriffe in den Waldbestand, lehnen wir die geplante Verlängerung der Start- und Landebahn des Verkehrsflughafens Braunschweig ab.

Die geplanten Maßnahmen stellen einen sehr schwer wiegenden Eingriff in den Naturhaushalt dar, der die Erholungsfunktion des Gebietes weitgehend zunichte macht . Es kommt erschwerend hinzu, dass die Stadt Braunschweig südlich der L 635 und angrenzend an die geplante Flughafenerweiterung die Ansiedlung weiterer Forschungs- bzw. Gewerbebetriebe vorsieht. Diese Planung ist zwar nicht Bestandteil dieses Verfahrens, die östliche Erweiterung des Flughafengeländes entwertet aber die Waldflächen zwischen der A2 und der L 635 völlig, so dass beide Planungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Naturhaushalt im Zusammenhang betrachtet werden müssen.

Die Waldrodungen im Untersuchungsgebiet beeinträchtigen durch Rodung von Altholzbeständen, besonders direkt nördlich der L 635, die Brut- und Ruheplätze von bedrohten Vogel- und Fledermausarten. Besonders zu nennen sind hier Mittel-, Grau – und Schwarzspecht, sowie Wespenbussard und Schwarzmilan. Auch die nur mit niedrig wachsenden Baumarten aufgeforsteten Bereiche müssten zusätzlich durch Kompensationsmaßnahmen ausgeglichen werden. In der Umweltverträglichkeitsuntersuchung wird zwar aufgeführt, dass Schutzgebiete gemäß Natura 2000 nicht direkt berührt werden, zum Erhalt des Vogelbestandes ist aber eine angrenzende, ungestörte Zone notwendig. Außerdem hat unser Verband bereits früher gegen die völlig willkürliche und viel zu engräumige südwestliche Begrenzung der V 48- und FFH 101-Gebiete protestiert (bei der Bezirks-Regierung unter AZ. 503.14.22005-1). Besonders einzelne Flugbewegungen tragen durch Lärm zur Vergrämung von Brutvögeln und Wild bei, die angegebenen Dauerschallpegel täuschen hingegen eine nur geringe Beeinträchtigung vor.

Die Verlegung der Befeuerungseinrichtungen in den bisherigen Waldbereich hinein führt in Verbindung mit der erwünschten Ausweitung des Flugbetriebes, der auch die Abendstunden betreffen wird, zu einer Beeinträchtigung dämmerungsaktiver Insekten mit mittelbaren Auswirkungen auf die Fauna. Zusätzlich ist eine Irritation von ziehenden Vögeln, Eulen und Fledermäusen zu befürchten.

Durch die Versiegelung größerer Flächen mit resultierendem, rascheren Wasserabfluss ist eine zunehmende Austrocknung der sehr feuchten Waldgebiete östlich des Flughafens zu erwarten. Dieser Effekt wird durch die Änderung des Kleinklimas infolge der verringerten Waldflächen und durch die Veränderung der Grundwasserströme bei einer möglichen Verwirklichung der Tunnellösung noch verstärkt. Somit wäre die artenreiche Amphibienfauna des Gebietes gefährdet. Zusätzlich zu den in der Umweltverträglichkeitsuntersuchung genannten, häufigen Arten kommen in den Wäldern nordöstlich des Flughafengeländes u.a. noch Laubfrosch, Knoblauchkröte, Grünfrösche, Kamm- und Teichmolch vor.

Foto: C. Fuchs

Die östliche Verlängerung der Start- und Landebahn, besonders aber die eventuelle Verlagerung der L293 vernichten sich entwickelnde Sandmagerrasen auf aufgelassenen Äckern und die Ackerbegleitflora auf den bewirtschafteten Flächen nördlich des Flughafengeländes. Auf diesem Gelände, beiderseits der L 239, kommen über 180 Arten von Gefäßpflanzen vor, darunter Zwerg- und Ackerfilzkraut, Sandglöckchen, Kahle Gänsekresse, Nelkenhafer und als besondere Rarität für diese Gegend Grannen-Ruchgras. (Vorkommen belegt durch jährliche Exkursionsberichte des Institutes für Pflanzenbiologie der TU Braunschweig.) Diese Wuchsorte sollten weiter entwickelt und nicht zerstört werden.

Besonders gravierend ist die Beeinträchtigung der Naherholungsfunktion. Die prognostizierte Erhöhung des Flugbetriebs vermindert durch Fluglärm die Erholungsfunktion des Querumer Forstes südlich der A2. Die östliche Verlängerung der Flughafengrenze macht es für erholungssuchende Spaziergänger und Wanderer sehr unattraktiv, die Autobahn zu queren, um durch die verbleibenden Waldrestflächen in die besonders attraktiven Gebiete zwischen Waggum und Hondelage zu gelangen. Für die Bewohner des nördlichen Stadtgebietes, besonders für die Ortsteile Waggum, Hondelage und Bevenrode wird die Erholungsfunktion des bisherigen Landschaftsschutzgebietes durch Lärm, verändertes Landschaftsbild und eine weniger attraktive Wegführung stark vermindert.

Um die Eingriffe in wertvolle Waldbestände möglichst gering zu halten, wäre die Variante 2b am ehesten geeignet. Dieser könnten wir nur zustimmen, wenn im Gegenzug sich Großraumverband und Stadt Braunschweig verpflichten, das Gebiet zwischen er A2 und der Flughafengrenze, also beiderseits der L 635, zur Vernetzung der Naherholungsgebiete nördlich und südlich der Autobahn als Waldgebiet zu belassen.
Die dort vorhandenen Altholzbestände wären weiter zu entwickeln, und sowohl entlang der A2 als auch entlang der Flughafensüdgrenze müssten bauliche Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen werden, z.B. in Form bepflanzter Erdwälle. So wäre wenigstens für Fledermäuse und Vögel eine gewisse Vernetzung der beiden Waldgebiete gegeben.

Die als Ersatzmaßnahme aufzuforstenden Flächen müssen sich in direktem, räumlichen Zusammenhang mit den bestehenden Waldflächen befinden, damit die Biotope für die vorhandenen Tierpopulationen nicht zu klein werden. Dabei sind vorhandenes Grünland, das direkt an den Wald angrenzt, oder vorhandenen Waldwiesen, wie sie sich südöstlich der Flughafenerweiterungsflächen nahe Hondelage befinden, zur Erhaltung der Strukturvielfalt von der Aufforstung auszunehmen. Prinzipiell mögliche Aufforstungsflächen wären Äcker zwischen Waggum und Bevenrode, sowie nördlich von Hondelage. Unbebaute Flächen, die südlich von Bienrode und zwischen Bienrode und Waggum direkt an den Flughafen grenzen, sollten nicht aufgeforstet werden, da sie prinzipiell die von der Stadt Braunschweig gewünschten, weiteren Forschungsbetriebe aufnehmen könnten.

Wichtiger Link:
Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau Braunschweig-Wolfsburg

 

29. August – Sonntag

`Im Wald ist Leben´
INFO-FEST zur Erhaltung des Querumer Forstes

Am 29. August 2004 veranstaltete ein Verbund aus Naturschutzorganisationen, Bürgerinitiativen und dem Waldkindergarten im gesamten Waldbereich des Querumer Forstes, welcher der geplanten Start-/ Landebahnverlängerung des Flughafens zum Opfer fallen soll, ein ganztägiges Wald-INFO-FEST.
In einem am Waggumer Sportplatz beginnenden Rundkurs durch den Querumer Forst haben insgesamt 15 Organisationen den ganzen Tag über (10 -17 Uhr) der interessierten Bevölkerung einen beinahe gänzlich mit Zeltpavillons aufgebauten Informations- und Erlebnis-Parcour zum Wald und seiner Tier- und Pflanzenwelt angeboten. Auch darüber, in welchem Ausmaß der Wald weichen soll, wurde anschaulich informiert. Zusätzlich bildeten alle Stationen parallel einen Natur-Erlebnis-Parcour für Kinder und Erwachsene, an dem die Natur spielerisch und mit allen Sinnen erfahren werden konnte. Alle Kinder konnten an den verschiedenen Stationen auf einer Karte Stempel sammeln und bekamen am Ende am Stand des Waldkindergarten „Till Eulenspiegel“ einen kleinen Mitmach-Preis. Außerdem trat an einer Waldstation um 11.00 , 13.00 + 15.00 Uhr die Märchenerzählerin auf und an einer anderen gab es um 12.00 Uhr und um 16.00 Uhr ein Puppenspiel.
Natürlich wurden auch Kuchen und Getränke sowie Gegrilltes angeboten und an 2 Standorten standen für dringende Bedürfnisse sogar Dixi-Toiletten bereit.
Eröffnet wurde das INFO-FEST mit einem von Probst Kraft abgehaltenen Waldgottesdienst
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Alle Stationen des Rundkurses durch den Querumer Forst sowie die Themen des zusätzlichen Natur-Erlebnis-Parcours finden Sie in diesem Parcourplan

Informationen zum Querumer Forst erhalten Sie in unserem Wald-Informationsfaltblatt (PDF)

 

Pressetext
Wald-Info-Tag im Querumer Forst stieß auf riesiges Interesse

Allein schon aufgrund des großen Besucherandrangs war das zur Erhaltung des Querumer Forstes am Sonntag dem 29.08. von insgesamt 15 Organisationen und Gruppierungen veranstaltete Wald-INFO-FEST war ein voller Erfolg! Von 10 - 17 Uhr herrschte auf dem von den Naturschutzorganisationen, Bürgerinitiativen und dem Waldkindergarten "Till Eulenspiegel" organisierten Rundkurs in dem durch die geplante Start-/ Landebahnverlängerung des Flughafens von Zerstörung bedrohten Waldbereich des Querumer Forstes durchgehend großer Andrang. Über 2000 Besucher, darunter auch viele Familien, strömten über den mit Zeltpavillons aufgebaute Informations- und Erlebnis-Parcour zum Wald und seiner Tier- und Pflanzenwelt. Die 13 Stationen gerieten dabei trotz der insgesamt 72 z. T. in Schichten arbeitenden ehrenamtlichen Betreuer zeitweise oft an ihre Kapazitätsgrenzen. Sowohl als Informationstag über den Wald ganz allgemein als auch wegen des Einsatzes zum Erhalt des von Rodung und Aussperrung bedrohten Querumer Forstes wurde diese in der Republik bisher einzigartige Großveranstaltung einhellig positiv aufgenommen. Letzteres galt nach eigenem Bekunden auch für diejenigen Interessierten, die aus weiter entfernten Stadtteilen kamen, z. B. aus Riddagshausen, und selbst gar nicht unmittelbar von der Flughafenproblematik betroffen waren.
Viele der Besucher, die von sich aus ihre Begeisterung über diese gelungene Veranstaltung mitteilten, verbanden dies mit der Aufforderung, derartiges doch zu wiederholen. Von den Unmengen an Kuchen und Gegrilltem blieb dementsprechend auch nichts übrig, ebenso wie von dem hervorragend schmeckenden, ausgeschenkten regionalen Streuobstwiesen-Apfelsaft des ASt e. V. (übrigens das ganze Jahr über z. B. in der Geschäftsstelle des NABU Braunschweig erhältlich). Lobende Anerkennung fand bei den Besuchern auch immer wieder die Tatsache, dass so viele Gruppen in einem Selbstorganisationsprozess ein so rundes und umfangreiches wie vielgestaltiges Programm auf die Beine gestellt haben.
Bei den Kindern wurde besonders auch das "Stempel sammeln" auf dem Erlebnis-Parcour begeistert aufgenommen, auch wenn der eine oder andere "kleinere" Besucher sich nach rund 2 Stunden Fußmarsch unter dem Mitmach-Preis wohl doch ein wenig mehr vorgestellt hatte - glauben zumindest selbstkritisch die Organisatoren und wollen sich bemühen, dies bei zukünftigen Veranstaltungen noch zu verbessern. Kritische Worte, allerdings bezüglich der drohenden Umweltzerstörung, fand auch Probst Kraft bei dem als Eröffnung der Großveranstaltung im Querumer Forst mit 73 Teilnehmer (61 Erwachsene und 12 Kinder) bereits gut besuchten Waldgottesdienst - und traf dabei den richtigen Ton ebenso wie der begleitende 12-Mann-Posaunenchor.

Fazit: Neben der allgemeinen Begeisterung für den Wald haben die veranstaltenden Organisationen mit Sicherheit ihr Ziel erreicht, die Bevökerung besser über das Ausmaß der geplanten Abholzung und Verstümmelung des Querumer Forstes im Falle einer Start-/Landebahnverlängerung zu informieren. Insbesondere auch die vor Augen geführte Größe der betroffenen Fläche löste vielfach ungläubiges Erstaunen und Entsetzen aus und war von den meisten Besuchern doch erheblich geringer vermutet worden. Wie von den Veranstaltern angenommen, konnten viele BesucherInnen hier erstmals die riesige Dimension der drohenden Waldzerstörung nachvollziehen. Dass die aktuell in die Diskussion gebrachte 2300 Meter-Variante (statt 2600 Meter) an der Zerstörung des Querumer Forstes im Prinzip nichts ändert, wurde dabei dann auch für jedermann augenscheinlich. Nach über 2 Stunden Aufenthalt in dem bedrohten Waldgebiet, in dem man z. B. mit Kindern auch gut und gerne einen halben Tag verbringen kann, war bei vielen die Erkenntnis gereift, das dieses in vieler Hinsicht so wertvolle Stück Natur, das auch für die Bevölkerung selbst als Naherholungsgebiet einen hohen Wert darstellt, erhalten bleiben muss und nicht Einzelinteressen geopfert werden darf.

Darüber hinaus wurden 2 Dinge deutlich: zum einen waren viele Besucher über die recht einseitige und Tatsachen verschleiernde Informationspolitik der Stadt sehr verärgert. Ähnliches galt in diesem Zusammenhang übrigens auch in Bezug auf einzelne örtliche Printmedien. Zum anderen äußerten viele Besucher Unverständnis darüber, wie leichtfertig und verantwortungslos mit einer angeblichen Schaffung von Arbeitsplätzen und (Forschungs-)Firmenansiedlungen im Zusammenhang mit der Startbahnverlängerung argumentiert wird, ohne dass eine sachliche Grundlage (z. B. ein fundiertes Gutachten) für solche Aussagen herangezogen wird. So suggerierte beispielsweise der Ortsbürgermeister von Waggum/Bevenrode/Bienrode, Herr Kliesch, in Radio Okerwelle die Schaffung von 1800 Arbeitsplätzen, Oberbürgermeister Dr. Hoffmann brachte in einer Diskussion 800 Arbeitsplätze ins Spiel, Herr Baumbach (Flughafen) in einem Zeitungsartikel 500 Arbeitsplätze, was sehr viel später in einer kleinen Randnotiz als überzogene Erwartung korrigiert werden musste, wo hingegen das einzige bisher vorliegende Gutachten, dass auf eingehenderen Analysen basiert, nur auf eine Handvoll Arbeitsplätze kommt, die durch die Startbahnverlängerung neu geschaffen werden könnten.
Merke: In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit durch die in Aussicht Stellung vieler Arbeitsplätze die öffentliche Meinung manipulieren zu wollen, wird doch von mehr Bürgerinnen und Bürgern als Unredlichkeit erkannt, als mancher Politiker oder Manager sich dies offensichtlich vorstellen kann.

 

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